Donnerstag, 10. November 2011

Neues von den Dark Sky Parks

Ein dunkler Nachthimmel mit der Möglichkeit, Tausende von Sternen zu sehen, gilt heute bereits als Privileg. Der Blick von einem Satelliten auf die nächtliche Erde zeigt, wie hell die Nacht inzwischen geworden ist, vor allem in Europa und Nordamerika. Die Lichtüberflutung hat nicht nur Auswirkungen auf den Menschen. Ganze Ökosysteme sind als Folge des Fehlens einer richtigen Nacht sowie des ausbleibenden Tag-Nacht-Wechsels bedroht.

Gleichsam eine Gegenbewegung zur immer mehr zunehmenden Lichtverschmutzung stellt die Dark Sky Asociation (Dunkler Himmel - Gesellschaft) mit Sitz in den USA dar. Diese Organisation setzt sich für die Wiederherstellung des dunklen Nachthimmels ein. Gebiete können eine Auszeichnung als Dark Sky Park erhalten, wenn sie bestimmte Bedingungen einhalten. 

 

In diesem Zusammenhang hat im Oktober 2011 der englische Exmoor National Park die Auszeichnung als International Dark Sky Reserve (IDR) erhalten. Damit wurden die Anstrengungen des Parks anerkannt, die nächtliche Lichtverschmutzung in den Griff zu bekommen. Während man in London in einer klaren Nacht 100 Sterne sehen kann, zeigen sich im Exmoor National Park Tausende Sterne. Auch die Milchstraße kann man im Exmoor Nationalpark sehen. Und während man bei einem Meteoritenschwarm in London vielleicht zwei bis drei Sternschnuppen erblickt, sieht man im Exmoor Nationalpark 50 bis 60.

Und nun schickt sich auch ein erstes Gebiet in Deutschland an, die Auszeichnung als Dark Sky Park (deutsch: Sternenpark) zu erhalten. Dies ist das Biosphärenreservat Rhön. Handlungsbedarf besteht vor allem bei der öffentlichen Beleuchtung. Teilweise muss die Beleuchtung erneuert werden mit dem Ziel, dass sie nur noch gezielt nach unten abstrahlt. Die Planer des Sternenparks Rhön sind sogar der Auffassung, dass ein dunkler Nachthimmel gesundheitsfördernd ist und als Kriterium für die Auszeichnung "Luftkurort" in Frage kommt. 

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