Freitag, 30. Juni 2017

Die Dänischen Inseln Møn und Nyord sind Orte des dunklen Nachthimmels (Dark Sky Places)

Die in den Vereinigten Staaten gegründete Organisation International Dark-Sky Association (IDA) hat am 17. März 2017 die dänischen Inseln Møn and Nyord als Orte des dunklen Nachthimmels (Dark Sky Places) anerkannt.

Hierbei gibt es zwei Besonderheiten. Møn and Nyord sind die ersten von der IDA anerkannten Orte des dunklen Nachthimmels in Skandinavien. Zudem sind Møn and Nyord die bisher einzigen Orte des dunklen Nachthimmels in zwei Unterkategorien gleichzeitig, nämlich den International Dark Sky Communities und den Dark Sky Parks. Die Dark Sky Community dient in diesem Fall als Pufferzone für den Dark Sky Park.

Die Auszeichnung bestätigt, dass Møn and Nyord zu den besten Orten der Welt gehören, wenn es um die Sternenbeobachtung geht. Die Auszeichnung erkennt auch die lokalen Bemühungen an, Lichtverschmutzung zu vermeiden und den dunklen Nachthimmel zu bewahren.

Der Dark Sky Park umfasst den Ostteil der Insel Møn und einige Flächen der Insel Nyord. Die Dark Sky Community ist die Gemeinde Vordingbord, zu der die Inseln gehören. Die Insel Nyord ist über eine Brücke mit der Insel Møn verbunden. Møn wiederum ist über eine Brücke mit Zealand verbunden.

Die Bewerbung um die Anerkennung als Dark Sky Place umfasst 167 Seiten. Das Gebiet ist auch kurz davor, ein Unesco-Bioshärenreservat zu werden. Im Juni 2017 fällt hierzu die Entscheidung.

Dienstag, 27. Juni 2017

Vereinbarungen zum Fächennaturschutz im Koalitionsvertrag 2017 für das Saarland

Die das Saarland in der 16. Legislaturperiode 2017 - 2022 regierenden Parteien CDU und SPD haben einen Koalitionsvertrag abgeschlossen, der auch Festlegungen zum Flächennaturschutz beinhaltet.

Die Festlegungen zum Flächennaturschutz finden sich im Kapitel 13 "Umwelt- und Naturschutz, Verbraucherschutz" des Koalitionsvertrags.

Im Unterkapitel "Biodiversitätsstrategie des Saarlandes" wird dargestellt, dass das Saarland als erstes deusches Bundesland einen elementaren Teil der "Naturschutz-Offensive 2020" der Bundesregierung realisiert.

Samstag, 24. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Sierra de Guadarrama"

Der Nationalpark Sierra de Guadarrama befindet sich in der östlichen Hälfte des Kastilischen Scheidegebirges nördlich von Madrid. Der Bergzug erreicht Höhen von über 2.400 m ü NN. Im Nationalpark Sierra de Guadarrama sollen die elf Ökosysteme des Gebirgszugs, von denen einige einmalig für die Iberische Halbinsel sind, geschützt werden. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als siebter Nationalpark der Nationalpark Sierra de Guadarrama an der Reihe.

Der Nationalpark umfasst unter anderem auch drei Gebiete, die im Jahr 1930 als Gebiete von nationalem Interesse erklärt worden sind (Sitios Naturales de Interés Nacional).
  • La Pedriza del Manzanares
  • La Cumbre, Circo y Lagunasde Peñalara
  • El Pinar de la Acebeda. 


Mittwoch, 21. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für Russlands Totalreservat (zapovednik) Kostomuksha erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Totalreservat Kostomuksha in Russland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 18. September 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit sieben Empfehlungen.

Das Totalreservat Kostomuksha in Karelien gehört zum finnisch-russischen Freundschafts-Naturschutzgebiet. Im Gebiet befinden sich zahlreiche Seen. Das Europadiplom wurde dem Totalreservat Kostomuksha zum ersten Mal im Jahr 1998 zuerkannt. Das Totalreservat hat eine Fläche von 48 km². Das Schutzgebiet wurde mit dem Dekret Nr. 557 geschaffen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Neue Biosphärenreservate in Europa im Jahr 2017

23 neue Biosphärenreservate, davon 6 in Europa: Das ist eines der Ergebnisse der 29. Sitzung des International Coordinating Council (Internationaler Koordinierungsrat) des MAB-Programms der Unesco, die vom 12. bis 15. Juni 2017 in Paris stattgefunden hat.

In Europa wurden die folgenden Biosphärenreservate neu anerkannt:
Biosphärengebiet Schwarzwald, Deutschland, Baden-Württemberg
Biosphärenreservat Moen, Dänemark
Biosphärenreservat Tepilora, Rio Posada and Montalbo, Italien, Sardinien
Biosphärenreservat Castro Verde, Portugal
Biosphärenreservat Metsola, Russland, Grenze zu Finnland
Biosphärenreservat Backo Podunavlje, Serbien

Die größten Änderungen gab es darüber hinaus bei den Biosphärenreservaten in Bulgarien. Das Land besitzt zahlreiche Biosphärenreservate, die aber in der Mehrzahl nicht mehr den heutigen Bedingungen (Sevilla-Strategie) für Biosphärenreservate entsprechen.

Bulgarien hat zunächst einmal die drei Biosphärenreservate Doupkata, Kamtchia und Koupena zurückgezogen, weil die Anpassung an die Sevilla-Strategie nicht gelang. Die vier Biosphärenreservate Steneto, Tsaritchina, Djendema and Boatin wurden in das neue Biosphärenreservat Central Balkan überführt. Das Biosphärenreservat Uzunbudzhak wurde neu strukturiert in Anpassung an die Sevilla-Strategie. Ebenfalls neu strukturiert und teilweise erweitert wurden die Biosphärenreservat Chervenata Stena und Srébarna.

Polen hat das Biosphärenreservat Masurian Lakes neu benannt und erweitert.

Spanien hat das Biosphärenreservat Marismas del Odiel in Andalusien erweitert. 

Donnerstag, 15. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Garajonay"

Der Nationalpark Garajonay befindet sich auf der Kanareninsel La Gomera. Der Nationalpark umfasst die höchsten Teile der Insel. Schutzzweck ist das Relikt eines Lorbeer-Urwalds, einer Waldform, die vor Jahrmillionen noch weite Teile des Mittelmeerraums bedeckt hat und heute auf wenige einzelne Standorte beschränkt ist.   

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als sechster Nationalpark der Nationalpark Garajonay an der Reihe. 

Montag, 12. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für Spaniens Nationalpark Ordesa y Monte Perdido erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in Spanien ausgesprochen.

Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido (spanische Region Aragon, Pyrenäen) kommt damit in diesem Blog innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal zur Sprache. Im Post vom 06.Juni.2017 wurde der Nationalpark aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks bereits kurz porträtiert. 

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 13. Juni 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit drei Empfehlungen.

Freitag, 9. Juni 2017

Nordrhein-Westfalen gibt Wildnisentwicklungsgebiete bekannt

Mit einer Bekanntmachung im Ministerialblatt, Ausgabe 2017, Nr. 13 vom 24.04.2017 hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen die Wildnisentwicklungsgebiete des Landes veröffentlicht.

Die Wildnisentwicklungsgebiete gründen sich auf § 40 Abs. 3 Satz 2 des Landesnaturschutzgesetzes NRW. Mit der Bekanntmachung sind die Wildnisentwicklungsgebiete als Naturschutzgebiete gemäß § 23 des Bundesnaturschutzgesetzes gesetzlich geschützt. 

In § 40 des Landesnaturschutzgesetzes ist festgelegt, dass die Wildnisentwicklungsgebiete im Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen sowie in der Karte der Wildniswälder in Nordrhein-Westfalen erfasst und veröffentlicht werden. Zudem ist der Schutzstatus als Naturschutzgebiet mit der Veröffentlichung festgelegt.

In der Anlage 01 der Bekanntmachung findet sich eine Tabelle der Wildnisentwicklungsgebiete. Die Tabelle listet 69 Wildnisentwicklungsgebiete auf. Die Anlagen 02 bis 69 umfassen Karten der Wildnisentwicklungsgebiete. Das größte Gebiet ist "Egge" im Regierungsbezirk Detmold mit acht Teilflächen und einer Gesamtfläche von 510,3 Hektar.

In den Wildnisgebieten ist die Nutzung von Holz untersagt. Das gilt nicht für Maßnahmen zur Verkehrssicherung sowie für die Entnahme nicht lebensraumtypischer Gehölze. 

Nordrhein-Westfalen ist eines der ganz wenigen oder sogar das einzige der Bundesländer, die den Wildnisbegriff als Schutzgebietskategorie eingeführt haben. 

Dienstag, 6. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Ordesa y Monte Perdido"

Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido befindet sich in den Zentralpyrenäen. Der Park umfasst einerseits die höchsten aus Kalksedimenten bestehenden Berge Europas und andererseits einige der größten Canyons Europas an der Südabdachung der Pyrenäen. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als fünfter Nationalpark der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido an der Reihe. 

Samstag, 3. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für die Weltenburger Enge in Bayern erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge in Bayern ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 2. März 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit drei Bedingungen sowie mit acht Empfehlungen.

Erste Bedingung:
Es soll eine Expertise eingeholt werden, wie im Rahmen des gesetzlich Möglichen die Anlandung privater Boote am rechten Ufer der Donau zwischen dem Weltenburger Bootssteg und Flusskilometer 2416 gestoppt bzw. wenigstens reguliert werden kann. Das Campieren sowie das Feuermachen soll im gesamten Gebiet verboten werden.