Sonntag, 20. August 2017

Frankreich verordnet am 22. März 2017 zwei neue Große Orte (Grands Sites de France) auf der Insel Korsika

Am 22. März 2017 sind in Frankreich zwei neue Große Orte (Grands Sites de France) durch ministeriellen Beschluss ausgewiesen worden.Beide Grands Sites de France befinden sich auf der Insel Korsika.

Der erste der beiden neuen Großen Orte heißt La pointe de la Parata et les Îles Sanguinaires. Die Inseln sind bereits seit 1974 als geschütztes Gebiet ausgewiesen. Der Schutz wurde im Jahr 1995 auf die Pointe de la Parata ausgedehnt. Das Gebiet besteht aus einer Felsgirlande im äußersten Norden des Golfs von Ajaccio und an der Westküste Korsikas.

Die Pointe de la Parata besuchen jedes Jahr 450.000 Menschen. Die negativen Auswirkungen des Massentourismus wurden während eines 15 Jahre dauernden Programms behoben. Das Gebiet befindet sich im Departement Corse du Sud. 

Der zweite der beiden neuen Großen Orte heißt Conca d’Oro, vignoble de Patrimonio – Golfe de Saint-Florent. Dieses Gebiet stellt ein bemerkenswertes landschaftliches Ensemble dar. Es befindet sich an der Westküste des Depatements Haute-Corse gegenüber der Stadt Bastia.

Seit dreißig Jahren gibt es dort Anstrengungen, die Weinbaulandschaft zu erhalten und sie vom Urbanisierungsdurck freizuhalten.

Das Label Grand Site de France ist eine Schutzgebietskategorie des französischen Umweltgesetzbuchs. Damit können Gebiete ausgezeichnet werden, die landschaftlich herausragend sind, viele Besucher aufweisen und die Anstrengungen unternommen haben, den Tourismus und die Bewahrung von Natur und Landschaft in Einklang zu bringen. Mit Stand August 2017 gibt es bereits 17 anerkannte Grands Sites de France. Das Label ist jeweils für sechs Jahre gültig. Dann muss es erneuert werden.

Donnerstag, 17. August 2017

Spaniens Nationalpark "Monfragüe"

Der Nationalpark Monfragüe befindet sich im Südwesten der Iberischen Halbinsel am Zusammenfluss der Flüsse Tajo und Tiétar. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als dreizehnter Nationalpark der Nationalpark Monfragüe an der Reihe.

Der Mensch ist im Nationalparkgebiet von Monfragüe seit Jahrtausenden sesshaft. Davon zeugen auch Felszeichnungen. Im Nationalpark gibt es eine große Vielfalt an Landschaften, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bieten.   

Montag, 14. August 2017

Europarat will Europadiplom für Schwedens Nationalpark Store Mosse erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Store Mosse in Schweden ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 13. Juni 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit fünf Empfehlungen.

Der Nationalpark Store Moose umfasst das größte Moorgebiet südlich von Lappland. Obwohl der Nationalpark in Südschweden liegt, bietet das Gebiet einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die sonst nur weiter nördlich vorkommen.

Das Gebiet erhielt das Europadiplom im Jahr 1988. Es umfasst eine Fläche von 7.850 Hektar. 

Die erste Empfehlung des Europarats bezieht sich darauf, dass die Abhängigkeit von Freiwilligen für die Restaurierung und die Naturbeobachtung reduziert werden soll.

Freitag, 11. August 2017

Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" ist neue Kernzone des Biosphärenreservats Spreewald

Mit der Verordnung vom 28. April 2017 hat das Bundesland Brandenburg das Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" ausgewiesen.

Das neue Naturschutzgebiet erfüllt die Funktion einer Kernzone im Biosphärenreservat Spreewald. Das Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald besteht aus drei Teilflächen und hat eine Größe von ca. 140 Hektar. Es befindet sich im Landkreis Dahme-Spreewald und in den Gemeinden Krausnick-Groß Wasserburg und Schlepzig. 

Im neuen Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" befinden sich naturnahe Erlenbruch-, Erlen-Eschen- und Stieleichen-Hainbuchen-Wälder auf Niedermoor-, Anmoor- und Gley-Standorten sowie Buchenwälder auf sandigen Standorten. Gemäß §4 (1) der Verordnung ist im Naturschutzgebiet jegliche wirtschaftliche Nutzung verboten. Die Bestandregulierung von wild lebenden Tierarten und die Ausübung der traditionellen Spreewaldfischerei bleiben zulässig.

Gemäß den Angaben auf der Website der Unesco verfügt das Biosphärenreservat Spreewald über eine Kernzonenfläche von 973 Hektar bei einer Gesamtfläche von 47.492 Hektar. Das entspricht einem Anteil der Kernzone von zwei Prozent. Auch wenn bei diesen Zahlen die neue Kernzonenfläche "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" noch nicht berücksichtigt ist, kann man festhalten, dass das Biosphärenreservat Spreewald zur Zeit noch nicht über ausreichend Kernzonenfläche verfügt, um den von der Unesco vorgegebenen Anteil der Kernzonenfläche von drei Prozent der Gesamtfläche zu erreichen. Die Ausweisung weiterer Kernzonenflächen ist somit erforderlich.       

Dienstag, 8. August 2017

Spaniens Nationalpark "Islas Atlánticas de Galicia"

Der Nationalpark Islas Atlánticas de Galicia erstreckt sich über mehrere Inseln im Atlantik vor der Küste von Galicien. Der Nationalpark umfasst einen großen Loorbeerwald und mehr als 200 Arten von Meeresalgen. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als zwölfter Nationalpark der Nationalpark Islas Atlanticas an der Reihe. 

Samstag, 5. August 2017

Königsbachtal, Lonka-Mäander und Rupanin - drei neue Europaschutzgebiete im Bundesland Salzburg

Das österreichische Bundesland Salzburg hat im Juni 2016 drei neue Europaschutzgebiete verordnet. Diese sind das Königsbachtal, der Lonka-Mäander und Rupanin. Damit gibt es im Bundesland Salzburg jetzt 37 Europaschutzgebiete. 

Damit entspricht das Bundesland Salzburg der EU-FFH-Richtlinie, wonach die in den EU-Listen eingetragenen Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung auch als Schutzgebiete nach nationalem Recht ausgewiesen werden müssen.

Das Europaschutzgebiet Königsbachtal wurde mit der 44. Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 22. Juni 2017 ausgewiesen.

Das Gebiet befindet sich in der Osterhorngruppe der Salzburger Kalkvoralpen sowie auf der Gemarkung der Gemeinden St. Gilgen und Strobl. Das Gebiet umfasst den in den beiden Gemeinden gelegenen Abschnitt des Königsbachs einschließlich der beiderseitigen Geländestreifen.

Der Schutzzweck ist die dauernde Erhaltung der Klammstrecke mit ihrem Wasserlauf, die dauernde Erhaltung der standortgemäßen Waldbestockung im Umfeld der Klamm sowie die dauernde Erhaltung der Moosart "Gekieltes Zweizeilblattmoos".

Mittwoch, 2. August 2017

Französischer Geopark Causses du Quercy ist neuer UNESCO Global Geopark

Die UNESCO hat am 5. Mai 2017 den französischen Geopark Causses du Quercy als neuen UNESCO Global Geopark anerkannt. Der Geopark befindet sich am nördlichen Rand der Region Occitanie, die am 01.01.2016 aus dem Zusammenschluss der früheren Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon entstanden ist.

Dem voraus ging die Entscheidung des Rats der globalen Geoparks (UNESCO Global Geoparks Council) bei seiner ersten Sitzung im September 2016 zur Anerkennung des Geoparks Causses du Quercy.

Die Fläche des neuen UNESCO Global Geoparks Causses du Quercy ist 1.855 km². Seine Koordinaten sind N44°34’19”, E001°41’11”. Das Kalkstein-Plateau des Quercy, genannt Causses, hebt sich aus den Tiefebenen des Becken von Aquitanien ab. Dieses Becken liegt im Süden und Westen der Causses du Quercy. Das Zentralmassiv liegt im Norden und Osten.

Der Quercy paleokarst stellt die längste derzeit bekannte chronologische Sequenz auf einem Kontinent der Erde dar. Im Gebiet leben 30.967 Menschen. Die Bevölkerungsdichte ist mit 17 Einwohnern pro Quadratkilometer sehr gering.

Der Geopark Causses du Quercy ist der erste Geopark der Region Occitanie und der sechste Geopark Frankreichs.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO Global Geoparks in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geoparks befassen, verlinkt.   

Sonntag, 30. Juli 2017

Spaniens Nationalpark "Tablas de Daimiel"

Der Nationalpark Tablas de Daimiel umfasst das größte Feuchtgebiet in der zentralspanischen Meseta. Es handelt sich hier um eine der letzten verbliebenen Fluss-Überflutungszonen der Iberischen Halbinsel. Der Nationalpark befindet sich am Zusammenfluss der Flüsse Gigüela und Guadiana.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als elfter Nationalpark der Nationalpark Tablas de Daimiel an der Reihe.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Sielmann-Stiftung ruft zur Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands 2017 auf

Die Heinz Sielmann Stiftung hat mit Datum vom 29.06.2017 zum achten Mal zur Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands aufgerufen. Im Jahr 2017 geht es um "Wilde Wiesen und Weiden".

Es stehen 21 Naturwunder in ganz Deutschland zur Wahl. Auf der Website der Sielmann-Stiftung kann man vom 29. Juni bis zum 10. September 2017 seine Stimme abgeben. Die ausgewählten Wiesen und Weiden befinden sich alle in den Nationalen Naturlandschaften, also in Nationalparks, Biosphärenreservaten, Naturparks und Wildnisgebieten.

Die folgenden Naturwunder stehen zur Wahl:

Montag, 24. Juli 2017

Spanischer Geopark Las Loras ist neuer UNESCO Global Geopark

Die UNESCO hat am 5. Mai 2017 den spanischen Geopark Las Loras als neuen UNESCO Global Geopark anerkannt. Der Geopark befindet sich im Norden der Region Castilla y León.

Dem voraus ging die Entscheidung des Rats der Globalen Geoparks (UNESCO Global Geoparks Council) bei seiner ersten Sitzung im September 2016 zur Anerkennung des Geoparks Las Loras.


Die Fläche des neuen UNESCO Global Geoparks Las Loras ist 950,76 km². Seine Koordinaten sind N42°47'21"N, W004°15'44". Der Geopark liegt zwischen dem Kastilischen Plateau und der Kantabrischen Kordilliere. Durch diese Lage in einem Übergangsgebiet gibt es im Geopark die typischen Wetter- und Umweltphänomene beider angrezender Großlandschaften.

Der Geopark besitzt eine große Bandbreite an Landschaften und Biodiversität. Darunter sind sowohl euro-sibirisch geprägte als auch mediterran geprägte Gebiete. Die ungewöhnliche Topographie führte zu einer eigentümlichen Landschaft, in der sich Kalkfelsen und Hochlagen-Moorflächen abwechseln mit Schluchten und tiefen vom betehenden Flusssystem gegrabenen Tälern.

Der Geopark umfasst 16 Gemeinden in den Regionen Burgos und Valencia. Die Bevölkerungsdichte ist sehr gering. Die Bevölkerungszahl ist kleiner als 15.000.

Der Geoopark Las Loras ist der erste UNESCO Global Geopark in der Region Castilla y León und der zwölfte UNESCO Global Geopark in Spanien.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO Global Geoparks in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geoparks befassen, verlinkt

Freitag, 21. Juli 2017

Spaniens Nationalpark "Cabrera"

Der Nationalpark Cabrera befindet sich im Mittelmeer und gehört zur Inselgruppe der Balearen. Der Nationalpark umfasst mehrere Inseln und Inselchen sowie die umgebende Meeresfläche. Die Inseln und Inselchen befinden sich vor der Südspitze der Insel Mallorca.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalpark unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als zehnter Nationalpark der Nationalpark Cabrera an der Reihe.

Der Nationalpark Cabrera ist ein Schutzgebiet, das sowohl Landflächen als auch Meeresflächen umfasst. Die Inselgruppe mit der Hauptinsel Cabrera ist nicht dauerhaft bewohnt. Für die Übernachtung auf den Inseln benötigt man eine Genehmigung. Die Küstenbereiche dieser Inseln gehören zu den am besten geschützten des Mittelmeerraums.

Dienstag, 18. Juli 2017

Europarat will Europadiplom für Russlands Bioshärenreservat Tsentralno-Chernozemny erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Biosphärenreservat  Tsentralno-Chernozemny in Russland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 18. September 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit einer Bedingung und vier Empfehlungen.

Das Biosphärenreservat Tsentralno-Chernozemny befindet sich im europäischen Teil Russlands in der Region Kursk an der Stelle, wo die Steppenlandschaft mit dem Südrand des Walds der gemäßigten Breiten zusammentrifft. Der größte Teil der Steppenlandschaften wurde in den vergangenen Jahrzehnten dem Ackerbau zugeführt. Die Wälder wurden abgeholzt. Im Totalreservat (Zapovednik) Tsentralno-Chernozemny blieben die letzten Reste des Wald-Steppe-Habitats erhalten.

Das Gebiet erhielt das Europadiplom im Jahr 1998. Es umfasst eine Fläche von 10.280 Hektar. Das Gebiet umfasst acht separate Teilgebiete zwischen den Städten Kursk und Belgorod.  

Samstag, 15. Juli 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder" erstreckt sich jetzt über 12 Länder

Die Unesco hat die bestehende Weltnaturerbestätte Buchenurwälder beträchtlich erweitert. 

Das Welterbekomitee der Unesco hat am 07. Juli 2017 bei seiner vom 02. bis 12. Juli 2017 stattfindenden 41. Sitzung in Krakau beschlossen, die bestehende Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder" um Gebiete in neun weiteren Staaten sowie um weitere Gebiete in der Ukraine zu erweitern.

Nach der Erweiterung heißt die Welterbestätte jetzt Primeval Beech Forests of the Carpatians and Other Regions of Europe (Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen in Europa). Diese serielle Weltnaturerbestätte erstreckt sich nun über 12 Staaten. Damit ist dies die serielle Weltnaturerbestätte, die sich über die mit Abstand größte Zahl an Staaten erstreckt. Alle anderen seriellen Weltnaturerbestätten umfassen Gebiete in maximal drei Staaten. Zunächst war auch Polen mit einigen Flächen am Erweiterungsantrag für die Weltnaturerbestätte Buchenurwälder beteiligt. Polen hat seine Flächen jedoch kurz vor der Evaluierung des Antrags durch die IUCN zurückgezogen.

Die Gesamtfläche der im Jahr 2017 neu hinzugekommenen Gebiete beträgt 58.353,04 Hektar. Dazu kommen Pufferzonen, die sich auf insgesamt 191.413,09 Hektar erstrecken.
Die Gesamtfläche aller Gebiete der Weltnaturerbestätte beträgt nun 92.023,24 Hektar. Die Pufferzone ist 253.815,69 Hektar groß. 

Die folgenden Staaten sind nun neu zur Weltnaturerbestätte Buchenurwälder dazugekommen: Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien und Spanien. In der Ukraine, die bereits Flächen der Weltnaturerbestätte Buchenurwälder besaß, kamen weitere Gebiete hinzu.

Hier ist die Anzahl der 2017 neu hinzugekommenen Flächen für das Weltnaturerbe Buchenurwälder in den einzelnen Staaten:

Mittwoch, 12. Juli 2017

Spaniens Nationalpark "Picos de Europa"

Der Nationalpark Picos de Europa umfasst die höchsten Gebirgsgruppen der Kantabrischen Kordilliere im Norden der Iberischen Halbinsel. Hierbei handelt es sich um eines der höchsten und schönsten Kalkgebirgsmassive Europas.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als neunter Nationalpark der Nationalpark Picos de Europa an der Reihe.

Der Nationalpark Picos de Europa ist der älteste Nationalpark Spaniens. Der Park hieß zunächst Montaña de Covadonga. Im Laufe der Zeit wurde der Nationalpark zweimal erweitert. 

Sonntag, 9. Juli 2017

Trappola Marschland und Mündung des Ombrone-Flusses in der Toskana ist Italiens 53. Ramsar-Gebiet

Italien hat im Februar 2017 sein 53. Ramsar-Gebiet gemeldet. Das Gebiet Trappola Marshland - Ombrone River Mouth (Trappola Marschland und Mündung des Ombrone-Flusses, italienischer Name: Padule della Trappola - Foce dell'Ombrone) in der Toskana ist damit ein neues internationales Schutzgebiet gemäß der Ramsar-Konvention, dem internationalen Übereinkommen über Feuchtgebiete.

Das Feuchtgebiet hat die Ramsar-Gebietsnummer 2284 erhalten. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 536 Hektar. Die Koordinaten sind 42°40'14"N 11°01'03"E. Das Ramsar-Gebiet befindet sich vollumfänglich innerhalb des Maremma-Regionalparks. Die Stadt Grosseto ist ca. 10 Kilometer entfernt.

Das Gebiet befindet sich am Tyrrhenischen Meer. Es umfasst eines der letzten Überbleibsel eines teils salzigen, teils süßwasserhaltigen Feuchtgebietskomplexes mit Sanddünen. Die Mündung des Ombrone-Flusses ist ebenso Bestandteil des Gebiets wie Küstenfeuchtgebiete. Das Gebiet zeichnet sich durch eine hohe Biodiversität aus. Das Dünensystem beherbergt ein Mosaik verschiedener Habitate. Darunter sind Abfolgen von permanent und von vorübergehend überfluteten Gebieten. 

Donnerstag, 6. Juli 2017

Der neugestaltete Geologische Lehrpfad Kirnbachtal bei Tübingen im Naturpark Schönbuch

Der Geologische Lehrpfad Kirnbachtal ist der interessanteste Lehrpfad im Naturpark Schönbuch. Der im Jahr 1977 zum 500-jährigen Bestehen der Universität Tübingen eingerichtete Lehrpfad wurde im Jahr 2017 überarbeitet und erweitert.

Der Naturpark Schönbuch wurde im Jahr 1961 gegründet und war damit der erste Naturpark Baden-Württembergs. Mit einer Fläche von 15.506 Hektar ist der Naturpark Schönbuch gleichzeitig der kleinste der sieben Naturparke von Baden-Württemberg. Der Naturpark Schönbuch befindet sich zwischen Stuttgart und Tübingen.

Der Geologische Lehrpfad Kirnbachtal ist ca. 5 Kilometer lang. Durch eine Abkürzung kann man die Länge auf 3 Kilometer verkürzen. Außer am Start- und Endpunkt des Lehrpfads gibt es an zwölf weiteren Stationen ausführliche Informationstafeln zur Geologie, Paläontologie und Landschaftsgeschichte des Gebiets.

Montag, 3. Juli 2017

Spaniens Nationalpark "Teide"

Der Nationalpark Teide befindet sich auf der Kanareninsel Teneriffa. Der Nationalpark umfasst den zentralen Teil der Insel. Namensgebend ist der Vulkan Teide, mit 3.718 m ü NN der höchste Berg nicht nur Teneriffas und der Kanaren, sondern ganz Spaniens.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als achter Nationalpark der Nationalpark Teide an der Reihe.

Der Nationalpark Teide gehört zu den meistbesuchten Nationalparks der Welt. Das liegt wohl vor allem daran, dass Teneriffa eine der wichtigsten Urlaubsinseln der Welt ist und ein Besuch des Nationalparks für viele Urlauber zum Pflichtprogramm gehört.

Freitag, 30. Juni 2017

Die Dänischen Inseln Møn und Nyord sind Orte des dunklen Nachthimmels (Dark Sky Places)

Die in den Vereinigten Staaten gegründete Organisation International Dark-Sky Association (IDA) hat am 17. März 2017 die dänischen Inseln Møn and Nyord als Orte des dunklen Nachthimmels (Dark Sky Places) anerkannt.

Hierbei gibt es zwei Besonderheiten. Møn and Nyord sind die ersten von der IDA anerkannten Orte des dunklen Nachthimmels in Skandinavien. Zudem sind Møn and Nyord die bisher einzigen Orte des dunklen Nachthimmels in zwei Unterkategorien gleichzeitig, nämlich den International Dark Sky Communities und den Dark Sky Parks. Die Dark Sky Community dient in diesem Fall als Pufferzone für den Dark Sky Park.

Die Auszeichnung bestätigt, dass Møn and Nyord zu den besten Orten der Welt gehören, wenn es um die Sternenbeobachtung geht. Die Auszeichnung erkennt auch die lokalen Bemühungen an, Lichtverschmutzung zu vermeiden und den dunklen Nachthimmel zu bewahren.

Der Dark Sky Park umfasst den Ostteil der Insel Møn und einige Flächen der Insel Nyord. Die Dark Sky Community ist die Gemeinde Vordingbord, zu der die Inseln gehören. Die Insel Nyord ist über eine Brücke mit der Insel Møn verbunden. Møn wiederum ist über eine Brücke mit Zealand verbunden.

Die Bewerbung um die Anerkennung als Dark Sky Place umfasst 167 Seiten. Das Gebiet ist auch kurz davor, ein Unesco-Bioshärenreservat zu werden. Im Juni 2017 fällt hierzu die Entscheidung.

Dienstag, 27. Juni 2017

Vereinbarungen zum Fächennaturschutz im Koalitionsvertrag 2017 für das Saarland

Die das Saarland in der 16. Legislaturperiode 2017 - 2022 regierenden Parteien CDU und SPD haben einen Koalitionsvertrag abgeschlossen, der auch Festlegungen zum Flächennaturschutz beinhaltet.

Die Festlegungen zum Flächennaturschutz finden sich im Kapitel 13 "Umwelt- und Naturschutz, Verbraucherschutz" des Koalitionsvertrags.

Im Unterkapitel "Biodiversitätsstrategie des Saarlandes" wird dargestellt, dass das Saarland als erstes deusches Bundesland einen elementaren Teil der "Naturschutz-Offensive 2020" der Bundesregierung realisiert.

Samstag, 24. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Sierra de Guadarrama"

Der Nationalpark Sierra de Guadarrama befindet sich in der östlichen Hälfte des Kastilischen Scheidegebirges nördlich von Madrid. Der Bergzug erreicht Höhen von über 2.400 m ü NN. Im Nationalpark Sierra de Guadarrama sollen die elf Ökosysteme des Gebirgszugs, von denen einige einmalig für die Iberische Halbinsel sind, geschützt werden. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als siebter Nationalpark der Nationalpark Sierra de Guadarrama an der Reihe.

Der Nationalpark umfasst unter anderem auch drei Gebiete, die im Jahr 1930 als Gebiete von nationalem Interesse erklärt worden sind (Sitios Naturales de Interés Nacional).
  • La Pedriza del Manzanares
  • La Cumbre, Circo y Lagunasde Peñalara
  • El Pinar de la Acebeda. 


Mittwoch, 21. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für Russlands Totalreservat (zapovednik) Kostomuksha erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Totalreservat Kostomuksha in Russland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 18. September 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit sieben Empfehlungen.

Das Totalreservat Kostomuksha in Karelien gehört zum finnisch-russischen Freundschafts-Naturschutzgebiet. Im Gebiet befinden sich zahlreiche Seen. Das Europadiplom wurde dem Totalreservat Kostomuksha zum ersten Mal im Jahr 1998 zuerkannt. Das Totalreservat hat eine Fläche von 48 km². Das Schutzgebiet wurde mit dem Dekret Nr. 557 geschaffen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Neue Biosphärenreservate in Europa im Jahr 2017

23 neue Biosphärenreservate, davon 6 in Europa: Das ist eines der Ergebnisse der 29. Sitzung des International Coordinating Council (Internationaler Koordinierungsrat) des MAB-Programms der Unesco, die vom 12. bis 15. Juni 2017 in Paris stattgefunden hat.

In Europa wurden die folgenden Biosphärenreservate neu anerkannt:
Biosphärengebiet Schwarzwald, Deutschland, Baden-Württemberg
Biosphärenreservat Moen, Dänemark
Biosphärenreservat Tepilora, Rio Posada and Montalbo, Italien, Sardinien
Biosphärenreservat Castro Verde, Portugal
Biosphärenreservat Metsola, Russland, Grenze zu Finnland
Biosphärenreservat Backo Podunavlje, Serbien

Die größten Änderungen gab es darüber hinaus bei den Biosphärenreservaten in Bulgarien. Das Land besitzt zahlreiche Biosphärenreservate, die aber in der Mehrzahl nicht mehr den heutigen Bedingungen (Sevilla-Strategie) für Biosphärenreservate entsprechen.

Bulgarien hat zunächst einmal die drei Biosphärenreservate Doupkata, Kamtchia und Koupena zurückgezogen, weil die Anpassung an die Sevilla-Strategie nicht gelang. Die vier Biosphärenreservate Steneto, Tsaritchina, Djendema and Boatin wurden in das neue Biosphärenreservat Central Balkan überführt. Das Biosphärenreservat Uzunbudzhak wurde neu strukturiert in Anpassung an die Sevilla-Strategie. Ebenfalls neu strukturiert und teilweise erweitert wurden die Biosphärenreservat Chervenata Stena und Srébarna.

Polen hat das Biosphärenreservat Masurian Lakes neu benannt und erweitert.

Spanien hat das Biosphärenreservat Marismas del Odiel in Andalusien erweitert. 

Donnerstag, 15. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Garajonay"

Der Nationalpark Garajonay befindet sich auf der Kanareninsel La Gomera. Der Nationalpark umfasst die höchsten Teile der Insel. Schutzzweck ist das Relikt eines Lorbeer-Urwalds, einer Waldform, die vor Jahrmillionen noch weite Teile des Mittelmeerraums bedeckt hat und heute auf wenige einzelne Standorte beschränkt ist.   

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als sechster Nationalpark der Nationalpark Garajonay an der Reihe. 

Montag, 12. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für Spaniens Nationalpark Ordesa y Monte Perdido erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in Spanien ausgesprochen.

Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido (spanische Region Aragon, Pyrenäen) kommt damit in diesem Blog innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal zur Sprache. Im Post vom 06.Juni.2017 wurde der Nationalpark aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks bereits kurz porträtiert. 

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 13. Juni 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit drei Empfehlungen.

Freitag, 9. Juni 2017

Nordrhein-Westfalen gibt Wildnisentwicklungsgebiete bekannt

Mit einer Bekanntmachung im Ministerialblatt, Ausgabe 2017, Nr. 13 vom 24.04.2017 hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen die Wildnisentwicklungsgebiete des Landes veröffentlicht.

Die Wildnisentwicklungsgebiete gründen sich auf § 40 Abs. 3 Satz 2 des Landesnaturschutzgesetzes NRW. Mit der Bekanntmachung sind die Wildnisentwicklungsgebiete als Naturschutzgebiete gemäß § 23 des Bundesnaturschutzgesetzes gesetzlich geschützt. 

In § 40 des Landesnaturschutzgesetzes ist festgelegt, dass die Wildnisentwicklungsgebiete im Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen sowie in der Karte der Wildniswälder in Nordrhein-Westfalen erfasst und veröffentlicht werden. Zudem ist der Schutzstatus als Naturschutzgebiet mit der Veröffentlichung festgelegt.

In der Anlage 01 der Bekanntmachung findet sich eine Tabelle der Wildnisentwicklungsgebiete. Die Tabelle listet 69 Wildnisentwicklungsgebiete auf. Die Anlagen 02 bis 69 umfassen Karten der Wildnisentwicklungsgebiete. Das größte Gebiet ist "Egge" im Regierungsbezirk Detmold mit acht Teilflächen und einer Gesamtfläche von 510,3 Hektar.

In den Wildnisgebieten ist die Nutzung von Holz untersagt. Das gilt nicht für Maßnahmen zur Verkehrssicherung sowie für die Entnahme nicht lebensraumtypischer Gehölze. 

Nordrhein-Westfalen ist eines der ganz wenigen oder sogar das einzige der Bundesländer, die den Wildnisbegriff als Schutzgebietskategorie eingeführt haben. 

Dienstag, 6. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Ordesa y Monte Perdido"

Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido befindet sich in den Zentralpyrenäen. Der Park umfasst einerseits die höchsten aus Kalksedimenten bestehenden Berge Europas und andererseits einige der größten Canyons Europas an der Südabdachung der Pyrenäen. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als fünfter Nationalpark der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido an der Reihe. 

Samstag, 3. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für die Weltenburger Enge in Bayern erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge in Bayern ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 2. März 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit drei Bedingungen sowie mit acht Empfehlungen.

Erste Bedingung:
Es soll eine Expertise eingeholt werden, wie im Rahmen des gesetzlich Möglichen die Anlandung privater Boote am rechten Ufer der Donau zwischen dem Weltenburger Bootssteg und Flusskilometer 2416 gestoppt bzw. wenigstens reguliert werden kann. Das Campieren sowie das Feuermachen soll im gesamten Gebiet verboten werden.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Nordrhein-Westfalen verordnet das Nationale Naturmonument Bruchhauser Steine

Mit der Verordnung vom 24. März 2017 über das Nationale Naturmonument Bruchhauser Steine (NNM-VO Bruchhauser Steine) hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen ein neues Schutzgebiet von nationaler Bedeutung geschaffen.

Gemäß §2 der Verordnung umfasst das Nationale Naturmonument eine von Silikatfelsen überragte Waldfläche einschließlich der im Gebiet liegenden kulturhistorischen Anlagen. Das Nationale Naturmonument bedeckt eine Fläche von ca. 23,7 Hektar. Es befindet sich in der Stadt Olsberg im Hochsauerlandkreis.

Gemäß der Präambel der Verordnung stellen die Bruchhauser Steine eine äußerst markante und hunderte Millionen Jahre alte Felsformation dar. Sie überragen den Istenberg um bis zu 92 Meter. Diese herausragende Naturerscheinung ist aus naturgeschichtlichen und kulturhistorischen Gründen und wegen der Seltenheit der auf ihnen vorkommenden Pflanzen von nationaler Bedeutung. Die Bruchhauser Steine stellen eines der bedeutendsten Geotope Deutschlands dar.

Sonntag, 28. Mai 2017

Spaniens Nationalpark "Timanfaya"

Der Nationalpark Timanfaya befindet sich auf der Insel Lanzarote, einer der sieben Hauptinseln der Kanaren im Atlantischen Ozean.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als vierter Nationalpark der Nationalpark Timanfaya an der Reihe.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Europarat will Europadiplom für Estlands Matsalu-Nationalpark erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Matsalu in Estland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 28. Mai 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit einer Bedingung sowie mit sechs Empfehlungen.

Zur Bedingung wurde gemacht, dass der Managementplan für den Zeitraum 2015 - 2024 in Kraft gesetzt sowie ausreichend finanziert wird. Rechtzeitig vor dem Auslaufen des Managementplans 2024 muss der Plan erneuert werden.

Montag, 22. Mai 2017

Spaniens Nationalpark "Sierra Nevada"

Der Nationalpark Sierra Nevada befindet sich im Zentrum des gleichnamigen Gebirges im Süden Spaniens. Die Sierra Nevada ist der höchste Teil der Betischen Kordilliere und gleichzeitig das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor. 

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als dritter Nationalpark der Nationalpark Sierra Nevada an der Reihe.

Freitag, 19. Mai 2017

Naturpark "Lago de Sanabria y Sierras Segundera y de Porto" in Spaniens Region Castilla y León umbenannt und vergrößert

Mit dem Gesetz 1/2017 vom 28. März 2017 hat die spanische Region Castilla y León den Naturpark Parque Natural Lago de Sanabria y alrededores (Zamora) in Parque Natural Lago de Sanabria y Sierras Segundera y de Porto (Zamora) umbenannt, die Fläche des Naturparks vergrößert und den Pflege-, Schutz- und Nutzungsplan verabschiedet.

Der jetzt vergrößerte Naturpark befindet sich im äußersten Nordwesten der Provinz Zamora und grenzt an die Provinzen Orense und León. Das Gebiet des Parks umfasst zum größeren Teil Mittel- und Hochgebirge mit einer Höhenlage um die 1.500 m ü NN sowie einigen Bergen über 2.000 m ü NN (Peña Trevinca, 2.127 m ü NN, Montalvo). Die im Park sich befindenden Feuchtgebiete sind glazialen Ursprungs und stellen eines der wichtigsten und vielgestaltigsten Beispiele für Feuchtgebiete dieses Typs auf der Iberischen Halbinsel dar. Der Lago de Sanabria (Sanabria-See) ist der größte See glazialen Ursprungs auf der Iberischen Halbinsel. Der See bedeckt eine Fläche von 318,7 Hektar und hat eine Tiefe von bis zu 51 Metern. Der Naturpark umfasst über 20 glaziale Seen.

Dienstag, 16. Mai 2017

Tiroler Lech ist Österreichs Naturpark des Jahres 2017

Der Verband der Naturparke Österreichs hat den Naturpark Tiroler Lech zum Naturpark des Jahres 2017 gewählt.

Der zweite Platz ging an den Naturpark Rosalia-Kogelberg im Burgenland. Den dritten Platz errang der Naturpark Südsteiermark im Bundesland Steiermark.

Besonders gelobt wurden beim Naturpark Tiroler Lech die Vielfalt an Bildungs- und Erholungsangeboten sowie die ausgewogenen und auf hohem Niveau angesiedelten Schutzmaßnahmen. 

Der Naturpark Tiroler Lech wurde im Jahr 2004 gegründet. Der Naturpark besteht vollumfänglich aus dem Naturschutzgebiet Tiroler Lechtal. 24 Gemeinden haben Flächen im Naturpark. Der Tiroler Lech gilt als der letzte Wildfluss der Nordalpen. Der Naturpark Tiroler Lech gilt als größtes zusammenhängendes Schutzgebiet im Talbereich Tirols. Die Fläche des Naturparks ist 41,38 km² groß. Der Naturpark erstreckt sich entlang des Verlaufs des Lechs von der Landesgrenze zu Vorarlberg bis zur Staatsgrenze zu Deutschland. Die Länge des Naturparks beträgt 62 Kilometer.     

In Österreich gibt es zur Zeit 48 Naturparks. Im Bundesland Tirol gibt es fünf Naturparks.

Samstag, 13. Mai 2017

Schweiz will staatenübergreifende Nationalparks ermöglichen

Die Schweiz will ermöglichen, dass sich zukünftige Nationalparks des Landes auch über Gebiete von angrenzenden Staaten erstrecken können.

Hierzu soll die Verordnung über die Pärke von nationaler Bedeutung (Pärkeverordnung, PäV) vom 7. November 2007 geändert werden. Artikel 16 Absatz 3bis der Pärkeverordnung wird hinzugefügt mit folgendem Wortlaut: "Höchstens die Hälfte der Kernzone kann im grenznahen Ausland liegen, sofern die Anforderungen nach den Absätzen 2 und 3 erfüllt sind".

Die geänderte Pärkeverordnung soll am 1. April 2018 in Kraft treten. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat die geänderte Pärkeverordnung vom 13.04.2017 bis zum 26.07.2017 in die Vernehmlassung (Anhörungsverfahren) geschickt.

Mittwoch, 10. Mai 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der atlantischen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2335 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der atlantischen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der atlantischen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Niederlande, Portugal, Spanien und Vereinigtes Königreich Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Sonntag, 7. Mai 2017

Aare-Hagneck-Kanal ist Schweizer Landschaft des Jahres 2017

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat den Aare-Hagneck-Kanal zur Schweizer Landschaft des Jahres 2017 gekürt.

Der Festakt fand am 6. Mai 2017 statt. Der Festakt war verbunden mit einer Tagung zum Thema "Energiewende und Landschaftsschutz - Kriterien der Vereinbarkeit". Beim Aare-Hagneck-Kanal handelt es sich um eine Energieinfrastrukturlandschaft.   

Der Preisempfänger sind die BKW Energie AG (Bern), der Energie Service Biel ESB und der Kanton Bern. Mit der Ernennung zur Landschaft des Jahres soll das Engagement zur sorgfältigen, umwelt- und landschaftsverträglichen Sanierung der Kraftwerke und Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen gewürdigt werden.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Schottland weist 42 wilde Gebiete (Wild Land Areas) aus

Die staatliche schottische Naturschutzorganisation Scottish Natural Heritage (SNH) hat im Juni 2014 eine Landkarte vorgelegt, in der 42 Gebiete, die sich weitgehehend in natürlichem Zustand befinden, verzeichnet sind (Wild Land Areas, WLAs).

Wild Land Areas repräsentieren die ausgedehntesten Gebiete in Schottland, die Wildnischarakter aufweisen. Obwohl die WLAs keine Schutzgebietskategorie darstellen, sind diese Gebiete von nationaler Bedeutung im Bezug auf die Raumplanung und Landentwicklung. Somit spielen die WLAs eine wichtige Rolle beim Schutz der Wildnis Schottlands    

Vor kurzem hat SNH ausführliche Beschreibungen aller 42 Gebiete veröffentlicht. Diese Gebiete sollen zukünftig bei raumwirksamen Planungen berücksichtigt werden. Die Gesamtfläche der WLAs beträgt 1.537.326 Hektar. Das sind 19,7 Prozent der Landfläche Schottlands.

SNG führt gerade eine Anhörung durch, mit der die Auswirkungen raumwirksamer Planungen auf die WLAs abgeschätzt werden sollen. Die WLAs werden in der Planungspolitik Schottlands als sehr empfindlich in Bezug auf jede Form der Einflussnahme durch den Menschen eingeschätzt. WLAs haben wenig bzw. keine Möglichkeiten, neue Entwicklungsprojekte ohne Schaden aufzunehmen.

Dies sind die 42 WLAs in Schottland:

Montag, 1. Mai 2017

Spaniens Nationalpark "Caldera de Taburiente"

Der Nationalpark Caldera de Taburiente befindet sich auf der Insel La Palma, einer der sieben Hauptinseln der Kanaren im Atlantischen Ozean.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als zweiter Nationalpark der Nationalpark Caldera de Taburiente an der Reihe.

Freitag, 28. April 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der kontinentalen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2334 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der kontinentalen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der kontinentalen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien, Schweden und Tschechien Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Dienstag, 25. April 2017

Brandenburg verordnet Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung im Naturpark Westhavelland

Mit der sechsten Verordnung zur Festsetzung von Erhaltungszielen und Gebietsabgrenzungen für Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 6. Februar 2017 hat das Bundesland Brandenburg die FFH-Gebiete festgesetzt, die vollständig oder anteilig im Naturpark Westhavelland liegen.

Dies sind die rechtlichen Hintergründe:

Gemäß §7 Bundesnaturschutzgesetz sind Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) aufgenommenen Gebiete...

Gemäß §32(2) Bundesnaturschutzgesetz sind die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG aufgenommenen Gebiete zu geschützten Teilen von Natur und Landschaft zu erklären.

Gemäß §32(4) Bundesnaturschutzgesetz kann die Unterschutzstellung unterbleiben, soweit nach gebietsbezogenen Bestimmungen des Landesrechts ein gleichwertiger Schutz gewährleistet ist.

Gemäß §14(3) des Brandenburgischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz wird das für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Mitglied der Landesregierung ermächtigt, durch Rechtsverordnung die für das FFH-Gebiet festzulegenden gebietsspezifischen Erhaltungsziele sowie die Gebietsabgrenzung festzusetzen, wenn nach §32(4) des Bundesnaturschutzgesetzes eine Unterschutzstellung unterbleiben kann.

Diese Bestimmung ist im Falle der FFH-Gebiete im Naturpark Westhavelland wirksam geworden. Deshalb werden diese FFH-Gebiete nicht als eigenständige Schutzgebiete gemäß nationalem Recht ausgewiesen. Es werden lediglich durch Rechtsverordnung die Erhaltungsziele und die Gebietsabgrenzung festgesetzt.   

Im Naturpark Westhavelland befinden sich 17 FFH-Gebiete wie folgt:

Samstag, 22. April 2017

Spaniens Nationalpark "Aigüestortes y Lago de San Mauricio"

Der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio befindet sich in der Region Katalonien und in den Pyrenäen.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Den Anfang macht der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio.

Mittwoch, 19. April 2017

"Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts" ist Frankreichs 45. Ramsar-Gebiet

Frankreich hat am 02. Februar 2017 das Gebiet Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts als Ramsar-Gebiet gemeldet und damit als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung bestimmt.

Die Meldung an das Sekretariat der Ramsar-Konvention, des internationalen Übereinkommens über Feuchtgebiete, erfolgte am internationalen Tag des Feuchtgebiets (World Wetlands Day), der jedes Jahr am 02. Februar begangen wird.

Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts ist bereits das 45. Ramsar-Gebiet Frankreichs. Es hat die Ramsar-Gebietsnummer 2283. Das neue Ramsar-Gebiet ist 55.826 Hektar groß. Es befindet sich an der Atlantikküste in der Region Pays de la Loire und umfasst ein wichtiges Vorkommen von Küstensümpfen und von Küstenlandschaften, die durch die Gezeiten geprägt sind. Die 45 Ramsar-Gebiete Frankreichs umfassen nun eine Fläche von 3.625.472 Hektar. 

Das Gebiet ist Teil einer Kette von Küsten-Feuchtgebieten, die für den Schutz von salz-toleranten Habitaten und Arten von Bedeutung sind. Im Gebiet gibt es 16 Habitate, die in der FFH-Richtlinie der EU als prioritäre Arten genannt sind. 

Das Gebiet ist ein Schwerpunkt (Hotspot) der Biodiversität. Dort halten sich 60.000 Wasservögel auf. Im Gebiet wird Fischerei betrieben und Salz produziert. Es ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Es gibt ausgereifte Regelungen zur Minimierung der Auswirkungen des Tourismus auf das Gebiet.      

Sonntag, 16. April 2017

EU veröffentlicht achte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der pannonischen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2333 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer achten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der pannonischen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Tschechische Republik, Rumänien, Slowakei und Ungarn Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2008/26/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2368 der Kommission.

Die achte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedstaaten zwischen dem 16. Januar 2015 und dem 31. Januar 2016 übermittelt worden sind.

Die Liste umfasst die folgenden Daten:
  • Gebietscode
  • Bezeichnung des Gebiets
  • Vorhandensein von einem oder mehreren prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder einer oder mehrerer prioritärer Arten im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG
  • Fläche des Gebiets in Hektar
  • Länge des Gebiets in Kilometer (wo sinnvoll)
  • Geographische Koordinaten 

   

Donnerstag, 13. April 2017

14 neue FFH-Gebiete in Vorarlberg durch Beschluss der EU vom 09.12.2016

Die Europäische Union hat am 23. Dezember 2016 eine zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete des Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 für die alpine biogeographische Region veröffentlicht.

Hierbei gab es für das österreichische Bundesland Vorarlberg einen Zuwachs von 14 neuen FFH-Gebieten gegenüber der neunten aktualisierten Liste . Besonders hervor sticht das neue FFH-Gebiet Ifen mit einer Fläche von 2.466,72 Hektar. Die anderen neuen FFH-Gebiete sind alle unter 100 Hektar groß. Das FFH-Gebiet Ifen umfasst eine der großartigsten Karstlandschaften der Alpen (Hoher Ifen und Gottesackerplateau) und grenzt unmittelbar an ein FFH-Gebiet in Deutschland.  

Der Gebietscode der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete) im Bundesland Vorarlberg beginnt mit "AT34". Dies sind die neuen FFH-Gebiete in Vorarlberg:

Montag, 10. April 2017

Die Ramsar-Gebiete in Belgien

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Belgiens aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Belgiens befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Belgien ist die Ramsar-Konvention am 4. Juli 1986 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit neun Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 46.944 Hektar. In Belgien gibt es zur Zeit ein staatenübergreifendes Ramsar-Gebiet (Transboundary Ramsar Site). Dies ist Vallée de la Haute-Sûre (Belgien, Luxemburg).

Das größte Ramsar-Gebiet ist Vallée de la Haute-Sûre mit einer Fläche von 29.000 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Grotte des Emotions mit einer Fläche von 3 Hektar.

Die Ramsar-Gebiete Belgiens im Einzelnen:

Freitag, 7. April 2017

Ruhezonen in Frankreichs Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute Chaîne du Jura

Mit einem Erlass des Präfekten des Departements Ain vom 27. Januar 2017 sind für das im Französischen Jura gelegene Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute chaîne du Jura mehrere Ruhezonen für die wild lebenden Tiere ausgewiesen worden.

Die Ruhezonen (Zones de Quiétude de la Faune Sauvage) wurden erforderlich, um die Auswirkungen der Freizeitaktivitäten auf empfindliche Tierarten, vor allem den Auerhahn, zu minimieren. In den Ruhezonen sind Freizeitaktivitäten (Wandern, Schneeschuhwandern, Skifahren) in der Zeit vom 15. Dezember bis zum 30. Juni eines Jahres verboten. Offen bleiben jedoch bestimmte Wege, die eigens gekennzeichnet sind. Diese Wege wurden so gelegt, dass sie die Störungen der wild lebenden Tiere minimieren und gleichzeitig attraktive Freizeitmöglichkeiten schaffen.    

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura ist das viertgrößte Naturschutzgebiet Frankreichs (ohne die Übersee-Départements). Es umfasst eine Fläche von 10.909 Hektar (somit mitteleuropäische Nationalparkgröße) und erstreckt sich über 40 Kilometer Länge im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Grenze zur Schweiz (Kantone Genf und Waadt) liegt unweit östlich des Naturschutzgebiets.

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura deckt die östlichste, schmalste und zugleich höchste Kette des Französischen Jura ab. Der höchste Punkt ist der Crêt de la Neige, 1.720 m ü NN. 

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura wurde mit der Verordnung (Décret) Nr. 93-261 des Französisichen Umweltministeriums vom 26. Februar 1993 geschaffen. 
Haute-Chaîne du Jura

Dienstag, 4. April 2017

Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue legt Naturdynamikbereiche fest

Die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue hat mit Datum vom 18.10.2016 (veröffentlicht im Niedersächsischen Ministerialblatt 1/2017) eine Allgemeinverfügung zur Bestimmung von Naturdynamikbereichen im Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" erlassen.

Das Gesetz über das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" (NElbtBRG) legt im §7 (Besonderer Schutzzweck des Gebietsteils C), Absatz 2, Satz 1, fest:

"Die Biosphärenreservatsverwaltung bestimmt Flächen, die im Gebietsteil C des Biosphärenreservats liegen und sich im Eigentum des Landes befinden, zu Naturdynamikbereichen. Naturdynamikbereiche sind für das Biosphärenreservat beispielhafte Lebensräume, in denen ein möglichst ungestörter Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet wird. Mindestens 3 vom Hundert der Fläche des Biosphärenreservats sind zu Naturdynamikbereichen zu bestimmen".

Die Naturdynamikbereiche entsprechen somit den Kernzonen eines Unesco-Biosphärenreservats. Insgesamt wurden 11 Naturdynamikbereiche festgesetzt.

Dies sind die einzelnen Naturdynamikbereiche:

Samstag, 1. April 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der alpinen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss EU 2016/2332 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der alpinen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der alpinen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien und Spanien Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Mittwoch, 29. März 2017

Hessen weist Naturpark Meißner-Kaufunger Wald neu aus

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den Naturpark Meißner-Kaufunger Wald mit einer Erklärung zum Naturpark vom 16. Januar 2017 neu ausgewiesen und erweitert.

Die Erklärung wurde im Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 6/2017 veröffentlicht. Mit der Neuausweisung des Naturparks ist die Erklärung zum Naturpark vom 28. Juni 2006 überholt. Sie wurde aufgehoben.

Alle bebauten Flächen innerhalb der Gebietskulisse sind nicht Bestandteil des Naturparks. Der Naturpark ist in der Öffentlichkeit durch Schilder zu kennzeichnen. Träger des Naturparks ist der Zweckverband "Meißner-Kaufunger Wald" mit Sitz in Eschwege. 

Die rechtlichen Anforderungen zur Erklärung eines Naturparks gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz und gemäß dem Hessischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz sind für den Meißner-Kaufunger Wald erfüllt. 

Sonntag, 26. März 2017

Biosphärenreservate im Vereinigten Königreich

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Biosphärenreservate des Vereinigten Königreichs aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Biosphärenreservaten des Vereinigten Königreichs befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt.

Biosphärenreservate gehören zum MAB (man and biosfere) Programm der UNESCO. Das Programm wurde im Jahr 1971 gestartet.

Im Vereinigten Königreich gibt es zur Zeit sechs Biosphärenreservate, die im Rahmen des MAB-Programms der Unesco anerkannt sind. Sie umfassen eine Fläche von 2.160.684 Hektar. 

Das größte Biosphärenreservat ist Wester Ross in Schottlang mit einer Fläche von 529.904 Hektar. Das kleinste Biosphärenreservat ist Brighton & Lewes Downs in England mit einer Fläche von 38.921 Hektar. 

Die Biosphärenreservate des Vereinigten Königreichs im Einzelnen:

Donnerstag, 23. März 2017

Die Ramsar-Gebiete in Spanien

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Spaniens aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Spaniens befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Spanien ist die Ramsar-Konvention am 4. September 1982 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit 74 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 303.090 Hektar. In Spanien gibt es zur Zeit keine staatenübergreifenden Ramsar-Gebiete (Transboundary Ramsar Sites). 

Das größte Ramsar-Gebiet ist Doñana mit einer Fläche von 111.646 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Lago de Caicedo-Yuso y Salinas de Añana mit einer Fläche von 26 Hektar.

Das jüngste Ramsar-Gebiet ist Lagunas de Ruidera in der Region Castilla-La Mancha. Es wurde im Jahr 2012 gemeldet.

Die Ramsar-Gebiete Spaniens im Einzelnen:

Montag, 20. März 2017

Bundesland Salzburg schafft gesetzliche Grundlage für die Schutzgebietskategorie Biosphärenpark

Mit dem Gesetz vom 9. November 2016, mit dem das Salzburger Naturschutzgesetz 1999 geändert wird, hat das österreichische Bundesland Salzburg die Schutzgebietskategorie des Biosphärenparks in sein Naturschutzgesetz aufgenommen.

Der Biosphärenpark wird im neuen Unterabschnitt 8a. und im neuen Paragraph 23a des Salzburger Naturschutzgesetzes geregelt. 

Gemäß der neuen gesetzlichen Regelung kann die Landesregierung Biosphärenparks durch Verordnung erklären. Die Verordnung soll sich nur auf Gebiete beziehen, die als Biosphärenreservate der UNESCO anerkannt sind. Die gebietsmäßig berührten Gemeinden müssen gehört werden. Die Biosphärenparks müssen für Österreich repräsentative Natur- und Kulturlandschaftsräume enthalten. Wesentliche Teile der Biosphärenparks müssen als Naturschutzdenkmäler, geschützte Landschaftsteile, Landschaftsschutzgebiete, Naturschutzgebiete, Nationalparke und/oder Europaschutzgebiete bereits geschützt sein.

Biosphärenparke gliedern sich gemäß dem geänderten Salzburger Naturschutzgesetz in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen.

Im Bundesland Salzburg gibt es bereits einen Biosphärenpark. Dies ist der bundesländerübergreifende Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge mit einer Fläche von 149.000 Hektar. Dieser Biosphärenpark besitzt im Bundesland Salzburg bisher keinen naturschutzrechtlichen Schutzstatus. Er ist lediglich in der Raumordnung festgelegt. Mit dem geänderten Salzburger Naturschutzgesetz steht nun einer eigenen Verordnung für den Salzburger Teil des Biosphärenparks nichts mehr im Wege.        

 

Freitag, 17. März 2017

Neues Naturschutzgebiet Allermöher Wiesen in Hamburg

Mit der Verordnung vom 10. Januar 2017 hat das Bundesland Hamburg das Naturschutzgebiet Allermöher Wiesen ausgewiesen. 

Die Naturschutzverordnung bezweckt den Schutz der Allermöher Marsch, einer von Grünlandnutzung geprägten, weiträumigen und offenen Kulturlandschaft. Zudem soll der Alte Billwerder Bahndamm mit seinen Trockenlebensräumen erhalten, entwickelt und wiederhergestellt werden.

Das Naturschutzgebiet Allermöher Wiesen befindet sich in den Gemarkungen Allermöhe und Billwerder. Die Fläche des Naturschutzgebiets beträgt 106 Hektar. Das neue Naturschutzgebiet bildet den Lückenschluss zwischen den bestehenden Naturschutzgebieten Die Reit und Boberger Niederung.

In Hamburg gibt es jetzt insgesamt 33 Naturschutzgebiete. Ihre Fläche beträgt 6.841 Hektar. Damit sind in Hamburg jetzt mehr als neun Prozent der Landesfläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das ist mehr als in jedem anderen deutschen Bundesland.

In der laufenden Legislaturperiode plant der Hamburger Senat noch die Ausweisung zweier weiterer Naturschutzgebiete. Dabei handelt es sich um die Neuländer Moorwiesen an der Süderelbe im Bezirk Harburg mit einer Fläche von ca. 255 Hektar und um das Gebiet Duvenwischen in Volksdorf mit einer Fläche von 43 Hektar.  

Dienstag, 14. März 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der borealen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2331 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der borealen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der borealen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Schweden Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der borealen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2005/101/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2371 der Kommission.

Die zehnte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedstaaten zwischen dem 16. Januar 2015 und dem 31. Januar 2016 übermittelt worden sind.

Die Liste umfasst die folgenden Daten:
  • Gebietscode
  • Bezeichnung des Gebiets
  • Vorhandensein von einem oder mehreren prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder einer oder mehrerer prioritärer Arten im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG
  • Fläche des Gebiets in Hektar
  • Länge des Gebiets in Kilometer (wo sinnvoll)
  • Geographische Koordinaten     

Samstag, 11. März 2017

Ramsar-Gebiete in Europa

1.087 Ramsar-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 27.811.130 Hektar gibt es zur Zeit in Europa

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Die Ramsar-Konvention ist das älteste der modernen zwischenstaatlichen Übereinkommen zum Schutz der Natur. Es wurde im Jahr 1971 in der iranischen Stadt Ramsar ausgehandelt und trat im Jahr 1975 in Kraft.

Weltweit gibt es zur Zeit 169 Vertragsstaaten und 2.260 gemeldete Ramsar-Gebiete. Sie bedecken eine Gesamtfläche von 215.276.293 Hektar. Fast alle Staaten Europas haben die Ramsar-Konvention unterzeichnet und somit mindestens ein Feuchtgebiet auf ihrem Territorium als Ramsar-Schutzgebiet gemeldet.

Drei Staaten in Europa haben die Ramsar-Konvention bisher nicht unterzeichnet. In diesen Staaten gibt es somit kein Ramsar Gebiet:
Kosovo, San Marino und Vatikanstadt. 

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Staaten Europas mit den folgenden Daten aufgelistet:
  • Name
  • Fläche
  • Einwohner
  • Datum der Unterzeichnung der Ramsar-Konvention
  • Anzahl Ramsar-Gebiete
  • Gesamtfläche der gemeldeten Ramsar-Gebiete.
Artikel in diesem Blog, die sich mit den Ramsar-Gebieten einzelner Staaten befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt. Der Inhalt des heutigen Posts wird regelmäßig aktualisiert.

Der europäische Staat mit den meisten Ramsar-Gebieten ist das Vereinigte Königreich. Dort gibt es zur Zeit 174 Ramsar-Gebiete. Das Land mit der größten Ramsar-Fläche ist Russland mit 10.323.767 Hektar an Ramsar-Gebieten. Allerdings sind hier auch die Gebiete in Asien dabei. Auch bei Frankreich (3.623.749 Hektar), Dänemark (2.315.395 Hektar) und beim Vereinigten Königreich (1.281.989 Hektar) sind außereuropäische Gebiete dabei. Rumänien hat 1.156.448 Hektar Ramsar-Fläche, die sich ausschließlich in Europa befinden.

Beim Thema der Zugehörigkeit der einzelnen Staaten zu Europa orientieren wir uns hier in diesem Blog an den Angaben, die auf der Website der Ramsar-Konvention gemacht werden.

Die europäischen Staaten in Einzelnen: