Samstag, 9. Dezember 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Bulgarien

Bulgarien besitzt neun Flächen mit einer Größe von insgesamt 10.988,91 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands).

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas).

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Zu den neun Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Bulgarien. Dies ist bereits die dritte Unesco-Weltnaturerbestätte in Bulgarien. 

Die Flächen der Welterbestätte Buchenwälder in Bulgarien im Einzelnen:


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Marais de Sacy ist das 47. Ramsar-Gebiet Frankreichs

Frankreich hat am 9. Oktober 2017 das Gebiet Marais de Sacy als Ramsar-Gebiet im Rahmen des internationalen Übereinkommens über Feuchtgebiete gemeldet. Dies ist bereits das 47. Ramsar-Gebiet Frankreichs.

Die Gebietsnummer des neuen Ramsar-Gebiets ist 2312. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 1.073 Hektar und hat die Koordinaten 49°20'N 02°33'E. Das Gebiet befindet sich im Norden Frankreichs in der Region Hauts-de-France sowie im Departement Oise nahe den Agglomerationen Clermont, Compiègne und Creil (ca. 50 Kilometer nördlich von Paris).

Marais de Sacy ist ein riesiges Feuchtgebiet sowie ein alkalisches Moorgebiet, das einen großen ökologischen sowie kulturellen Wert besitzt. Das Gebiet ist auch für die Forschung und für die Lehre wichtig.

Das Feuchtgebiet hat eine große Bedeutung für den Schutz gefährdeter Arten in der atlantischen biogeographischen Region. Das Gebiet ist die Heimat mehrerer Arten, die weltweit gefährdet sind. Es ist auch ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Die Ramsar-Gebiete in Estland

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Estlands aufgelistet. Frühere und zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten befassen, sind und werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Estland ist die Ramsar-Konvention am 29. Juli 1994 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit 17 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 304.778 Hektar. Das sind 6,7 Prozent der Staatsfläche. 

Das größte Ramsar-Gebiet ist Matsalu Nature Reserve mit einer Fläche von 48.610 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Laidevahe mit einer Fläche von 2.424 Hektar.

Die Ramsar-Gebiete Estlands im Einzelnen (englische Bezeichnung):

Donnerstag, 30. November 2017

Deutschland verordnet sechs neue Naturschutzgebiete in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Nord- und Ostsee

Mit Wirkung vom 28. September 2017 hat das deutsche Bundesumweltministerium sechs neue Naturschutzgebiete in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Nord- und Ostsee (jenseits der 12-Seemeilenzone) verordnet. Mit den neuen Naturschutzgebieten erklärt Deutschland bestehende EU-Natura 2000-Gebiete als Schutzgebiete gemäß nationalem Recht.

Das Bundesamt für Naturschutz ist die zuständige Behörde für den Meeresnaturschutz in der ausschließlichen Wirtschaftszone. Die Veröffentlichung der Verordnungen erfolgte im Bundesgesetzblatt, Teil I, Nr. 63/2017 vom 27.09.2017.

Dies sind die sechs Verordnungen über neue Naturschutzgebiete:

Montag, 27. November 2017

Biosphärenreservat Marismas de Odiel in Andalusien wurde vergrößert

Der Internationale Koordinierungsrat (International Coordinating Council) des MAB-Programms der Unesco hat bei seiner 29. Sitzung vom 12. bis 15. Juli 2017 in Paris dem Vorschlag zur Vergrößerung des Biosphärenreservats Marismas de Odiel in Andalusien zugestimmt.

Die Vergrößerung des Biosphärenreservats Marismas de Odiel festigt die Werte, die am 21.04.1983 zur Anerkennung geführt haben. Zudem kommen weitere Werte des Gebiets hinzu, die die natürliche Einzigartigkeit des Gebiets herausstreichen. Mit der Vergrößerung hat das Biosphärenreservat eine Fläche von 18.875 Hektar (ursprünglich 7.158 Hektar).

Die Kernzone ist 1.051 Hektar groß. Die Pflegezone hat eine Größe von 5.699 Hektar. Die Entwicklungszone ist 12.126 Hektar groß. Darin enthalten ist eine Meeresfläche von 6.429 Hektar und eine Landfläche von 5.697 Hektar. Anteil am Biosphärengebiet haben nun die Gemeinden Aljaraque, Huelva, Gibraleón, Cartaya und Punta Umbría, deren Bevölkerung zusammen 34.791 erreicht.

Das Biosphärenreservat Marismas de Odiel befindet sich in der Provinz Huelva an der Atlantikküste am Golf von Cadiz und am Mündungsgebiet der Flüsse Tinto und Odiel. Das Gebiet ist auch ein Naturpark (paraje natural) (der erste paraje natural in Andalusien in 10/1984), ein Ramsar-Gebiet, ein FFH-Gebiet sowie ein Vogelschutzgebiet. 

Andalusien besitzt zur Zeit neun Biosphärenreservate.

Freitag, 24. November 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Spanien

Spanien besitzt sechs Flächen mit einer Größe von insgesamt 885,57 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands).

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas).

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Zu den neun Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Spanien. Dies ist bereits die sechste Unesco-Weltnaturerbestätte in Spanien.

Die Flächen der Welterbestätte Buchenwälder in Spanien im Einzelnen:

Dienstag, 21. November 2017

Massaciuccoli Lake and Marsh in der Toskana ist Italiens 54. Ramsar-Gebiet

Italien hat das Feuchtgebiet Massaciuccoli Lake and Marsh an der nördlichen Küste der Toskana am 22.06.2017 als Ramsar-Gebiet gemeldet. Ramsar ist das internationale Abkommen über Feuchtgebiete. Dies ist bereits das 54. Ramsar-Gebiet in Italien.

Das neue Ramsar-Gebiet hat die Gebietsnummer 2311. Seine Größe beträgt 11.135 Hektar. Die Koordinaten sind 43°46'N 10°18'E. Die italienische Bezeichung des Gebiets ist Lago e palude di Massaciuccoli. Die nächste Stadt ist Pisa. 

Es handelt sich um ein flaches Mischwald-Ökosystem. Der Boden wird sowohl durch Sedimentation als auch durch Erosion geformt, die durch den Wind und die Flüsse Arno und Serchio noch verstärkt wird. 

Das Ramsar-Gebiet umfasst die Unterläufe von Arno und Serchio, die Feuchtgebiete des alten Arno-Deltas, den Massaciuccoli-See sowie Inseln, die aus Wurzelwerk bestehen. Feuchtgebiete dieser Größenordnung sind in den Küstenebenen des Mittelmeers sehr selten.

Das Gebiet beherbergt eine große Vielfalt an Lebensgemeinschaften und viele Arten, darunter endemische Arten. Das Gebiet ist zudem ein wichtiger Rastplatz sowie ein Überwinterungsgebiet für hunderte Vogelarten. Das Gebiet dient auch als Kohlenstoffspeicher, als Sedimentrückhalteraum, als Frischwasserspeicher sowie zur Erholung und für den Natur-Tourismus. 

Das neue Ramsar-Gebiet ist auch ein Unesco-Bioshärenreservat sowie ein Natura 2000-Gebiet.   

Samstag, 18. November 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Kroatien

Kroatien besitzt drei Flächen mit einer Größe von insgesamt 3.320,89 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and the Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands). 

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas).

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Zu den neun Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Kroatien. Dies ist bereits die zweite Unesco-Weltnaturerbestätte in Kroatien.

Die Flächen der Welterbestätte Buchenwälder in Kroatien im Einzelnen:

Hajdučki i Rožanski kukovi, Gebiet Velebit, Fläche 1.289,11 Hektar, Koordinaten: N:4°45'59"
E:15°0'39", Pufferzonenfläche 9.869,25 Hektar


Paklenica National Park - Suva draga-Klimenta, Gebiet Dinarische Alpen, Fläche 1.241,04 Hektar, Koordinaten N:44°20'26" E:15°30'1", Pufferzonenfläche 414,76 Hektar

Paklenica National Park - Oglavinovac-Javornik, Gebiet Dinarische Alpen, Fläche 790,74 Hektar, Koordinaten N:44°23'4" E:15°26'59", Pufferzonenfläche 395,35 Hektar

Hier gibt es eine Übersicht über die Unesco-Weltnaturerbestätten in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Welterbestätten befassen, verlinkt. 
 

Mittwoch, 15. November 2017

Die Schutzgebiete mit Auszeichnung durch das Europadiplom

Der im Jahr 1949 gegründete Europarat vergibt seit dem Jahr 1965 das Europadiplom für Schutzgebiete, die von europäischer Bedeutung sind.

Zur Zeit gibt es 74 Schutzgebiete mit Europadiplom. Sie verteilen sich auf 29 Staaten. Ein Gebiet ist transnational (Deutschland/Luxemburg). Die ersten Gebiete mit Europadiplom waren Hautes Fagnes Nature Reserve (Belgien), Camargue National Reserve (Frankreich) und der Peak District National Park (Vereinigtes Königreich).

Nachfolgend sind die einzelnen Schutzgebiete mit Europadiplom aufgelistet, sortiert nach den einzelnen Staaten des Europarats. Bei den einzelnen Schutzgebieten sind Links zu Artikeln in diesem Blog gesetzt, die sich mit dem Europadiplom der einzelnen Schutzgebiete befassen. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt. Die Schutzgebiete werden hier jeweils mit dem vom Europarat verwendeten englischen Namen aufgelistet.

Sonntag, 12. November 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Slowenien

Slowenien besitzt zwei Flächen mit einer Größe von insgesamt 794,74 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturebestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and the Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands).

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas). 

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Zu den neun Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Slowenien. Dies ist bereits die zweite Unesco-Weltnaturerbestätte in Slowenien.

Die Flächen der Welterbestätte Buchenwälder in Slowenien im Einzelnen:

Donnerstag, 9. November 2017

Hessen weist Naturpark Lahn-Dill-Bergland neu aus

Den Naturpark Lahn-Dill-Bergland gibt es seit dem Jahr 2007. Mit einer Erklärung vom 18. September 2017 (veröffentlicht im Staatsanzeiger für das Land Hessen 41/2017 vom 9. Oktober 2017) hat das hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Lahn-Dill-Bergland nun zum zweiten Mal zum Naturpark erklärt.

Das Lahn-Dill-Bergland ist einer von zur Zeit zwölf Naturparks in Hessen. Im Jahr 2007 war dies der elfte Naturpark in Hessen. Das Lahn-Dill-Bergland befindet sich zwischen den Städten Gießen und Siegen.

In der neuen Erklärung von 2017 wird in sechs Punkten ausführlich begründet, warum für das Lahn-Dill-Bergland die rechtlichen Anforderungen zur Erklärung eines Naturparks vorliegen:

Die Flächengröße des Naturparks Lahn-Dill-Bergland beträgt 83.090 Hektar. Der Anteil unzerschnittener, verkehrsarmer Räume über 2.500 Hektar liegt mit 29.462 Hektar bei 35.5 Prozent der Gesamtfläche des Naturparks.

Innerhalb der Naturparkkulisse sind 34.853 Hektar als Schutzgebietsfläche ausgewiesen. Die maßgeblichen Schutzgebietskategorien haben einen Anteil an der Gesamtfläche des Naturparks von 42 Prozent.

Der Naturpark wird u.a. geprägt durch die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft, durch die namensgebenden Flüsse Lahn und Dill und durch historische Dörfer und Städte mit ihren Fachwerkhäusern.

Das Lahn-Dill-Gebiet hat eine ungewöhnliche Vielfalt an Erzen und Mineralien zu bieten. Grund ist ein intensiver Vulkanismus, der sich vor Millionen von Jahren zugetragen hat. Relikte des Eisenbergbaus und der Eisenerzverhüttung sind prägender Bestandteil und ein Alleinstellungsmerkmal des Naturparks Lahn-Dill-Bergland.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Naturparks ist die Waldbewirtschaftungsform der Niederwaldbewirtschaftung (Hauberge).

Die überwiegend ländlich geprägte, strukturschwache Region des Lahn-Dill-Berglandes soll vom Naturpark profitieren.  

    

Montag, 6. November 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Albanien

Albanien besitzt zwei Flächen mit einer Größe von insgesamt 3.390,97 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and the Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands). 

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas).

Die Gesamtfläche der Weltnaturebestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Zu den neuen Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Albanien. Dies ist die erste und bisher einzige Unesco-Weltnaturerbestätte in Albanien.

Die Flächen der Welterbestätte Buchenwälder in Albanien im Einzelnen:

Freitag, 3. November 2017

Reinhardswald ist der zwöflte Naturpark in Hessen

Mit einer Erklärung vom 18. September 2017 (veröffentlicht im Staatsanzeiger für das Land Hessen 41/2017 vom 9. Oktober 2017) hat das hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Reinhardswald als Naturpark ausgewiesen.

Der Reinhardswald ist bereits der zwölte Naturpark in Hessen. Der Reinhardswald befindet sich im nördlichsten Teil des Landkreises Kassel.

In der Erklärung wird in acht Punkten ausführlich begründet, warum für den Reinhardswald die rechtlichen Anforderungen zur Erklärung eines Naturparks vorliegen:

Die Flächengröße des Naturparks Reinhardswald beträgt 44.851 Hektar. Der Anteil unzerschnittener, verkehrsarmer Räume über 2.500 Hektar liegt mit 18.222 Hektar bei 40,6 Prozent der Gesamtfläche des Naturparks.

Innerhalb der Naturparkkulisse sind 18.268 Hektar als Schutzgebietsfläche ausgwiesen. Die maßgeblichen Schutzgebietskategorien haben einen Anteil an der Gesamtfläche des Naturparks von 40,7 Prozent. 

Der Reinhardswald ist mit einer Fläche von über 20.000 Hektar eine der größten Waldflächen und eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Der Reinhardswald ist innerhalb Hessens das größte in sich geschlossene Waldgebiet.

Im Naturpark Reinhardswald befindet sich mit dem "Urwald Sababurg" das älteste Naturschutzgebiet Hessens und eines der ältesten Deutschlands.

Der Tierpark Sababurg ist einer der ältesten und einer der größten Wildparke Europas.

Der Naturpark ist reich an Kulturgütern, z.B. die Sababurg, die Barockstadt Bad Karlshafen, die Trendelburg, die Wallfahrtskirche in Gottsbüren und der Carlsbahntunnel.

Im Reinhardswald gibt es ca. 360 Kilometer markierte Wanderwege.

Die über 200 Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm ranken sich auch um Natur- und Kulturdenkmäler im Reinhardswald.  
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Dienstag, 31. Oktober 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Italien

Italien besitzt zehn Flächen mit einer Größe von insgesamt 2.127,3 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and the Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands).

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas).

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar. 

Zu den neun Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Italien. Dies ist die fünfte Unesco-Weltnaturerbestätte in Italien.

Die Flächen der Welterbestätte Buchenwälder in Italien im Einzelnen:

Samstag, 28. Oktober 2017

Strausbergmoos im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen bei Sonthofen

Das Strausbergmoos bei Sonthofen ist ein bedeutendes Hochmoor in der Daumengruppe der Allgäuer Alpen.

Die Außengrenze des großen Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen, das weite Teil des Allgäuer Hauptkamms und seiner Seitenkämme umfasst, beschreibt im Bereich des Strausbergmoos einen großen Bogen, um auch noch dieses bedeutende Moor zu schützen.

Das Strausbergmoos liegt in einer Hochflächenmulde zwischen dem Imberger Horn, 1.656 m ü NN, im Nordosten und dem Sonthofner Hörnle, 1.525 m ü NN, im Südwesten. Das Moor selbst ist kaum zugänglich. Jedoch kann man von den Forst- und Alpwegen, die in erhöhter Position um das Moor herumführen, manchen Blick in das Gebiet werfen.

Das Strausbergmoos ist Bestandteil des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen, 20.796,642 Hektar, des FFH-Gebiets Allgäuer Hochalpen, 21.222,8991 Hektar und des Vogelschutzgebiets Allgäuer Hochalpen, 20.797,75455 Hektar.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Erneuerung des Europadiploms für bulgarischen Central Balkan Nationalpark in Sicht

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung vom 8. März 2017 in Straßburg beschlossen, vor einer Erneuerung des Europadiploms für den Central Balkan Nationalpark in Bulgarien einen neuen Vor-Ort-Termin durchzuführen.

Der Central Balkan Nationalpark gehört zu aktuell vier Europadiplom-Gebieten, bei denen das beratende Komitee eine besondere Vorsicht bei der zukünftigen Erneuerung des Europadiploms beschlossen hat. Die Erneuerung des Europadiploms für den Central Balkan Nationalpark ist seit dem Jahr 2014 offen.

Das hängt vor allem damit zusammen, dass zunächst entgegen der Bedingungen des Europarats kein offizieller Managementplan für das Gebiet beschlossen worden ist. Erst im Zusammenhang mit dem offiziellen Jahresreport 2016 für den Central Balkan Nationalpark wurde der Managemantplan nun dem Europarat zugeschickt. 

Nach einer Durchsicht des Managementplans hat der unabhängige Experte bestätigt, dass dieser Plan den Anforderungen des Europadiploms für Schutzgebiete genügt. Allerdings fand der letzte Besuch vor Ort im Jahr 2013 statt. Deshalb ist es nicht klar, inwieweit die damals ausgesprochenen Bedingungen und Empfehlungen des Europarats umgesetzt bzw. noch relevant sind. Ein erneuter Besuch vor Ort als Voraussetzung für die Erneuerung des Europadiploms wurde deshalb beschlossen.

Der Central Balkan National Park (Национален парк Централен Балкан) befindet sich im Zentrum Bulgariens. Der im Jahr 1991 gegründete Nationalpark umfasst eine Fläche von 717 km². Im Nationalpark gibt es u.a. wertvolle Buchenwälder, die im Jahr 2017 in die serielle Unesco-Welterbestätte "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder" aufgenommen worden sind. Der höchste Punkt des Nationalparks ist der Berg Botev mit einer Höhe von 2.376 m ü NN.  


Sonntag, 22. Oktober 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Belgien

Belgien besitzt fünf Flächen mit einer Größe von insgesamt 269,31 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and the Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands).

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas). 

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Zu den neun Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Belgien. Dies ist die erste und bisher einzige Unesco-Weltnaturerbestätte in Belgien. 

Die Flächen in Belgien im Einzelnen:

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Albanyà in Spanien ist neues Schutzgebiet des dunklen Nachthimmels (Dark Sky Park)

Die in den USA beheimatete Organisation International Dark-Sky Association (ida), (Internationale Organisation des dunklen Nachthimmels) hat im Juli 2017 die Landschaft um die spanische Gemeinde Albanyà als International Dark Sky Park (Internationaler Park des dunklen Nachthimmels) anerkannt.

Albanyà befindet sich in der Region Katalonien in den Pyrenäen in der comarca (Landkreis) Alt Empordà und in der Provinz Girona. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 94,4 km².

Albanyà mit einer Gemeindefläche 94,39 km² liegt im äußersten Nordosten Spaniens im Quellgebiet des Flusses La Muga. Die ländliche Umgebung von Albanyà und die Nähe zur französisichen Grenze haben mit dazu beigetragen, den vergleichsweise dunklen Nachthimmel in diesem Gebiet zu bewahren. 

In den letzten Jahren haben Bewohner begonnen, den Astrotourismus zu fördern. Dies soll ein Gegengewicht bilden zu der relativ schwachen Wirtschaft der Region. Inzwischen kommen Touristen aus ganz Katalonien und darüber hinaus, um den Sternenhimmel zu bewundern und um an organisierten Touren teilzunehmen. Die Hauptaktivitäten finden im Bassegoda-Park statt. Dort wurde im Juli 2017 ein neues 40 cm-Teleskop eingeweiht. Dies ist zur Zeit das größte Teleskop in der Provinz Girona.  

Hier gibt es eine Übersicht über die Gebiete des dunklen Nachthimmels (dark sky places) in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen dieser Gebiete befassen, verlinkt. 

Montag, 16. Oktober 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in Österreich

Österreich besitzt fünf Flächen mit einer Größe von insgesamt 7.119,11 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 7. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der Unesco bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen Unesco-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and the Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands). 

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas).

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Zu den neun Staaten, die im Jahr 2017 zum Unesco-Welterbe Buchenwälder hinzukamen, zählt auch Österreich. Dies ist die erste und bisher einzige Unesco-Weltnaturerbestätte in Österreich. 

Die Flächen in Österreich im Einzelnen:

Freitag, 13. Oktober 2017

Schweizer Bundesrat verordnet zusätzliche Biotope und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung

Gemäß einer Pressemitteilung vom 29.09.2017 hat der Schweizer Bundesrat (die Regierung der Schweiz) bei seiner Sitzung am 29.09.2017 die Revision der Bundesinventare der Biotope und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung genehmigt.

Damit erhöht sich der Anteil der in den Inventaren verzeichneten Gebiete an der gesamten Landesfläche um 16.000 Hektar und von 1,8 auf 2,2 Prozent. Die Ausdehnung der nationalen Schutzgebiete der Schweiz ist ein wichtiger Bestandteil für die Erreichung der Ziele der Strategie Biodiversität Schweiz. Bereits am 06.09.2017 hat der Bundesrat den Aktionsplan Biodiversität Schweiz in Kraft gesetzt. Dieser Plan umfasst bedeutende Mittel, um die nationalen Schutzgebiete in einem guten Zustand zu erhalten.

Als interessantes Detail ist zu nennen, dass allein durch den Gletscherrückgang der vergangenen Jahrzehnte ca. 3.000 Hektar neue "unproduktive" Auen entstanden sind, die jetzt Aufnahme in die entsprechende Liste der Biotope von nationaler Bedeutung gefunden haben.

Es gibt in der Schweiz sechs Bundesinventare der Biotope von nationaler Bedeutung:

Dienstag, 10. Oktober 2017

Europarat will Europadiplom für polnischen Białowieża-Nationalpark nicht erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung vom 8. März 2017 in Straßburg beschlossen, das Europadiplom für den polnischen Nationalpark Białowieża nicht mehr zu erneuern.

Der Białowieża-Nationalpark soll zudem von der Liste der Schutzgebiete mit Europadiplom genommen werden. Die Behörden des Nationalparks sollen über diese Entscheidung informiert werden.

Die Erneuerung des Europadiploms für den Nationalpark Białowieża ist seit dem Jahr 2007 aufgeschoben worden, hauptsächlich wegen des Fehlens eines Managementplans. Nachdem im Jahr 2014 ein Managementplan verabschiedet worden war, entschied das beratende Komitee, den Nationalpark erneut zu besuchen. Dieser im Oktober 2015 erfolgte Besuch brachte einen positiven Eindruck, so dass die Experten eine Erneuerung des Europadiploms empfahlen.

Samstag, 7. Oktober 2017

Bodmin Moor in Südwestengland ist neues Schutzgebiet des dunklen Nachthimmels (Dark Sky Park)

Die in den USA beheimatete Organisation International Dark-Sky Association (ida), (Internationale Organisation des dunklen Nachthimmels) hat am 07. Juli 2017 die Landschaft Bodmin Moor als International Dark Sky Park (Internationaler Park des dunklen Nachthimmels) anerkannt.

Bodmin Moor ist eine abgeschiedene, abschüssige und mit Heide bedeckte Granitlandschaft in Cornwall in Südwestengland. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 208 km².

Bodmin Moor ist der größte der zwölf Gebietsteile des Schutzgebiets Cornwall. Dies ist eine "Landschaft von herausragender natürlicher Schönheit" (Area of outstanding natural beauty, AONB). Bodmin Moor ist der einzige der zwölf Gebietsteile, der nicht an das Meer angrenzt.



Die AONB ist eine Schutzgebietskategorie in England, die der Schutzgebietskategorie des Nationalparks ähnlich ist. Bodmin Moor in Cornwall ist die erste AONB in England, die als Gebiet des dunklen Nachthimmels anerkannt wurde.

Obwohl der größte Teil des Bodmin Moors in Privatbesitz ist, wurde das Gebiet im Jahr 2000 für die Öffentlichkeit freigegeben (open access). In den letzten 10 Jahren zieht Bodmin Moor immer mehr Touristen an, die den dunklen Nachthimmel des Gebiets beobachten wollen. Die Regierung von Cornwall hat ihren Willen gezeigt, den dunklen Nachthimmel über Bodmin Moor zu bewahren. Vor Ort wurden die Bewohner über den ökonomischen und kulturellen Wert des dunklen Nachthimmels geschult.

Hier gibt es eine Übersicht über die Gebiete des dunklen Nachthimmels (dark sky places) in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen dieser Gebiete befassen, verlinkt. 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Bundesland Salzburg verordnet Wildnisgebiet Sulzbachtäler im Nationalpark Hohe Tauern

Mit der Verordnung 86/2017 vom 06. September 2017 hat das Bundesland Salzburg das Sonderschutzgebiet "Wildnisgebiet Sulzbachtäler" im Nationalpark Hohe Tauern ausgewiesen.

Das Wildnisgebiet Sulzbachtäler befindet sich in der Gemeinde Neukirchen am Großvenediger im politischen Bezirk Zell am See. Das Schutzgebiet umfasst Teile des Untersulzbachtals und des Obersulzbachtals.

Es gibt im Bundesland Salzburg keine Schutzgebietskategorie "Wildnisgebiet". Das Problem hat man damit gelöst, dass man ein Sonderschutzgebiet ausgewiesen hat, das im Titel den Begriff Wildnisgebiet trägt. Gemäß dem Paragraph 8 des Salzburger Nationalparkgesetzes kann die Salzburger Landesregierung im Nationalpark Sonderschutzgebiete ausweisen. "In solchen Sonderschutzgebieten ist jeglicher Eingriff in die Natur und Landschaft untersagt."

Sonntag, 1. Oktober 2017

Kujataa Greenland (Grönland) ist neue Kulturlandschaft im Unesco-Welterbe

Das Welterbekomitee der Unesco hat bei seiner 41. Sitzung vom 2. bis 12. Juli 2017 in Krakau (Polen) die subarktische Farm-Landschaft Kujataa an der Südspitze Grönlands als Kulturlandschaft im Unesco-Welterbe anerkannt. 

Die neue Welterbelandschaft Kujataa umfasst eine Fläche von 34.892 Hektar. Das neue Welterbegebiet setzt sich aus fünf Teilflächen zusammen. Es befindet sich in der Gemeinde Kujalleq. Die fünf Teilflächen sind:
1. Qassiarsuk N 61°09’52’’ / W 45°35’53’’, 113,42 km²
2. Igaliku N 61°00’06’’ / W 45°22’29’’, 82,87 km²
3. Sissarluttoq N 60°53’48’’ / W 45°29’42’’, 3,39 km²
4. Tasikuluulik (Vatnahverfi) N 60°50’52’’ / W 45°23’24’’, 75,42 km²
5. Qaqortukulooq (Hvalsey) N 60°47’33’’ / W 45°50’04’’, 73,82 km²

Kujataa wurde unter dem Kriterium V als Welterbestätte nominiert. Kriterium V bedeutet: "herausragendes Beispiel einer historischen menschlichen Siedlung, Landnutzung oder Meeresnutzung, die repräsentativ ist für eine Kultur oder für mehrere Kulturen,  oder einer Interaktion zwischen Mensch und Umwelt, insbesondere wenn sie verwundbar geworden ist unter dem Aspekt irreversibler Veränderungen".

Donnerstag, 28. September 2017

675 Hektar neue Naturschutzflächen der NABU-Stiftung im Jahr 2016

Im Jahr 2016 hat sich die Gesamtfläche der im Besitz der NABU-Stiftung befindlichen Naturschutzflächen um 675 Hektar vergrößert. Das und vieles mehr steht im Jahresbericht 2016 der NABU-Stiftung.

Im Jahr 2017 feiert die NABU-Stiftung das 15jährige Bestehen. Das erste Schutzgebiet wurde jedoch viel früher angekauft. Lina Hähnle, die Gründerin der Vorgängerorganisation des NABU, des Bundes für Vogelschutz, kaufte im Jahr 1908 die Nachtigalleninsel in Lauffen am Neckar im heutigen Baden-Württemberg.

Zum 15jährigen Jubiläum liefert der Jahresbericht 2016 der NABU-Stiftung auch einige beeindruckende Zahlen. So wurden bisher 831 Kaufverträge unterzeichnet und 17.706 Hektar Fläche erworben.

Der Flächenbestand der NABU-Stiftung betrug am 31.12.2015 16.631,64 Hektar. Der Flächenzuwachs im Jahr 2016 betrug 682,27 Hektar. Dem stehen gegenüber eine Flächenkorrektur für Vorjahre von minus 3,55 Hektar sowie ein Flächenabgang 2016 von minus 7,44 Hektar. Damit ergibt sich ein Flächenbestand am 31.12.2016 von 17.302,92 Hektar.  

Die NABU-Stiftung engagiert sich inzwischen in 286 Schutzgebieten. In 41 Gebieten gab es im Jahr 2016 einen Flächenzuwachs bzw. die Gebiete wurden neu erworben.

Montag, 25. September 2017

Europadiplom für slowakischen Poloniny Nationalpark in Gefahr

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung vom 8. März 2017 in Straßburg weitere Erkundigungen vor Ort und Abklärungen festgelegt, um über eine Verlängerung des Europadiploms für den slowakischen Nationalpark Poloniny zu entscheiden.

Die Experten des Europarats sollen den Nationalpark im Jahr 2017 ein weiteres Mal besuchen. Zudem sollen alle 25 Anhänge zum Managementplan ins Englische übersetzt werden.

Der Poloniny Nationalpark war in den vergangenen Jahren unter genauer Beobachtung des Europarats, vor allem wegen des langjährigen Fehlens eines Managementplans und wegen forstwirtschaftlicher Themen. Im Jahr 2015 gab es eine Empfehlung des beratenden Komitees, das Europadiplom, das dem Park im Jahr 1998 verliehen wurde, noch vor dem Ablauf seiner Gültigkeit am 18. September 2018 zu entziehen.

Freitag, 22. September 2017

Ammergauer Alpen sind neuer Naturpark in Bayern

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat mit einer Erklärung vom 27. Juli 2017 den neuen Naturpark Ammergauer Alpen mit Wirkung ab dem 01. August 2017 gegründet. Damit hat Bayern insgesamt 19 Naturparks.

Der neue Naturpark Ammergauer Alpen umfasst eine Fläche von ca. 22.738 Hektar. Der Naturpark erstreckt sich über die Gemeinden Oberammergau, Unterammergau, Ettal, Saulgrub/Altenau, Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien sowie das gemeindefreie Gebiet Ettaler Forst im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Der Naturpark Ammergauer Alpen umfasst keineswegs die gesamte Gebirgsgruppe der Ammergauer Alpen. Die westlichen Ammergauer Alpen bei Füssen sind ebensowenig Bestandteil des Naturparks wie die südlichen Ammergauer Alpen bei Garmisch-Partenkirchen. Dagegen sind Bereiche des Alpenvorlands nördlich von Unterammergau ebenfalls Bestandteil des Naturparks.

Dienstag, 19. September 2017

Neue Qualitätskriterien zur Auswahl von Wildnisgebieten in Deutschland

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie in Abstimmung mit den Länderfachbehörden am 20. Februar 2017 eine Fachposition über "Qualitätskriterien zur Auswahl von großflächigen Wildnisgebieten in Deutschland im Sinne des 2% Ziels der Nationalen Biodiversitätsstrategie" herausgegeben.

Dies erfolgte zur Unterstützung der Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung, die bis zum Jahr 2020 vorsieht, dass zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands als Wildnisgebiete ausgewiesen sind.

Die wichtigsten Inhalte der Fachposition sind:

Samstag, 16. September 2017

Naturschutzgebiet Bodenseeufer (Bodman-Ludwigshafen)

Das Naturschutzgebiet Bodenseeufer im Landkreis Konstanz umfasst acht Teilgebiete, für die es jeweils eine eigene Verordnung gibt. Eines der acht Teilgebiete ist das NSG Bodman-Ludwigshafen.

Es befindet sich an der Nordspitze des Überlinger Sees, eines fast fjordartigen Nebenarms des Bodensees, zwischen den Ortslagen von Bodman und von Ludwigshafen. Die Stockacher Ach, ein Zufluss des Bodensees, fließt durch das Gebiet. Im Norden wird das NSG von der Bahnstrecke Radolfzell-Friedrichshafen (Bodenseegürtelbahn) begrenzt. 

Das NSG Bodenseeufer (Bodman-Ludwigshafen) wurde am 17.01.1984 verordnet. Es erstreckt sich über eine Fläche von 123,3 Hektar. Das Gebiet umfasst Streuwiesen, Röhrichtbestände, Ufergehölz, Auenwälder, die Stockacher Aach mit Uferbewuchs, Feuchtflächen und einer Flussmündung mit vorgelagerter Flachwasserzone, bewaldete Grundstücke und Dauergrünland.

Mittwoch, 13. September 2017

Weißrussland erweitert Ramsar-Gebiet Morochno

Weißrussland hat im Juli 2017 eine Erweiterung des Ramsar-Gebiets Morochno (Морочно) gemeldet. Ramsar-Gebiete sind Feuchtgebiete, die von den einzelnen Staaten im Rahmen des Ramsar-Abkommens, des internationalen Abkommens über Feuchtgebiete, als Schutzgebiete gemeldet werden.

Die Fläche des Ramsar-Gebiets Morochno wurde von 5.845 Hektar um 599,39 Hektar auf 6.444,39 Hektar vergrößert. Das Gebiet wurde am 07. September 2012 zum ersten Mal als Ramsar-Gebiet gemeldet. Die Ramsar-Gebietsnummer ist 2139. Die Koordinaten des Gebiets sind 51°51'08"N 26°38'03"E.

Morochno ist ein staatenübergreifendes (Weißrussland / Ukraine) Sumpfgebiet. Es liegt nahe der Flussebene des Flusses Horyn. Dies ist einer der wenigen Sümpfe, die in dieser Region nach intensiver Trockenlegung übriggeblieben sind. Es ist einer der drei größten Sümpfe, die es in Weißrussisch Polesien noch gibt. Das Gebiet ist auch eine IBA (important bird area). 

Die Vergrößerung des Gebiets wurde erforderlich, weil das zugrundeliegende nationale Schutzgebiet (zakaznik), das im Jahr 2015 ausgewiesen worden ist, einen größeren Perimeter hat als das ursprünglich gemeldete Ramsar-Gebiet. Die neue Fläche des Ramsar-Gebiets deckt sich mit der Fläche des nationalen Schutzgebiets. 

In Weißrussland gibt es zur Zeit insgesamt 26 Ramsar-Gebiete. Sie bedecken eine Fläche von insgesamt 778.903 Hektar. 
 

Sonntag, 10. September 2017

Europarat will Europadiplom für Schwedens Naturschutzgebiete Bullerö und Långviksskär erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für die Naturschutzgebiete Bullerö und Långviksskär in Schweden ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 12. Juni 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit einer Bedingung und vier Empfehlungen.

Die Naturschutzgebiete Bullerö und Långviksskär sind ein Teil des Schären-Archipels 50 Kilometer südöstlich von Stockholm. Die beiden Schutzgebiete umfassen mehr als 1.200 Inseln, Inselchen und Felsen, die mehrheitlich aus Gneiss bestehen. Mehr als 100 verschiedene Vogelarten kommen im Gebiet vor. Auf einigen Inseln werden die Wiesen beweidet.  

Das Gebiet erhielt das Europadiplom im Jahr 1988. Dies war das 28. Schutzgebiet, das das Europadiplom erhielt. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 8.200 Hektar.

Donnerstag, 7. September 2017

Neues Naturschutzgesetz im Bundesland Steiermark in Kraft

Im österreichischen Bundesland Steiermark ist am 01. August 2017 das 71. Gesetz vom 16. Mai 2017 über den Schutz und die Pflege der Natur (Steiermärkisches Naturschutzgesetz 2017 – StNSchG 2017) in Kraft getreten. Mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist das Steiermärkische Naturschutzgesetz 1976 – NschG 1976 außer Kraft getreten.

Das Gesetz enthält im 1. Abschnitt allgemeine Bestimmungen. 

Der 2. Abschnitt beinhaltet allgemeine Schutzmaßnahmen. Dazu gehören der Schutz von natürlich stehenden und fließenden Gewässern und ihrer Uferbereiche.

Der 3. Abschnitt umfasst die besonderen Schutzmaßnahmen. Dazu gehören die Naturschutzgebiete (§ 7), die Landschaftsschutzgebiete (§ 8), die Europaschutzgebiete (§ 9), die Naturparke (§ 10), die Naturdenkmale (§ 11) und die Geschützten Landschaftsteile (§ 12). 

Die Schutzgebietskategorie Nationalpark ist im Gesetz aufgeführt, obwohl das Bundesland Steiermark einen Nationalpark (Nationalpark Gesäuse) besitzt. Nationalparks werden somit im Bundesland Steiermark nicht im Rahmen des Naturschutzgesetzes begründet. Vielmehr muss für einen Nationalpark ein eigenes Gesetz erlassen werden.

Naturparke dürfen nur für solche Gebiete erklärt werden, die bereits als Naturschutzgebiete oder Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen sind.

Montag, 4. September 2017

Spaniens Nationalpark "Cabañeros"

Der Nationalpark Cabañeros befindet sich im Zentrum der Toledo-Berge (Montes de Toledo) in den Provinzen Toledo und Ciudad Real in der Region Castilla-La Mancha. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalpark hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhundert) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als fünfzehnter und letzter Nationalpark der Nationalpark Cabañeros an der Reihe.

Der Nationalpark Cabañeros umfasst die Bergmassive Rocigalgo und El Chorito. Im Süden des Nationalparks gibt es ausgedehnte Sommerweiden, die Nahrung für viele Lebewesen bieten. Der Nationalpark wird jedoch zur Hauptsache durch mediterrane Wälder geprägt.  

Freitag, 1. September 2017

Naturschutzgebiet Vilsalpsee in Tirol

Das Naturschutzgebiet Vilsalpsee befindet sich im Tiroler Teil der Allgäuer Alpen und umfasst ein Seitental des Tannheimer Tals, das von der Vils durchflossen wird, sowie das oberste Birkental, ein Seitental des Tiroler Lechtals.

Das Naturschutzgebiet Vilsalpsee wurde 1957 verordnet (Neuverordnung 1998). Es hat eine Fläche von 18,29 km². Neben dem namengebenden Vilsalpsee befinden sich im Naturschutzgebiet drei weitere Seen, der Traualpsee, die Lache und der Alplsee. Im Westen ist die Außengrenze des Naturschutzgebiets identisch mit der deutsch-österreichischen Grenze. Das Naturschutzgebiet befindet sich innerhalb des Tiroler Bezirks Reutte in den Gemeinden Tannheim und Weißenbach.

Im Naturschutzgebiet gibt es mit Ausnahme der Vilsalpseestraße und dem zur Vils-Alpe führenden Alpweg keine für Kraftfahrzeuge befahrbare Wege. Die Landsberger Hütte sowie die Obere Trau-Alpe werden mit Materialseilbahnen versorgt. In Teilen des Naturschutzgebiets findet eine intensive Alpwirtschaft statt (Kühe, Ziegen, Schafe, Lamas).

Die Naturausstattung des Gebiets umfasst Bergfichtenwald, steile Kalkwände, Fichten-Block-Urwald, Wasserfälle, Seen, Hochkare, Latschen, Grünerlen, Birken, Zwergsträucher, Zirben (nördlichstes Vorkommen in Tirol) und alpine Rasengesellschaften.   

Dienstag, 29. August 2017

Étang de Salses-Leucate ist das 46. Ramsar-Gebiet Frankreichs

Frankreich hat am 30. Juni 2017 die Küstenlagune Étang de Salses-Leucate als Ramsar-Gebiet gemäß dem internationalen Übereinkommen über Feuchtgebiete gemeldet.

Dies ist bereits das 46. Ramsar-Gebiet Frankreichs. Die Ramsar-Gebietsnummer ist 2307. Das Feuchtgebiet befindet sich an der Mittelmeerküste in der Region Occitanie (früher: Region Languedoc-Roussillon). Die nächstgelegene Stadt ist Perpignan. 

Die Fläche des Feuchtgebiets umfasst 7.637 Hektar. Die Koordinaten des Gebiets sind 42°51'N 03°00'E. 

Das neue Ramsar-Gebiet repräsentiert ein typisches Mittelmeer-Küstengebiet. Eine große Bandbreite an Habitaten mit unterschiedlichen Graden an Salzgehalt, Wassertiefe und Vegetationsbedeckung sorgt für günstige Bedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten, vor allem für Vögel, Schildkröten, Fledermäuse und Fische.
 
Das Ramsar-Gebiet ist auch ein wichtiger Ort für die traditionelle Fischerei. Das Gebiet wirkt regulierend in Bezug auf Überflutungen, Sauberkeit des Wassers und das Grundwasser. Besondere Aufmerksamkeit wird der Minimierung der Auswirkungen des Tourismus auf das Gebiet geschenkt. Es gibt ein Infozentrum und Pfade rund um die Lagune.    

Samstag, 26. August 2017

Spaniens Nationalpark "Doñana"

Der Nationalpark Doñana befindet sich im äußersten Südwesten Europas, der Iberischen Halbinsel und Andalusiens bei der Mündung des Flusses Guadalquivir. Die Landschaft besteht aus einem Mosaik aus Stränden, Dünen und Meeresarmen. Der Nationalpark ist das Winterquartier von über einer halben Million Wasservögeln.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als vierzehnter Nationalpark der Nationalpark Doñana an der Reihe.

Der Nationalpark Doñana wurde im Jahr 1994 zum Unesco-Weltnaturerbegebiet erklärt. Der Nationalpark ist von einem Naturpark gleichen Namens umgeben. 


Mittwoch, 23. August 2017

Schaffhausen ist ab dem 01. Januar 2018 neuer Regionaler Naturpark der Schweiz

Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat am 5. Juli 2017 den Regionalen Naturpark Schaffhausen als Park von nationaler Bedeutung anerkannt. Dies tritt am 01. Januar 2018 in Kraft.

Der neue Naturpark Schaffhausen ist der erste staatenübergreifende Regionale Naturpark der Schweiz. Denn die beiden in Baden-Württemberg liegenden Gemeinden Jestetten und Lotstetten sind ebenfalls Bestandteil des neuen Regionalen Naturparks. Die Beteiligung der beiden deutschen Gemeinden am Naturpark ist durchaus sinnvoll. Denn im Bereich dieser beiden Gemeinden ragt ein Stück Deutschland in das Schweizer Gebiet hinein.

Die Errichtungsphase des Naturparks lief von 2014 bis 2017. Am Regionalen Naturpark Schaffhausen beteiligen sich 15 Schweizer Gemeinden und zwei deutsche Gemeinden. Die Fläche des Naturparks ist 186 km² groß. Im Naturpark wohnen ca. 18.000 Menschen. Der höchste Punkt des Gebiets ist der Hagen auf dem Schaffhauser Randen mit einer Höhe von 912 m ü NN.

40 Prozent der Fläche des Kantons Schaffhausen gehören zum zukünftigen Regionalen Naturpark. Der Naturpark erstreckt sich über die Landschaften Randen, Südranden, Hochrhein, Klettgau und Reiat.

Der zukünftige Regionale Naturpark Schaffhausen hat bereits eine eigene Website: www.naturpark-schaffhausen.ch 

Zur Zeit gibt es in der Schweiz 14 Regionale Naturpärke. Schaffhausen ist somit der 15. Regionale Naturpark. Dazu kommen ein Nationalpark, ein Naturerlebnispark, ein weiterer Nationalpark in der Einrichtungsphase sowie ein weiterer Naturerlebnispark in der Einrichtungsphase. 

Sonntag, 20. August 2017

Frankreich verordnet am 22. März 2017 zwei neue Große Orte (Grands Sites de France) auf der Insel Korsika

Am 22. März 2017 sind in Frankreich zwei neue Große Orte (Grands Sites de France) durch ministeriellen Beschluss ausgewiesen worden.Beide Grands Sites de France befinden sich auf der Insel Korsika.

Der erste der beiden neuen Großen Orte heißt La pointe de la Parata et les Îles Sanguinaires. Die Inseln sind bereits seit 1974 als geschütztes Gebiet ausgewiesen. Der Schutz wurde im Jahr 1995 auf die Pointe de la Parata ausgedehnt. Das Gebiet besteht aus einer Felsgirlande im äußersten Norden des Golfs von Ajaccio und an der Westküste Korsikas.

Die Pointe de la Parata besuchen jedes Jahr 450.000 Menschen. Die negativen Auswirkungen des Massentourismus wurden während eines 15 Jahre dauernden Programms behoben. Das Gebiet befindet sich im Departement Corse du Sud. 

Der zweite der beiden neuen Großen Orte heißt Conca d’Oro, vignoble de Patrimonio – Golfe de Saint-Florent. Dieses Gebiet stellt ein bemerkenswertes landschaftliches Ensemble dar. Es befindet sich an der Westküste des Depatements Haute-Corse gegenüber der Stadt Bastia.

Seit dreißig Jahren gibt es dort Anstrengungen, die Weinbaulandschaft zu erhalten und sie vom Urbanisierungsdurck freizuhalten.

Das Label Grand Site de France ist eine Schutzgebietskategorie des französischen Umweltgesetzbuchs. Damit können Gebiete ausgezeichnet werden, die landschaftlich herausragend sind, viele Besucher aufweisen und die Anstrengungen unternommen haben, den Tourismus und die Bewahrung von Natur und Landschaft in Einklang zu bringen. Mit Stand August 2017 gibt es bereits 17 anerkannte Grands Sites de France. Das Label ist jeweils für sechs Jahre gültig. Dann muss es erneuert werden.

Donnerstag, 17. August 2017

Spaniens Nationalpark "Monfragüe"

Der Nationalpark Monfragüe befindet sich im Südwesten der Iberischen Halbinsel am Zusammenfluss der Flüsse Tajo und Tiétar. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als dreizehnter Nationalpark der Nationalpark Monfragüe an der Reihe.

Der Mensch ist im Nationalparkgebiet von Monfragüe seit Jahrtausenden sesshaft. Davon zeugen auch Felszeichnungen. Im Nationalpark gibt es eine große Vielfalt an Landschaften, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bieten.   

Montag, 14. August 2017

Europarat will Europadiplom für Schwedens Nationalpark Store Mosse erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Store Mosse in Schweden ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 13. Juni 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit fünf Empfehlungen.

Der Nationalpark Store Moose umfasst das größte Moorgebiet südlich von Lappland. Obwohl der Nationalpark in Südschweden liegt, bietet das Gebiet einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die sonst nur weiter nördlich vorkommen.

Das Gebiet erhielt das Europadiplom im Jahr 1988. Es umfasst eine Fläche von 7.850 Hektar. 

Die erste Empfehlung des Europarats bezieht sich darauf, dass die Abhängigkeit von Freiwilligen für die Restaurierung und die Naturbeobachtung reduziert werden soll.

Freitag, 11. August 2017

Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" ist neue Kernzone des Biosphärenreservats Spreewald

Mit der Verordnung vom 28. April 2017 hat das Bundesland Brandenburg das Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" ausgewiesen.

Das neue Naturschutzgebiet erfüllt die Funktion einer Kernzone im Biosphärenreservat Spreewald. Das Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald besteht aus drei Teilflächen und hat eine Größe von ca. 140 Hektar. Es befindet sich im Landkreis Dahme-Spreewald und in den Gemeinden Krausnick-Groß Wasserburg und Schlepzig. 

Im neuen Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" befinden sich naturnahe Erlenbruch-, Erlen-Eschen- und Stieleichen-Hainbuchen-Wälder auf Niedermoor-, Anmoor- und Gley-Standorten sowie Buchenwälder auf sandigen Standorten. Gemäß §4 (1) der Verordnung ist im Naturschutzgebiet jegliche wirtschaftliche Nutzung verboten. Die Bestandregulierung von wild lebenden Tierarten und die Ausübung der traditionellen Spreewaldfischerei bleiben zulässig.

Gemäß den Angaben auf der Website der Unesco verfügt das Biosphärenreservat Spreewald über eine Kernzonenfläche von 973 Hektar bei einer Gesamtfläche von 47.492 Hektar. Das entspricht einem Anteil der Kernzone von zwei Prozent. Auch wenn bei diesen Zahlen die neue Kernzonenfläche "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" noch nicht berücksichtigt ist, kann man festhalten, dass das Biosphärenreservat Spreewald zur Zeit noch nicht über ausreichend Kernzonenfläche verfügt, um den von der Unesco vorgegebenen Anteil der Kernzonenfläche von drei Prozent der Gesamtfläche zu erreichen. Die Ausweisung weiterer Kernzonenflächen ist somit erforderlich.       

Dienstag, 8. August 2017

Spaniens Nationalpark "Islas Atlánticas de Galicia"

Der Nationalpark Islas Atlánticas de Galicia erstreckt sich über mehrere Inseln im Atlantik vor der Küste von Galicien. Der Nationalpark umfasst einen großen Loorbeerwald und mehr als 200 Arten von Meeresalgen. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als zwölfter Nationalpark der Nationalpark Islas Atlanticas an der Reihe. 

Samstag, 5. August 2017

Königsbachtal, Lonka-Mäander und Rupanin - drei neue Europaschutzgebiete im Bundesland Salzburg

Das österreichische Bundesland Salzburg hat im Juni 2016 drei neue Europaschutzgebiete verordnet. Diese sind das Königsbachtal, der Lonka-Mäander und Rupanin. Damit gibt es im Bundesland Salzburg jetzt 37 Europaschutzgebiete. 

Damit entspricht das Bundesland Salzburg der EU-FFH-Richtlinie, wonach die in den EU-Listen eingetragenen Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung auch als Schutzgebiete nach nationalem Recht ausgewiesen werden müssen.

Das Europaschutzgebiet Königsbachtal wurde mit der 44. Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 22. Juni 2017 ausgewiesen.

Das Gebiet befindet sich in der Osterhorngruppe der Salzburger Kalkvoralpen sowie auf der Gemarkung der Gemeinden St. Gilgen und Strobl. Das Gebiet umfasst den in den beiden Gemeinden gelegenen Abschnitt des Königsbachs einschließlich der beiderseitigen Geländestreifen.

Der Schutzzweck ist die dauernde Erhaltung der Klammstrecke mit ihrem Wasserlauf, die dauernde Erhaltung der standortgemäßen Waldbestockung im Umfeld der Klamm sowie die dauernde Erhaltung der Moosart "Gekieltes Zweizeilblattmoos".

Mittwoch, 2. August 2017

Französischer Geopark Causses du Quercy ist neuer UNESCO Global Geopark

Die UNESCO hat am 5. Mai 2017 den französischen Geopark Causses du Quercy als neuen UNESCO Global Geopark anerkannt. Der Geopark befindet sich am nördlichen Rand der Region Occitanie, die am 01.01.2016 aus dem Zusammenschluss der früheren Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon entstanden ist.

Dem voraus ging die Entscheidung des Rats der globalen Geoparks (UNESCO Global Geoparks Council) bei seiner ersten Sitzung im September 2016 zur Anerkennung des Geoparks Causses du Quercy.

Die Fläche des neuen UNESCO Global Geoparks Causses du Quercy ist 1.855 km². Seine Koordinaten sind N44°34’19”, E001°41’11”. Das Kalkstein-Plateau des Quercy, genannt Causses, hebt sich aus den Tiefebenen des Becken von Aquitanien ab. Dieses Becken liegt im Süden und Westen der Causses du Quercy. Das Zentralmassiv liegt im Norden und Osten.

Der Quercy paleokarst stellt die längste derzeit bekannte chronologische Sequenz auf einem Kontinent der Erde dar. Im Gebiet leben 30.967 Menschen. Die Bevölkerungsdichte ist mit 17 Einwohnern pro Quadratkilometer sehr gering.

Der Geopark Causses du Quercy ist der erste Geopark der Region Occitanie und der sechste Geopark Frankreichs.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO Global Geoparks in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geoparks befassen, verlinkt.   

Sonntag, 30. Juli 2017

Spaniens Nationalpark "Tablas de Daimiel"

Der Nationalpark Tablas de Daimiel umfasst das größte Feuchtgebiet in der zentralspanischen Meseta. Es handelt sich hier um eine der letzten verbliebenen Fluss-Überflutungszonen der Iberischen Halbinsel. Der Nationalpark befindet sich am Zusammenfluss der Flüsse Gigüela und Guadiana.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als elfter Nationalpark der Nationalpark Tablas de Daimiel an der Reihe.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Sielmann-Stiftung ruft zur Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands 2017 auf

Die Heinz Sielmann Stiftung hat mit Datum vom 29.06.2017 zum achten Mal zur Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands aufgerufen. Im Jahr 2017 geht es um "Wilde Wiesen und Weiden".

Es stehen 21 Naturwunder in ganz Deutschland zur Wahl. Auf der Website der Sielmann-Stiftung kann man vom 29. Juni bis zum 10. September 2017 seine Stimme abgeben. Die ausgewählten Wiesen und Weiden befinden sich alle in den Nationalen Naturlandschaften, also in Nationalparks, Biosphärenreservaten, Naturparks und Wildnisgebieten.

Die folgenden Naturwunder stehen zur Wahl:

Montag, 24. Juli 2017

Spanischer Geopark Las Loras ist neuer UNESCO Global Geopark

Die UNESCO hat am 5. Mai 2017 den spanischen Geopark Las Loras als neuen UNESCO Global Geopark anerkannt. Der Geopark befindet sich im Norden der Region Castilla y León.

Dem voraus ging die Entscheidung des Rats der Globalen Geoparks (UNESCO Global Geoparks Council) bei seiner ersten Sitzung im September 2016 zur Anerkennung des Geoparks Las Loras.


Die Fläche des neuen UNESCO Global Geoparks Las Loras ist 950,76 km². Seine Koordinaten sind N42°47'21"N, W004°15'44". Der Geopark liegt zwischen dem Kastilischen Plateau und der Kantabrischen Kordilliere. Durch diese Lage in einem Übergangsgebiet gibt es im Geopark die typischen Wetter- und Umweltphänomene beider angrezender Großlandschaften.

Der Geopark besitzt eine große Bandbreite an Landschaften und Biodiversität. Darunter sind sowohl euro-sibirisch geprägte als auch mediterran geprägte Gebiete. Die ungewöhnliche Topographie führte zu einer eigentümlichen Landschaft, in der sich Kalkfelsen und Hochlagen-Moorflächen abwechseln mit Schluchten und tiefen vom betehenden Flusssystem gegrabenen Tälern.

Der Geopark umfasst 16 Gemeinden in den Regionen Burgos und Valencia. Die Bevölkerungsdichte ist sehr gering. Die Bevölkerungszahl ist kleiner als 15.000.

Der Geoopark Las Loras ist der erste UNESCO Global Geopark in der Region Castilla y León und der zwölfte UNESCO Global Geopark in Spanien.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO Global Geoparks in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geoparks befassen, verlinkt

Freitag, 21. Juli 2017

Spaniens Nationalpark "Cabrera"

Der Nationalpark Cabrera befindet sich im Mittelmeer und gehört zur Inselgruppe der Balearen. Der Nationalpark umfasst mehrere Inseln und Inselchen sowie die umgebende Meeresfläche. Die Inseln und Inselchen befinden sich vor der Südspitze der Insel Mallorca.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalpark unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als zehnter Nationalpark der Nationalpark Cabrera an der Reihe.

Der Nationalpark Cabrera ist ein Schutzgebiet, das sowohl Landflächen als auch Meeresflächen umfasst. Die Inselgruppe mit der Hauptinsel Cabrera ist nicht dauerhaft bewohnt. Für die Übernachtung auf den Inseln benötigt man eine Genehmigung. Die Küstenbereiche dieser Inseln gehören zu den am besten geschützten des Mittelmeerraums.

Dienstag, 18. Juli 2017

Europarat will Europadiplom für Russlands Bioshärenreservat Tsentralno-Chernozemny erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Biosphärenreservat  Tsentralno-Chernozemny in Russland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 18. September 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit einer Bedingung und vier Empfehlungen.

Das Biosphärenreservat Tsentralno-Chernozemny befindet sich im europäischen Teil Russlands in der Region Kursk an der Stelle, wo die Steppenlandschaft mit dem Südrand des Walds der gemäßigten Breiten zusammentrifft. Der größte Teil der Steppenlandschaften wurde in den vergangenen Jahrzehnten dem Ackerbau zugeführt. Die Wälder wurden abgeholzt. Im Totalreservat (Zapovednik) Tsentralno-Chernozemny blieben die letzten Reste des Wald-Steppe-Habitats erhalten.

Das Gebiet erhielt das Europadiplom im Jahr 1998. Es umfasst eine Fläche von 10.280 Hektar. Das Gebiet umfasst acht separate Teilgebiete zwischen den Städten Kursk und Belgorod.  

Samstag, 15. Juli 2017

Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder" erstreckt sich jetzt über 12 Länder

Die Unesco hat die bestehende Weltnaturerbestätte Buchenurwälder beträchtlich erweitert. 

Das Welterbekomitee der Unesco hat am 07. Juli 2017 bei seiner vom 02. bis 12. Juli 2017 stattfindenden 41. Sitzung in Krakau beschlossen, die bestehende Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder" um Gebiete in neun weiteren Staaten sowie um weitere Gebiete in der Ukraine zu erweitern.

Nach der Erweiterung heißt die Welterbestätte jetzt Primeval Beech Forests of the Carpatians and Other Regions of Europe (Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen in Europa). Diese serielle Weltnaturerbestätte erstreckt sich nun über 12 Staaten. Damit ist dies die serielle Weltnaturerbestätte, die sich über die mit Abstand größte Zahl an Staaten erstreckt. Alle anderen seriellen Weltnaturerbestätten umfassen Gebiete in maximal drei Staaten. Zunächst war auch Polen mit einigen Flächen am Erweiterungsantrag für die Weltnaturerbestätte Buchenurwälder beteiligt. Polen hat seine Flächen jedoch kurz vor der Evaluierung des Antrags durch die IUCN zurückgezogen.

Die Gesamtfläche der im Jahr 2017 neu hinzugekommenen Gebiete beträgt 58.353,04 Hektar. Dazu kommen Pufferzonen, die sich auf insgesamt 191.413,09 Hektar erstrecken.
Die Gesamtfläche aller Gebiete der Weltnaturerbestätte beträgt nun 92.023,24 Hektar. Die Pufferzone ist 253.815,69 Hektar groß. 

Die folgenden Staaten sind nun neu zur Weltnaturerbestätte Buchenurwälder dazugekommen: Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien und Spanien. In der Ukraine, die bereits Flächen der Weltnaturerbestätte Buchenurwälder besaß, kamen weitere Gebiete hinzu.

Hier ist die Anzahl der 2017 neu hinzugekommenen Flächen für das Weltnaturerbe Buchenurwälder in den einzelnen Staaten:

Mittwoch, 12. Juli 2017

Spaniens Nationalpark "Picos de Europa"

Der Nationalpark Picos de Europa umfasst die höchsten Gebirgsgruppen der Kantabrischen Kordilliere im Norden der Iberischen Halbinsel. Hierbei handelt es sich um eines der höchsten und schönsten Kalkgebirgsmassive Europas.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als neunter Nationalpark der Nationalpark Picos de Europa an der Reihe.

Der Nationalpark Picos de Europa ist der älteste Nationalpark Spaniens. Der Park hieß zunächst Montaña de Covadonga. Im Laufe der Zeit wurde der Nationalpark zweimal erweitert. 

Sonntag, 9. Juli 2017

Trappola Marschland und Mündung des Ombrone-Flusses in der Toskana ist Italiens 53. Ramsar-Gebiet

Italien hat im Februar 2017 sein 53. Ramsar-Gebiet gemeldet. Das Gebiet Trappola Marshland - Ombrone River Mouth (Trappola Marschland und Mündung des Ombrone-Flusses, italienischer Name: Padule della Trappola - Foce dell'Ombrone) in der Toskana ist damit ein neues internationales Schutzgebiet gemäß der Ramsar-Konvention, dem internationalen Übereinkommen über Feuchtgebiete.

Das Feuchtgebiet hat die Ramsar-Gebietsnummer 2284 erhalten. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 536 Hektar. Die Koordinaten sind 42°40'14"N 11°01'03"E. Das Ramsar-Gebiet befindet sich vollumfänglich innerhalb des Maremma-Regionalparks. Die Stadt Grosseto ist ca. 10 Kilometer entfernt.

Das Gebiet befindet sich am Tyrrhenischen Meer. Es umfasst eines der letzten Überbleibsel eines teils salzigen, teils süßwasserhaltigen Feuchtgebietskomplexes mit Sanddünen. Die Mündung des Ombrone-Flusses ist ebenso Bestandteil des Gebiets wie Küstenfeuchtgebiete. Das Gebiet zeichnet sich durch eine hohe Biodiversität aus. Das Dünensystem beherbergt ein Mosaik verschiedener Habitate. Darunter sind Abfolgen von permanent und von vorübergehend überfluteten Gebieten.