Sonntag, 28. August 2016

Naturpark "Hochmoor Schrems" in Niederösterreich ist Österreichs Naturpark des Jahres 2016

Der Verband der Naturparke Österreichs hat den Naturpark Hochmoor Schrems in Niederösterreich zum Naturpark des Jahres 2016 gekürt.

Der Naturpark Hochmoor Schrems befindet sich im nordwestlichen Waldviertel, nicht weit von der Grenze zu Tschechien entfernt. Der Naturpark ist Teil des Schremser Hochmoors, des größten Hochmoors Niederösterreichs. Der Naturpark wurde im Jahr 2000 gegründet und hat eine Fläche von über 119 Hektar. Das Naturparkgebiet erstreckt sich über die Gemeinden Landschwarza, Gebharts und Schrems. Das Naturparkgebiet ist gleichzeitig Naturschutzgebiet.

Für Besucher gibt es ein Naturparkerlebniszentrum "UnterWasserReich", eine 20 Meter hohe Aussichtsplattform (genannt Himmelsleiter), einen Moorgeschichte-Pfad, den sogenannten Prügelsteig sowie weitere Wanderwege.      

In Österreich gibt es zur Zeit 48 Naturparks. Das Bundesland mit den meisten Naturparks ist Niederösterreich. Dort gibt es 23 Naturparks.

Website der Naturparke Österreichs: www.naturparke.at

Website des Naturparks Hochmoor Schrems: http://www.unterwasserreich.at/

Mittwoch, 24. August 2016

"Collina Po" ist neues Biosphärenreservat in Piemont

Das internationale Koordinierungskomitee des MAB-Programms der Unesco (International Co-ordinating MAB Council of the Man and the Biosphere (MAB) programme) hat bei seiner 28. Sitzung vom 18.-19.03.2016 in Peru das neue Biosphärenreservat "Collina Po" in der italienischen Region Piemont anerkannt. Dies ist das 14. Unesco-Biosphärenreservat Italiens.

Das neue Biosphärenreservat umfasst eine Fläche von 171.233,85 Hektar. Davon gehören 3.853,05 Hektar zur Kernzone. Die Pflegezone umfasst eine Fläche von 21.161,45 Hektar. Die Entwicklungszone ist 146.219,46 Hektar groß. Das Biosphärenreservat erstreckt sich über den Teil des Flusses Po innerhalb von Turin sowie die Hügellandschaft Collina Torinese. Der geographische Mittelpunkt des Biosphärenreservats ist 45°3’12”N – 7°48’52”E.

Samstag, 20. August 2016

"Ivenacker Eichen" in Mecklenburg-Vorpommern ist erstes Nationales Naturmonument Deutschlands

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat am 13. Juli 2016 die Verordnung über das Nationale Naturmonument "Ivenacker Eichen" erlassen. Die Ivenacker Eichen sind damit das erste Nationale Naturmonument nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern in ganz Deutschland.

Die Schutzgebietskategorie des Nationalen Naturmonuments wurde mit dem neuen Bundesnaturschutzgesetz vom 29. Juli 2009 geschaffen. §24 (4) des Bundesnaturschutzgesetzes legt fest:
"Nationale Naturmonumente sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, die
1. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und
2. wegen ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit
von herausragender Bedeutung sind. Nationale Naturmonumente sind wie Naturschutzgebiete zu schützen."

Bisher gab es für die neue Schutzgebietskategorie des Nationalen Naturmonuments noch nicht den Durchbruch in Deutschland. Aus anderen Bundesländern sind kaum diesbezügliche Planungen bekannt.

Das neue Nationale Naturmonument Ivenacker Eichen befindet sich im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in der Gemeinde Ivenack. Es umfasst den Ausschnitt einer Waldlandschaft mit den in ihr befindlichen Uralteichen. Das Nationale Naturmonument ist auch ein Teil des mit der Schutzwaldverordnung Ivenacker Hudewald vom 8. Februar 2010 festgesetzten Schutzwaldes. Die Fläche des Nationalen Naturmonuments beträgt 75 Hektar.

Dienstag, 16. August 2016

Geopark Vulkanland Eifel wird in die beiden Geoparks Vulkaneifel und Laacher See aufgeteilt

Der nationale Geopark Vulkanland Eifel in Rheinland-Pfalz wird in zwei Geoparks aufgeteilt. Das gab die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung, die für das Label Nationaler Geopark in Deutschland zuständig ist, in einer Mitteilung vom 06.07.2016 bekannt. Die beiden neuen Geoparks heißen Geopark Vulkaneifel und Geopark Laacher See.

Damit erhöht sich die Zahl der nationalen Geoparks in Deutschland von 15 auf 16. Hintergrund der Aufteilung sind gemäß der Mitteilung einerseits die unterschiedlichen Förderinstrumentarien in den beiden Teilräumen und andererseits der Umstand, dass der westliche Teil des bisherigen Geoparks Vulkanland Eifel als UNESCO Global Geopark anerkannt ist (nicht aber der östliche Teil, der zukünftig den Geopark Laacher See darstellt).

Im neuen Geopark Vulkaneifel befinden sich unter anderem die Eifelmaare. Im neuen Geopark Laacher See befindet sich selbstredend der Laacher See mit den Auswurfmassen des Laacher-See-Ausbruchs und der Lava-Dome in Mendig. Der Geopark Vulkaneifel entspricht dem Naturpark Vulkaneifel, der im Jahr 2010 als achter Naturpark in Rheinland-Pfalz eröffnet worden ist. 

In Deutschland gibt es zur Zeit sechs UNESCO Global Geoparks. Damit sind zehn der nationalen Geoparks keine UNESCO Global Geoparks.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO Global Geoparks in Europa. Von dort werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen UNESCO Global Geoparks befassen, verlinkt.

http://www.nationaler-geopark.de

Freitag, 12. August 2016

Entsteht Bayerns dritter Nationalpark im Spessart?

In Bayern soll ein dritter Nationalpark eingerichtet werden. Das hat gemäß einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz das Bayerische Kabinett auf einer Klausur in St. Quirin am Tegernsee Ende Juli 2016 beschlossen.

Gemäß der Pressemitteilung soll der dritte Nationalpark nicht im Steigerwald eingerichtet werden. Dort gibt es seit langem Forderungen und Diskussionen über die Einrichtung eines Nationalparks. Darüber hinaus ist die Einrichtung des dritten Nationalparks in den Bayerischen Alpen wenig wahrscheinlich. Denn mit dem Nationalpark Berchtesgaden gibt es bereits einen Nationalpark in den Alpen und in Oberbayern. In Bezug auf die Bayerischen Alpen werden immer wieder das Ammergebirge und das Karwendel als Kandidaten für einen Nationalpark genannt.

Montag, 8. August 2016

Baden-Württemberg stellt Antrag an UNESCO für die Anerkennung des Biosphärengebiets Schwarzwald

Am 29.07.2016 hat das Land Baden-Württemberg zusammen mit den betroffenen Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut und vielen Gemeinden den Antrag an die Unesco zur Anerkennung des Biosphärengebiets Schwarzwald gestellt. Eine mögliche Anerkennung wird bis Ende 2017 erwartet.

Das Biosphärengebiet Schwarzwald wurde am 04.01.2016 von der baden-württembergischen Landesregierung verordnet. Das Gebiet hat eine Fläche von 63.236 Hektar. Es erstreckt sich über drei Landkreise mit 28 Gemeinden sowie die kreisfreie Stadt Freiburg. Das Biosphärengebiet Schwarzwald weist bereits einen Kernzonenanteil von etwas über drei Prozent auf. Es gibt keine zusammenhängende Kernzone. Vielmehr gibt es über das ganze Gebiet verteilt zahlreiche kleine Kernzonenflächen.

Die Kernzonen lassen sich in drei Gruppen unterteilen. Die erste Gruppe umfasst diejenigen Flächen, die bereits seit vielen Jahren als Bannwald ausgewiesen sind. Die zweite Gruppe umfasst die Flächen, die mit der Verordnung vom 04.12.2015 des Regierungspräsidiums Freiburg neu als Bannwälder ausgewiesen worden sind. Die dritte Gruppe umfasst Flächen, die bisher nicht als Bannwald ausgewiesen worden sind. Eine spätere Ausweisung als Bannwald ist für diese Flächen geplant (Bannwald ist der baden-württembergische Begriff für Naturwaldreservat).

Baden-Württemberg hat bereits ein von der Unesco anerkanntes Biosphärengebiet, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Es wurde am 31.01.2008 verordnet und am 26.05.2009 von der Unesoco anerkannt.   

Donnerstag, 4. August 2016

Königsbrücker Heide ist erstes zertifiziertes Wildnisgebiet unter dem Dach der Nationalen Naturlandschaften in Deutschland

EUROPARC Deutschland, der Dachverband der Nationalparks, Naturparks und UNESCO-Biosphärenreservate in Deutschland, hat am 02.06.2016 eine vierte Schutzgebietskategorie eröffnet. Dies ist das zertifizierte Wildnisgebiet.

Unter dem Dach der Nationalen Naturlandschaften sind ab jetzt auch Gebiete vertreten, 
  • die eine bestimmte Größe aufweisen
  • in denen der Prozessschutz gewährleistet ist
  • und die nicht einer der anderen drei Kategorien angehören.

Mit der vierten Schutzgebietskategorie des Wildnisgebiets unterstützt EUROPARC Deutschland das Ziel der Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Biodiversitätsstrategie, bis zum Jahr 2020 auf mindestens zwei Prozent der Fläche in Deutschland Wildnis zuzulassen.