Montag, 30. November 2015

Katalonien gründet neuen Naturpark "Parque Natural de les Capçaleres del Ter i del Freser"

Mit der Verordnung 211/2015 vom 22.09.2015 hat die autonome spanische Region Katalonien einen neuen Naturpark geschaffen. Der neue Naturpark "Capçaleres del Ter i del Freser" (auf deutsch: Oberläufe der Flüsse Ter und Freser) befindet sich in den östlichen Pyrenäen im Landkreis (Comarca) Ripollès und in der Provinz Gerona. Der Naturpark umfasst die östlichsten Hochpyrenäen. Gemäß der Verordnung wird der Naturpark in die IUCN-Kategorie V eingeordnet. 

Die höchste Erhebung im neuen Naturpark ist der Berg Puigmal, 2.909 m ü NN, einer der herausragendsten Berge Spaniens. Dies ist der zweithöchste Berg der Provinz Gerona. Der Fluss Freser ist ein Seitenfluss des Flusses Ter. Der Fluss Ter mündet an der Costa Brava bei Torroella de Montgri ins Mittelmeer. Im neuen Naturpark befindet sich auch das Tal Vall de Núria, durch das eine der wenigen Zahnradbahnen Spaniens aufwärtsführt.

Der neue Naturpark grenzt direkt an Frankreich und dort an den Naturpark Parque Naturel Regional des Pyrénées Catalanes sowie an verschiedene Naturschutzgebiete.

Der neue Naturpark umfasst eine Fläche von 14.547,93 Hektar. Diese Fläche teilt sich auf die folgenden sieben Gemeinden auf:
Queralbs 7.897,18 Hektar
Setcases 3.386,87 Hektar
Vilallonga de Ter 1.653,98 Hektar
Ribes de Freser 449,78 Hektar
Planoles 207,44 Hektar
Molló 696,64 Hektar
Pardines 256,04 Hektar

Siehe auch:
Biosphärenreservat Montseny in Katalonien vergrößert im Post vom 21.12.2014 in diesem Blog

Donnerstag, 26. November 2015

Wanderung auf dem Burgensteig Bergstraße bei Heidelberg

Der neue Burgensteig Bergstraße wurde im Jahr 2014 vom Odenwaldklub e.V. und vom Tourismus Service Bergstraße eingerichtet. Der Deutsche Wanderverband hat den neuen Weitwanderweg mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert.

Der 120 Kilometer lange Burgensteig Bergstraße verläuft von Darmstadt-Eberstadt (Hessen) bis zur Alten Brücke in Heidelberg (Baden-Württemberg) durch den Odenwald, einem deutschen Mittelgebirge. Im Wegverlauf sind beachtliche 3.650 Höhenmeter zu bewältigen. Der Burgensteig Bergstraße führt am Westrand des Odenwalds entlang und berührt die Naturräume Bergstraße, Vorderer Odenwald und Sandstein-Odenwald. Der Burgensteig Bergstraße verläuft zudem durch den Geopark Odenwald sowie durch die Naturparks Bergstraße-Odenwald (Hessen) und Neckartal-Odenwald (Baden-Württemberg).

Der Burgensteig Bergstraße wird in neun Etappen eingeteilt. Die neunte Etappe verläuft von Dossenheim bis Heidelberg. Im heutigen Post in diesem Blog gehen wir den letzten Teil der neunten Etappe des Burgensteigs Bergstraße und bleiben hierbei im Stadtgebiet von Heidelberg.

Sonntag, 22. November 2015

Englands Nationalparks Lake District und Yorkshire Dales wurden vergrößert

Die Britische Umweltministerin Elizabeth Truss hat am 23.10.2015 bestätigt, dass die beiden englischen Nationalparks Lake District und Yorkshire Dales vergrößert worden sind. Die beiden Nationalparks grenzen nun unmittelbar aneinander. Beide Nationalparks zusammen bilden jetzt die größte Nationalpark-Landfläche Englands.

Die jetzt bestätigte Erweiterung des Lake District Nationalparks umfasst Flächen von ca. 27 Quadratmeilen in der Grafschaft Cumbria. Der Nationalpark wird um 3 Prozent vergrößert. Die jetzt bestätigte Erweiterung des Yorkshire Dales Nationalparks umfasst Flächen von ca. 161 Quadratmeilen in der Grafschaft Cumbria und zum ersten Mal auch in der Grafschaft Lancashire. Der Nationalpark wird um fast 24 Prozent vergrößert.

Mittwoch, 18. November 2015

Sitia auf der Insel Kreta ist der fünfte international anerkannte Geopark Griechenlands

Das von der Unesco unterstützte Weltnetzwerk der Geoparks (Global Geoparks Network) hat beim vierten Asien-Pazifik Geoparknetzwerk-Symposium vom 15. bis 20.09.2015 den Geopark Sitia als Global Geopark anerkannt. Sitia ist der fünfte international anerkannte Geopark Griechenlands. Sitia ist damit gleichzeitig auch Mitglied im europäischen Netzwerk der Geoparks.

Der Sitia Geopark befindet sich in der östlichsten Ecke der Insel Kreta in der Gemeinde Sitia und umfasst den Naturpark gleichen Namens. Die Stätte beherbergt zahlreiche Fossilien von Säugetieren des Pleistozän (vor 2.588.000 - 11.700 Jahren, der letzte Teil des Quartärs). Die Entdeckung von drei Fossilien des elefantenähnlichen Deinotherium giganteum, die ausgedehnten Höhlensysteme und die alten Küstenlinien rund um Zakros sind einmalig in Kreta. Das hervorstechendste Charakteristikum des Gebiets sind die ausgedehnten Karststrukturen im Kalkstein. Über 170 Höhlen und viele Schluchten wurden in dem Gebiet entdeckt. 

Die Fläche des Naturparks Sitia ist 361,4 km². 

Website des Naturparks:
http://www.sitia-geopark.gr

Die anderen vier Global Geoparks von Griechenland sind:
Chelmos-Vouraikos-Geopark
Petrified Forest of Lesvos
Psiloritis Natural Park
Vikos-Aoos Geopark

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO Global Geoparks in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geoparks befassen, verlinkt.
 
Siehe auch:
Nationalparks in Griechenland im Post vom 03.06.2010 in diesem Blog 

Samstag, 14. November 2015

Ehemalige königliche Jagdlandschaft in Nord-Seeland in Dänemark ist Kulturlandschaft im Unesco-Weltkulturerbe

Das Welterbekomitee der Unesco hat auf seiner 39. Sitzung vom 28.06. bis 08.07.2015 in Bonn die ehemalige königliche Jagdlandschaft in Nord-Seeland ("Par force hunting landscape in North Zealand") in Dänemark als Kulturlandschaft im Rahmen des Unesco-Weltkulturerbes anerkannt.

Seeland (dänisch Sjælland) ist die größte Insel Dänemarks. Die neue Weltkulturerbestätte befindet sich 30 Kilometer nördlich von Kopenhagen. Es handelt sich um eine serielle Welterbestätte. Deren Bestandteile sind die ehemaligen Jagdwälder von Store Dyrehave und Gribskov, die Reste der Verbindungsstraßen zwischen diesen Wäldern sowie der ehemalige Jagdpark von Jægersborg Hegn/Jægersborg Dyrehave.

Dienstag, 10. November 2015

Toskanisch-Emilianischer Appennin ist neues Unesco-Biosphärenreservat

Das internationale Koordinierungskomitee des MAB-Programms der Unesco hat am 9. Juni 2015 auf seiner 27. Sitzung den Vorschlag zur Einrichtung eines Biosphärenreservats im toskanisch-emilianischen Appennin (Appennino Tosco-Emiliano) anerkannt. Italien hat damit 13 Biosphärenreservate.

Das neue Biosphärenreservat befindet sich in den Regionen Toskana und Emilia-Romagna in Nord-Zentral-Italien. Es umfasst die Gebirgskette des Appennin vom Cisa-Pass bis zum Forbici-Pass, der geographischen und klimatischen Grenze zwischen Kontinental- und Mittelmeer-Europa. 

Freitag, 6. November 2015

Organisation "Rewilding Europe" hat bereits 41 Mitglieder in 18 Ländern

Die im Jahr 2011 von WWF Niederlande, ARK Nature, Wild Wonders of Europe und Conservation Capital gegründete Organisation Rewilding Europe hat mit Stand Oktober 2015 bereits 41 Mitglieder in 18 europäischen Ländern. Im Oktober 2015 traten drei niederländische Schutzgebiete der Organisation Rewilding Europe bei.

Rewilding Europe hat sich zum Ziel gesetzt, 10 große Gebiete in Europa auszuwählen, um dort Wildnisentwicklung in großem Stil durchzuführen (Rewilding Areas). Mit Stand Oktober 2015 sind bereits acht der zehn Gebiete festgelegt. Darüber hinaus gibt es aber auch ein europäisches Netzwerk für die Wildnisentwicklung (European Rewilding Network) innerhalb von Rewilding Europe, zu dem alle Gebiete beitreten können, die Wildnisentwicklung betreiben. Außer den Rewilding Areas können auch kleinere Gebiete dem European Rewilding Network beitreten. 

Die Internetseite von Rewilding Europe weist mit Stand Anfang November 2015 die folgenden 41 Mitglieder aus:

Montag, 2. November 2015

Bereits 8,3 Prozent der Landeswaldfläche in Niedersachsen sind nutzungsfrei

Mit Stand Oktober 2015 sind bereits 8,3 Prozent der im Landesbesitz befindlichen Wälder im deutschen Bundesland Niedersachsen Naturwald und damit nutzungsfrei. Das hat das niedersächsische Landeswirtschafts- und Umweltministerium in einer Pressemitteilung vom 20.10.2015 bekanntgegeben.

Niedersachsen kommt damit dem Ziel der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung näher, wonach bis zum Jahr 2020 fünf Prozent der Waldfläche Deutschlands sowie 10 Prozent der Staatswaldfläche in Deutschland als großflächige Wildnisgebiete zu schützen sind.