Montag, 30. Juni 2014

Der dunkelste Nachthimmel der nördlichen Hemisphäre ist in Irlands County Kerry

Die International Dark-Sky Organisation (IDA) (Gesellschaft zum Schutz des dunklen Nachthimmels) hat Anfang 2014 der Halbinsel Iveragh im irischen County Kerry das Label "International Dark Sky Reserve" zuerkannt. Damit werden die Anstrengungen der Region zum Schutz des dunklen Nachthimmels und zur Eindämmung der Lichtverschmutzung gewürdigt.

Die Halbinsel Iveragh erhielt die höchste Stufe der Auszeichung, den goldenen Stern. Dies ist das erste Gebiet in der nördlichen Hemisphäre, das die höchste Stufe der Auszeichnung für den Schutz des dunklen Nachthimmels erhalten hat. Das Gebiet ist ca. 700 km² groß. Auf der Halbinsel Iveragh leben fast 4.000 Einwohner. Iveragh befindet sich in Südwestirland zwischen den Kerry Mountains und dem Atlantischen Ozean.

Donnerstag, 26. Juni 2014

"Marais poitevin" ist der 49. Naturpark Frankreichs

Die französische Umweltministerin Ségolène Royal hat am 15. Juni 2014 vor Ort in Coulon das Label "Parc naturel régional du Marais poitevin" übergeben. Dem ging die Verordnung vom 21. Mai 2014 voraus. Damit ist Marais poitevin der 49. Naturpark Frankreichs.

Marais poitevin hat ein Alleinstellungsmerkmal, das erst mal nicht ganz so rühmlich ist. Im Jahr 1979 wurde dieser Naturpark bereits einmal ausgewiesen. Im Jahr 1996 wurde dem Naturpark das Label jedoch wieder entzogen. Dies ist bis heute ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der französischen Naturparks. Der Grund für den Entzug des Labels war die Unzufriedenheit der französischen Regierung mit der Führung und mit dem Zustand des Parks. Nach Ansicht der Regierung wurden die Ziele der Charta des Parks nicht erreicht. Von ursprünglich 65.000 Hektar Feuchtwiesen waren im Jahr 1990 nur noch 25.000 Hektar übrig.

Sonntag, 22. Juni 2014

Aussicht vom Kirchturm "Daniel" in Nördlingen im Geopark Ries

Der Geopark Ries ist einer von zur Zeit 14 Nationalen Geoparks in Deutschland. Der Geopark Ries befindet sich zum größten Teil in Bayern und zu einem kleinen Teil in Baden-Württemberg. Der Geopark erstreckt sich über das Nördlinger Ries an der Grenze zwischen der Schwäbischen Alb im Südwesten und der Fränkischen Alb im Nordosten.

Das Nördlinger Ries gilt als größter und besterforschter Meteoritenkrater in Europa. Vor ca. 14,4 Millionen Jahren schlug in dem Gebiet ein Meteorit ein. Für den Zeitraum von einigen Jahrmillionen nach diesem Ereignis bedeckte ein See den Krater.

Der See ist heute längst mit Kies und Schotter sowie mit ausgefälltem Kalkstein gefüllt. Auf den ersten Blick mag man heute bei einem Besuch des Nördlinger Ries enttäuscht sein. Wegen der Vegetation und wegen der langen Zeit seit dem "Riesereignis" sind deutliche Spuren des Meteoriteneinschlags nicht sofort sichtbar. Auf den zweiten Blick bietet der Geopark Ries jedoch Dutzende Stellen, wo Schautafeln das Riesereignis erklären sowie die damit zusammenhängenden Gesteine und Oberflächenformen veranschaulichen.

Mitten im Ries liegt die Stadt Nördlingen. Nördlingen gilt als weltweit einzige Stadt, die einen vollständig erhaltenen, heute noch durchgehend begehbaren Mauerring aufweist. Nördlingen hat auch eine schöne historische Altstadt. Vom Turm der St. Georgs-Kirche, dem sogenannten Daniel, hat man einen beeindruckenden Überblick auf ganz Nördlingen sowie die umgebende Rieslandschaft. Die Aussicht vom Daniel gilt innerhalb des Geoparks Ries als geotouristische Sehenswürdigkeit.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Wird das Anaga-Gebirge das erste Biosphärenreservat Teneriffas?

Von den sieben Hauptinseln der Kanaren ist bisher nur Teneriffa ohne ein von der Unesco anerkanntes Biosphärenreservat geblieben. Das könnte sich bald ändern, denn es liegt bei der Unesco ein Antrag aus Teneriffa für die Anerkennung eines Biosphärenreservats "Anaga-Gebirge" vor. Das beratende Gremium der Unesco für Biosphärenreservate hat jetzt jedoch vorgeschlagen, dass der Antrag aus Teneriffa erst einmal nicht positiv beschieden werden soll. Zuvor muss Teneriffa noch Nachbesserungen zum Antrag einreichen.

Samstag, 14. Juni 2014

MoorFutures - ein Spendenprojekt für die Wiedervernässung von Mooren

Moore binden große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid. Intakte Moore binden sogar wesentlich mehr Kohlendioxid als ein (Ur)Wald gleicher Flächengröße. Diese Erkenntnis hat sich die Initiative MoorFutures zu eigen gemacht. Im Rahmen von MoorFutures können Firmen, Organisationen und Privatleute Emissionszertifikate, sogenannte MoorFutures, kaufen, um die eigene Klimabilanz zu verbessern. Mit den MoorFutures werden dann Moore wiedervernässt mit dem Ziel, dass die Moore zukünftig ihre natürliche Funktion wieder erfüllen können und zusätzliche Mengen Kohlendioxid speichern können.

Dienstag, 10. Juni 2014

Stevns Klint wird neue Unesco-Weltnaturerbestätte in Dänemark

Dänemark wird mit großer Wahrscheinlichkeit bei der 38. Sitzung des Unesco-Welterbekommittees (15. - 25.06.2014 in Katar) zwei neue Weltnaturerbestätten zugesprochen bekommen. Neben der Welterbestätte Wattenmeer, die eine Erweiterung der in Deutschland und den Niederlanden bereits bestehenden Welterbestätte darstellt (siehe den Post vom 25.05.2014 in diesem Blog), wird es die neue Weltnaturerbestätte Stevns Klint geben.

Die mit der Prüfung des Antrags beauftragte IUCN hat ihre Arbeit im März 2014 abgeschlossen und die Aufnahme von Stevns Klint in die Familie der Welterbestätten gutgeheißen.

Freitag, 6. Juni 2014

Allianz Global Assistance sucht die sieben Naturwunder Spaniens

Noch bis zum 8. Juni 2014 sucht die Versicherungsgesellschaft Allianz Global Assistance die sieben Naturwunder Spaniens. Auf der Internetseite 7maravillas.es stehen zur Zeit noch 20 Naturwunder zur Auswahl, über die bis zum 8. Juni 2014 abgestimmt werden kann.

Dies sind die 20 zur Wahl stehenden Naturwunder:

Montag, 2. Juni 2014

Naturschutzgebiet Aachtobel im Hinterland des Bodensees

Im nordöstlichen Hinterland des Überlinger Sees, eines Arms des Bodensees, befinden sich zahlreiche Schluchten (Tobel). Der bedeutendste dieser Tobel ist der Aachtobel. 

Der Aachtobel - wie auch die anderen Tobel in der Nachbarschaft -  entstand durch Bäche und Flüsse, die hier den Höhenunterschied zwischen dem aus Molasse bestehenden Oberschwäbischen Hügelland und dem Bodenseebecken überwinden.

Der Aachtobel ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dies ist eines der ältesten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg. Es wurde im Jahr 1939 verordnet und hat eine Größe von 72 Hektar. Seit längerer Zeit ist eine Neuverordnung des Naturschutzgebiets geplant, weil die bestehende Verordnung die heutigen Anforderungen an einen wirksamen Naturschutz nicht mehr richtig erfüllt. Die fällige Neuverordnung des Naturschutzgebiets ist leider bis heute nicht umgesetzt worden.