Dienstag, 30. Juli 2013

Natura 2000 in Kroatien

Kroatien ist seit dem 1. Juli 2013 der 28. Mitgliedsstaat der EU. Die Mitgliedschaft in der EU bedeutet für Kroatien, dass dort ab sofort die Naturschutzrichtlinien der EU (FFH-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie) voll zur Anwendung kommen. Die Vorbereitungen für die Umsetzung der beiden EU-Richtlinien in Kroatien sind seit Jahren im Gange. Bereits im Jahr 2003 wurde ein Gesetz verabschiedet, das ein ökologisches Netzwerk von Schutzgebieten als Vorbereitung von Natura 2000 ausgewiesen hat.

Voraussichtlich wird über ein Drittel der Fläche von Kroatien als FFH-Gebiet bzw. als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Dieser Wert liegt weit über dem Durchschnittswert der EU. Das zeigt einerseits die Bereitschaft Kroatiens, die Biodiversität zu erhalten. Andererseits weist dies auch auf den außergewöhnlichen Naturreichtum des Landes hin. In Kroatien gibt es besonders viele endemische Arten. Kroatien ist eines der drei bedeutendsten europäischen Länder für botanischen Endemismus. 

Freitag, 26. Juli 2013

Moore im FFH-Gebiet Hörnergruppe in den Allgäuer Alpen

Die Hörnergruppe ist eine kleine Berggruppe in den Allgäuer Voralpen links (westlich) des Illertals. Diese Berge bestehen aus Flyschgestein. Dieses Gestein wurde während der Kreidezeit in einem Tiefseetrog abgelagert. Der Flysch besteht aus wasserstauenden Mergel-, Ton- und Sandsteinen. Berge aus Flysch sind einerseits mit einem üppigen Bewuchs überzogen. Andererseits neigt der Flysch zu Instabilität und Rutschungen sowie zu Vermoorungen.

Das FFH-Gebiet Hörnergruppe ist 1.183 Hektar groß und liegt im Landkreis Oberallgäu. Es besteht aus zwei Teilgebieten. Das südliche der beiden Gebiete umfasst den Gipfelbereich des Wannenkopfs und dessen Südhänge. Das nördliche Teilgebiet erstreckt sich über den Großen Ochsenkopf und dessen Nordhänge.  Das FFH-Gebiet befindet sich innerhalb des Naturparks Nagelfluhkette.

Montag, 22. Juli 2013

Unesco besorgt über Skipistenpläne in Bulgariens Weltnaturerbe Pirin Nationalpark

Bei der 37. Sitzung des Welterbekommittees der Unesco im Juni 2013 war unter vielen anderen Themen auch der aktuelle Zustand der Unesco-Weltnalturerbestätte Pirin Nationalpark in Bulgarien auf der Tagesordnung.

Die Unesco hat hierbei zum wiederholten Mal ihre Besorgnis über Pläne ausgedrückt, die den Bau von Seilbahnen und Pisten im Gebiet der Welterbestätte Pirin Nationalpark vorsehen. Zur Zeit erwägt die Regierung Bulgariens eine Änderung des Managementplans für das Gebiet, so dass innerhalb der Pufferzone eine weitere skitouristische Entwicklung möglich wäre. 

Donnerstag, 18. Juli 2013

Naturdenkmal Gollinger Wasserfall im Salzburger Land

Der Gollinger Wasserfall gehört zu den wichtigsten Naturdenkmalen des österreichischen Bundeslands Salzburg. Dies ist wohl der bekannteste und schönste Wasserfall des Bundeslands.

Der Gollinger Wasserfall im Tennengau wurde im Jahr 1985 zum Naturdenkmal erklärt. Das Naturdenkmal hat eine Fläche von 3,0077 Hektar. Das Besondere am Gollinger Wasserfall ist einerseits der sehr pittoreske untere Fall und andererseits der Umstand, dass das Wasser des Wasserfalls nicht im Verlauf eines Baches von weither kommt, sondern oberhalb des Wasserfalls aus einer Höhle (Schwarzbachfallhöhle) entspringt.

Der Gollinger Wasserfall besteht aus zwei Fällen. Der bekanntere und fast immer abgebildete der beiden Fälle ist der untere Wasserfall. Der obere Wasserfall beginnt direkt unterhalb der Quellhöhle. Das Wasser stürzt dort hinter einer Felswand und unter einem Felsbogen hindurch. Die gesamte Fallhöhe beider Fälle beträgt 76 Meter. Der untere Fall hat eine Höhe von 25 Metern.

Sonntag, 14. Juli 2013

Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen soll erweitert werden

Der Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen ist einer von zur Zeit sechs Nationalparks in Österreich. Seine Fläche beträgt aktuell 20.856 Hektar und erstreckt sich über das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge in den Voralpen des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich.

Der Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen soll nun großflächig erweitert werden. Wichtig und interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Erweiterung des Nationalparks keine neue Forderung ist. Vielmehr ist bereits im Landesgesetz über die Errichtung und den Betrieb des Nationalparks vom 5.12.1996 ein viel größeres Nationalparkgebiet festgehalten als bisher erreicht worden ist.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Die Sierra de Guadarrama ist der 15. Nationalpark Spaniens

Nach langer Vorbereitungszeit ist es jetzt soweit. Die innerhalb des kastilischen Scheidegebirges und nördlich von Madrid gelegene Sierra de Guadarrama ist der 15. Nationalpark Spaniens. Das Nationalparkgesetz wurde am 13. Juni 2013 vom spanischen Parlament verabschiedet und am 26. Juni 2013 im Staatsanzeiger veröffentlicht.

Das Gesetz 7/2013 setzt 33.960 Hektar unter die strengste Schutzgebietskategorie in Spanien. Diese Fläche teilen sich die Region Madrid (21.714 Hektar) und die Region Castilla y Leon (12.246 Hektar). Damit ist der Nationalpark Sierra de Guadarrama der viertgrößte Nationalpark Spaniens. Um die Kernzone des Parks gibt es noch eine Umgebungszone. Der Park ist der erste Nationalpark in der Region Madrid. Der neue Nationalpark erreicht im Berg Peñalara eine Höhe von 2.428 m ü NN.

Im Gebiet des neuen Nationalparks gibt es elf verschiedene Ökosysteme, darunter ein für die iberische Halbinsel einmaliges Ökosystem des mediterranen Hochgebirges. Im Nationalparkgebiet gibt es ca. 1.280 Tierarten, von denen einige vom Aussterben bedroht sind, sowie 1.500 Pflanzenarten. Im Gebiet kommen 45 Prozent der Tierarten in Spanien und 18 Prozent der Tierarten Europas vor.       

Samstag, 6. Juli 2013

Bannwald "Buch" bei Biberach in Oberschwaben

Der Bannwald Buch bei Biberach in Oberschwaben gehört zu den 129 Naturwaldreservaten, die es zur Zeit in Baden-Württemberg gibt. Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg verwendet als einziges Gebiet im deutschen Sprachraum das Wort Bannwald für ein Naturwaldreservat.

Zählt man auch noch die 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb dazu und berücksichtigt man diejenigen Gebiete, die gleichzeitig Kernzone und Bannwald sind (5), ergeben sich für Baden-Württemberg zur Zeit 151 Wildnisgebiete bzw. Wildnisentwicklungsgebiete.

Der Bannwald Buch hat eine Fläche von 42,7 Hektar. Dieser Bannwald wurde im Jahr 2000 verordnet. Er befindet sich südlich der Gemeinde Ummendorf, die wiederum in der unmittelbaren Nachbarschaft der Stadt Biberach in Oberschwaben liegt.

Dienstag, 2. Juli 2013

Heinz Sielmann Stiftung sucht Deutschlands schönstes Naturdenkmal

Bereits zum fünften Mal sucht die Heinz Sielmann Stiftung Deutschlands schönstes Naturwunder. Dieses Jahr geht es um die Schutzgebietskategorie des Naturdenkmals. Ein Naturdenkmal ist ja ein Naturschutzgebiet im Kleinen. Man unterscheidet punktförmige und flächenhafte Naturdenkmale, wobei die Fläche 5 Hektar nicht übersteigen soll.

Zusammen mit EUROPARC Deutschland e.V. stellt die Heinz Sielmann Stiftung 21 Naturdenkmale zur Auswahl. Bis zum 11.09.2013 kann abgestimmt werden.

Wir wollen hier mal die 21 Naturdenkmale nach den Bundesländern ordnen.