Montag, 29. Oktober 2012

Zwei neue europäische Mitglieder im Weltnetzwerk der Geoparks

Das Weltnetzwerk der Geoparks hat im September 2012 vier neue Geoparks als Mitglieder aufgenommen. Darunter befinden sich zwei in Europa. Dies sind der Geopark Bakony-Balaton in Ungarn sowie der Geopark Central Catalonia in der spanischen Region Katalonien. 

Ungarn hat nun insgeamt zwei Geoparks, die Mitglied im Weltnetzwerk der Geoparks sind. Spanien hat nun bereits acht Geoparks im Weltnetzwerk der Geoparks. Für die spanische Region Katalonien ist es der erste Geopark.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Türkischer Küre-Gebirge Nationalpark erhält PAN Parks Zertifikation

Der Nationalpark Küre-Gebirge in der Türkei hat im September 2012 von der PAN Parks-Organisation das Zertifikat PAN Park erhalten. Dies ist das erste Schutzgebiet in der Türkei, das dieses Zertifikat erhalten hat. Insgesamt gibt es in Europa jetzt 13 PAN Parks.

Auf türkisch heißt das Schutzgebiet Küre Daglari Milli Parki. Der Nationalpark Küre-Gebirge ist einer von 33 Nationalparks in der Türkei. Er umfasst das Küre-Gebirge in der westlichen Schwarzmeer-Region mit einer Höhe von bis zu 2.019 m ü NN. Der Nationalpark ist 37.753 Hektar groß mit einer Pufferzone von 134.366 Hektar. Die Topographie der Parks ist plateauartig mit tief eingeschnittenen Schluchten.  Es gibt auch Höhlen und Wasserfälle. Der Nationalpark ist einer von 100 Wald-Hotspots in Europa in Bezug auf die Artenvielfalt und die Schutzbedürftigkeit seltener Tiere und Pflanzen.

Gemäß den Angaben der PAN Parks-Organisation beträgt der Wildnisanteil des Parks 15.758 Hektar (40,54 Prozent der Parkfläche). Die PAN Parks-Organisation ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich den Schutz der europäischen Wildnisgebiete zum Ziel gesetzt hat. PAN Parks ist auch ein wichtiger Partner bei der Erarbeitung des Wildniskonzepts der EU.

Internetseite von PAN Parks: www.panparks.org 

Internetseite des Nationalparks Küre-Gebirge: www.kdmp.gov.tr

Freitag, 19. Oktober 2012

Neue Internetseite des geplanten Waldnationalparks "Champagne et Bourgogne"

In Frankreich wurde erst vor wenigen Monaten mit dem Nationalpark Calanque bei Marseille der zehnte Nationalpark des Landes eröffnet. Nun laufen die Planungen für den elften Nationalpark auf Hochtouren.

Der elfte Nationalpark Frankreichs wird ein Waldnationalpark sein. Er wird sich in den Regionen Champagne und Bourgogne im östlichen Zentrum des Landes befinden. Sein Name wird sein: "Parc national des forets de Champagne et Bourgogne".

Nun kann man die letzten Vorbereitungen zur Schaffung des Nationalparks mitverfolgen. Denn es gibt jetzt eine eigene Internetseite, auf der der aktuelle Stand zu diesem Nationalpark dokumentiert wird. 

Die Adresse der Internetseite ist: www.forets-champagne-bourgogne.fr

Im neuen Waldnationalpark Champagne et Bourgogne werden naturgemäß die Wälder und hier insbesondere die Buchenwälder dominieren. Dieser Nationalpark wird mit dem Ziel geschaffen, in Frankreich ein großes Schutzgebiet einzurichten, das dem Schutz der Laubwälder der Ebene dient. Unter den Tieren ist vor allem die Wildkatze interessant, für deren Schutz ja auch in Deutschland einiges unternommen wird. Die Lage des Nationalparks ist südwestlich des Autobahndreiecks A5 / A31. Die A5 bildet in etwa die nördliche Grenze, die A31 bildet in etwa die östliche Grenze des geplanten Nationalparks. 

Montag, 15. Oktober 2012

Kernzone "Moorkomplex Tiefenwald" im Biosphärenpark Großes Walsertal

Der Moorkomplex Tiefenwald ist eine von sechs Kernzonen im Biosphärenpark Großes Walsertal. Dieser Biosphärenpark befindet sich im österreichischen Bundesland Vorarlberg und ist der einzige Biosphärenpark dieses Bundeslandes. In Österreich gibt es insgesamt sieben Biosphärenparks. Biosphärenpark ist der in Österreich verwendete Begriff für die von der Unesco ins Leben gerufene Schutzgebietskategorie Biosphere Reserve.

Der Biosphärenpark Großes Walsertal umfasst eine Fläche von ca. 19.200 Hektar. Die Unesco hat das Gebiet im Jahr 2000 anerkannt. Die Kernzonen haben im Biosphärenpark Großes Walsertal einen Anteil von knapp 20 Prozent. Das ist ein sehr hoher und weit überdurchschnittlicher Anteil. Die sechs Kernzonen sind sehr unterschiedlich groß. Die Kernzonen Gadental und Faludriga-Nova umfassen ganze Täler im Lechquellengebirge in den Nördlichen Ostalpen. Dem steht die kleinste Kernzone "Moorkomplex Tiefental" gegenüber. Als einzige der Kernzonen befindet sie sich nicht im Großen Walsertal direkt, sondern nördlich des Faschinajochs bereits im Einzugsgebiet der Bregenzer Ache. Das hat seinen Grund darin, das eine der Gemeinden des Großen Walsertals hier mit ihrem Gemeindegebiet auf das Nachbartal übergreift.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Berghütte "Son Amer" in Mallorca`s Serra de Tramuntana

In Mallorca`s größtem Gebirgszug, der Serra de Tramuntana, gibt es einige Schutzhütten, die im Besitz der Regierung der Balearen sind. Zudem gibt es entlang des Weitwanderwegs GR 221 verschiedene Schutzhütten im Besitz der Inselregierung von Mallorca.

Die Balearenregierung betreibt drei bewirtschaftete und neun unbewirtschaftete Hütten. Die Inselregierung besitzt im Verlauf des Weitwanderwegs GR 221 weitere fünf Schutzhütten. Für eine Übernachtung in einer der Hütten ist eine vorherige telefonische Reservierung erforderlich. Für den durchschnittlichen Mallorca-Touristen kommt eine Übernachtung in einer der Hütten im Allgemeinen kaum in Betracht. Es ist möglich, je nach der Lage der Touristenunterkunft (meist in Meeresnähe) Tagestouren in der Serra de Tramuntana durchzuführen.

Freitag, 5. Oktober 2012

Naturschutzgebiet Eriskircher Ried am Bodensee

Das Eriskircher Ried ist das größte und wertvollste Naturschutzgebiet am deutschen Bodenseeufer und die größte naturbelassene Fläche des nördlichen Bodenseeufers. Das Eriskircher Ried wurde bereits im Jahr 1939 unter Naturschutz gestellt und im Jahr 1983 auf seine heutige Flächengröße von 520 Hektar erweitert.

Das Eriskircher Ried befindet sich zwischen der Stadt Friedrichshafen und der Gemeinde Langenargen sowie zwischen der Einmündung der Rotach und der Einmündung der Schussen in den Bodensee.

Nach der letzten Eiszeit lagerten im Gebiet des heutigen Eriskircher Rieds die Flüsse Rotach und Schussen große Schuttfächer ab. In der damals noch weitgehend vegetationsfreien Landschaft führten die Flüsse wesentlich mehr Geschiebe mit sich als dies heute der Fall ist. Der Wasserspiegel des Bodensees war am Ende der letzten Eiszeit wegen der hohen Schmelzwasserströme aus den Alpen höher als heute. Es später senkte sich der Wasserspiegel und gab die von den Flüssen unter Wasser abgelagerten Schuttfächer teilweise frei.    

Montag, 1. Oktober 2012

NABU-Stiftung besitzt über 10.000 Hektar Fläche

Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe hat Ende des Jahres 2011 ihren Flächenbesitz auf über 10.000 Hektar erhöht. Das geht aus dem Jahresbericht 2011 der Stiftung hervor, der im August 2012 veröffentlicht worden ist. Genau genommen besaß die Stiftung Ende 2011 11.455 Hektar Fläche.

Der Flächenzuwachs resultiert vor allem aus der Übernahme von Flächen aus dem sogenannten Nationalen Naturerbe. Das sind Flächen im Bundesbesitz, die für ihren ursprünglichen Zweck (z.B. Truppenübungsplatz) nicht mehr benötigt werden und nun an verschiedene Naturschutzorganisationen weitergegeben werden. 

Im Jahr 2011 kamen im Rahmen von 15 Übertragungsverträgen 1.703 Hektar zusätzlich in den Besitz der Stiftung. Die Vergrößerung bestehender Schutzgebiete führte zu einem weiteren Flächenzuwachs von 1.894 Hektar. Die neuerworbenen Gebiete verteilen sich auf die Bundeländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen.

Der im Jahr 1899 gegründete NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) ist eine der größten nichtstaatlichen Naturschutzorganisationen Deutschlands. Seit dem Jahr 2002 ist die NABU-Stiftung eine rechtlich selbständige Stiftung des NABU.