Donnerstag, 31. März 2011

Königliche Gesellschaft für den Schutz der Vogelwelt (Royal Society for the Protection of Birds)

Großbritannien ist ohne Zweifel das Land der privaten gemeinnützigen Naturschutzorganisationen. Die größte derartige Organisation und wohl auch die mitgliederstärkste Organisation in Europa ist die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB). 

RSPB wurde im Jahr 1889 gegründet und hat heute über eine Million Mitglieder. Bei der Gesellschaft sind über 1.300 Mitarbeiter fest angestellt. Dazu gibt es noch über 13.000 Freiwillige.

Mittwoch, 30. März 2011

Über 50 Prozent des Nationalparks Harz sind bereits Wildnis

Der Nationalpark Harz in den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gehört zu den sogenannten Entwicklungs-Nationalparks. Darunter versteht man Nationalparks, die in den ersten Jahren und Jahrzehnten ihres Bestehens zunächst noch nicht die von der IUCN für Nationalparks geforderten 75 Prozent Wildnisanteil aufweisen müssen.

Zu dieser Kategorie der Nationalparks gehören Gebiete in vergleichsweise dicht bediedelten Ländern, in denen oft seit Jahrhunderten irgendeine Nutzung durch den Menschen stattgefunden hat. Gäbe es die Kategorie der Entwicklungsnationalparks nicht, könnte man in Ländern wie z.B. Deutschland kaum einen Nationalpark ausweisen. Denn in diesen Ländern gibt es kaum mehr Flächen mit einer Mindestgröße von 7.500 Hektar (75 Prozent der Mindestgröße für Nationalparks von 10.000 Hektar), die Wildnis sind.

Montag, 28. März 2011

Tor zu Nationalpark in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz weit offen

Die Landtagswahlen vom 27. März 2011 in den deutschen Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben die Partei Die Grünen als klaren Sieger hervorgebracht. In Baden-Württemberg wird es voraussichtlich eine Koalitionsregierung aus Grünen und SPD unter Führung eines Ministerpräsidenten der Grünen geben. In Rheinland-Pfalz wird es voraussichtlich eine Koalitionsregierung aus SPD und Grünen mit einem Ministerpräsidenten der SPD geben.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind die einzigen großen Flächen-Bundesländer in Deutschland, die noch nicht über einen Nationalpark verfügen. Es dürfte somit interessant sein, einmal in die Wahlprogramme von Grünen und SPD der beiden Bundesländer zu sehen.

Samstag, 26. März 2011

EU Natura 2000-Netzwerk wächst und wächst

Die EU-Kommission hat mit Datum vom 10. Januar 2011 die Listen der FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat-Gebiete), die zusammen mit den Vogelschutzgebieten das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 bilden, erneut aktualisiert.

Für sechs der neun biogeographischen Regionen wurden neue Listen veröffentlicht, die zusätzliche FFH-Gebiete beinhalten.

Die betroffenen Regionen sind:

Donnerstag, 24. März 2011

Ibiza`s Felseninseln es Vedra und es Vedranell


Die vor der Südwestküste von Ibiza gelegenen Felseninseln es Vedra und es Vedranell sind wohl die markanteste Naturerscheinung der Baleareninsel. Die größere der beiden Felseninseln, es Vedra, ragt immerhin 380 Meter über den Meeresspiegel hinaus.

Die beiden Felseninseln sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen (reserva natural des Vedra i es Vedranell). Die unbewohnten Inseln sind der Gegenstand vieler Sagen. Vor allem den Esoterikern haben es die Inseln angetan. Da wird von Kraftfeldern berichtet, von Abweichungen der Kompassnadel, von einem Schiffsfriedhof, gar von einer unterirdischen Basis für Ufos. 

Wir bleiben hier aber bei den Tatsachen. Das Naturschutzgebiet umfasst neben den Inseln Es Vedra und es Vedranell auch noch verschiedene Inseln vor der Westküste Ibizas. Diese Inseln werden später mal in diesem Blog das Thema sein. Das Naturschutzgebiet wurde im Jahr 2002 verordnet. Die Größe des Schutzgebiets im Bereich der beiden Inseln es Vedra und es Vedranell beträgt 79,31 Hektar.

Mittwoch, 23. März 2011

Biosphärenreservate in Italien

Die zentrale Internetseite für alle Parks in Italien - www.parks.it - hat jetzt einen eigenen Link zu denjenigen Parks, die auch als Unesco-Biosphärenreservate ausgewiesen sind.

Auf der Startseite von www.parks.it befindet sich in der linken Spalte unten die Überschrift "riconoscimenti". Hier gibt es Links zu den Parks, die eine internationale Auszeichnung erhalten haben. Durch Klicken auf "Riserva della Biosfera" werden die Biosphärenreservate aufgelistet.

In Italien sind vier Nationalparks, zwei Regionalparks, ein Meeresschutzgebiet sowie zwei Naturschutzgebiete auch Biosphärenreservat der Unesco.

Dienstag, 22. März 2011

Kroatien weist ersten Regionalpark aus

Das Naturschutzgesetz von Kroatien legt neun Kategorien für Schutzgebiete fest.
  • Totalreservat
  • Nationalpark
  • Naturschutzgebiet
  • Naturpark
  • Regionalpark
  • Naturdenkmal
  • Landschaft von besonderer Bedeutung
  • Waldschutzgebiet
  • geschützter künstlich geschaffener Park
Bis vor kurzem gab es in Kroatien noch kein Schutzgebiet der Kategorie Regionalpark. Das hat sich jetzt geändert. Seit dem 10.02.2011 besitzt Kroatien einen gesetzlich ausgewiesenen Regionalpark. Dies ist der ca. 88.000 Hektar große Regionalpark Drau-Mur. Er befindet sich im Nordosten des Landes an der Grenze zu Ungarn und Serbien.

Das Flusssystem der Drau und Mur, an dem außer Kroatien auch noch Österreich, Slowenien, Ungarn und Serbien beteiligt sind, gehört zu den bisher am wenigsten durch menschliche Aktivitäten geänderten Flusslandschaften Europas. Es gibt Bestrebungen, ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat zu schaffen.   


Freitag, 18. März 2011

Gebiete von wissenschaftlichem Interesse in Schottland

Im Post vom 24.02.2011 ging es um die Sites of Special Scientific Interest (Gebiete von wissenschaftlichem Interesse, SSSI) in England. Diese Gebiete gibt es auch in Schottland.

Gemäß der Internetseite der Naturschutzgehörde von Schottland, Scottish Natural Heritage, gibt es in Schottland zur Zeit beachtliche 1.450 SSSI`s. Sie bedecken eine Gesamtfläche von über 1.023.000 Hektar, das sind ca. 13 Prozent der Fläche Schottlands.  Die flächengrößte SSSI ist zur Zeit Cairngorms mit 29.000 Hektar. Die Cairngorms sind ein Teil der Grampian Mountains in Nordostschottland. Dort wurde auch der zweite Nationalpark Schottlands eingerichtet. 

Donnerstag, 17. März 2011

Zwei neue Nationalparks in Mazedonien geplant

Die Republik Mazedonien verfügt zur Zeit über drei Nationalparks. Nun könnten in absehbarer Zeit zwei weitere Nationalparks dazukommen.

Die bestehenden drei Nationalparks sind:

Mittwoch, 16. März 2011

Bolle di Magadino am Lago Maggiore


Die Mündung des Tessinflusses (Ticino) in den Lago Maggiore zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten in den Südalpen. Dieses Gebiet wird Bolle di Magadino genannt. Das italienische Wort Bolle bezieht sich auf die Methanblasen, die im Gebiet hin und wieder aufsteigen. Magadino ist eine Gemeinde am Lago Maggiore in der Nähe der Ticinomündung.

Geradezu verblüffend ist die Zahl der Schutzgebietskategorien, die das Gebiet betreffen.

Auf internationaler Ebene sind die Bolle di Magadino ein Ramsar-Gebiet. Zudem hat die Schweiz die Bolle di Magadino als Smaragd-Gebiet des Europarats gemeldet (die Smaragd-Gebiete des Europarats entsprechen den Natura 2000-Gebieten der EU).

Auf nationaler Ebene sind die Bolle di Magadino in verschiedenen Schutzgebietsinventaren verzeichnet. Das Gebiet ist ganz oder in Teilen im Verzeichnis der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung, im Inventar der Amphibienlaichgebiete, im Aueninventar, im nationalen Inventar der Flachmoore, im Inventar der Moorlandschaften von nationaler Bedeutung, sowie Wasser- und Zugvogelreservat. Zudem sind die Bolle di Magadino ein kantonales Schutzgebiet des Kantons Tessin.

Dienstag, 15. März 2011

Spanisches Kabinett bestimmt fünf zusätzliche Ramsar-Gebiete

Das Spanische Kabinett hat Anfang des Jahres 2011 beschlossen, dass fünf weitere Gebiete Spaniens als Ramsar-Gebiete ausgewiesen werden. 

Bisher hatte Spanien bereits 68 Ramsar-Gebiete. Mit den neuen Gebieten sind es nun insgesamt 73 Ramsar-Gebiete. Die fünf neuen Gebiete haben eine Fläche von zusammen 11.385,895 Hektar. Die Gesamtfläche aller 73 Ramsar-Gebiete Spaniens beträgt 296.571,95 Hektar.

Freitag, 4. März 2011

Vulkan Ätna wird Kandidat für Unesco-Weltnaturerbeliste

Italien ist das Land der Erde mit den meisten Unesco-Weltkulturerbestätten. Das ist sicher kein Wunder, befindet sich doch ca. die Hälfte aller Baudenkmäler der Welt auf italienischem Boden. Beim Unesco-Weltnaturerbe sieht es in Italien jedoch wesentlich bescheidener aus. Bisher gibt es in Italien nur zwei Weltnaturerbestätten: die Äolischen Inseln und die Dolomiten.

Am 26. Januar 2011 hat Italien nun bei der Unesco ein weiteres potenzielles Weltnaturerbegebiet angemeldet: den Vulkan Ätna auf der Insel Sizilien. Die Anmeldung des Ätna für die sogenannte Tentative List (Liste der Unesco, auf der alle Welterbestätten in Wartestellung verzeichnet sind) wurde vom Naturpark Ätna mit Unterstützung des italienischen Umweltministeriums vorangetrieben. Wie bei allen Stätten, die auf der Tentative List verzeichnet sind, wird es einige Jahre dauern, bis eine formelle Anerkennung des Ätna als Weltnaturerbe erfolgen wird.

Donnerstag, 3. März 2011

Wales will AONB-Gebiet erweitern

In Wales läuft gerade eine öffentliche Anhörung über eine Erweiterung der Area of Outstanding Natural Beauty "Clwydian Range".

Areas of Outstanding Natural Beauty (Gebiete von herausragender natürlicher Schönheit), abgekürzt AONB, bilden eine Schutzgebietskategorie in England, Wales und Nordirland (nicht in Schottland). AONB`s haben zum Ziel, die natürliche Schönheit einer Landschaft zu erhalten und zu verbessern. Zudem soll in den als AONB ausgewiesenen Landschaften die Erholung gefördert werden. Auch die Interessen der in den AONB`s lebenden Menschen sollen berücksichtigt werden.

Dienstag, 1. März 2011

Dragoman-Moor wird elftes Ramsar-Gebiet Bulgariens

Das 40 Kilometer nordwestlich von Sofia an der Grenze zu Serbien gelegene Dragoman-Moor - das größte Karst-Moorgebiet Bulgariens - wird das elfte Ramsar-Gebiet des Landes. Der englische Name des Gebiets ist: Dragoman Marsh Karst Komplex. Das neue Ramsar-Gebiet ist das erste Ramsar-Gebiet Bulgariens, das sich nicht in der Nähe der Schwarzmeerküste oder entlang der Donau befindet.

Die Ramsar-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete ist das erste internationale Übereinkommen zum Schutz der Natur. Aktuell gibt es unter der Ramsar-Konvention weltweit bereits 1.918 Feuchtgebiete in 160 Vertragsstaaten. Bulgarien besitzt nun 11 Ramsar-Gebiete.