Mittwoch, 30. Dezember 2009

Nationalparkprojekt Adula kommt voran



Die neue Schweizer Pärkeverordnung hat vor kurzer Zeit den Weg frei gemacht für die Schaffung neuer Nationalpärke in der Schweiz, nachdem über viele Jahrzehnte hinweg ein Schutzgebiet im Unterengadin der einzige Nationalpark der Schweiz gewesen ist (der Einfachkeit halber "Schweizer Nationalpark" genannt).

Die öffentliche Diskussion und die Presseberichte in der Schweiz werden freilich zur Zeit eher von der neuen Schutzgebietskategorie der regionalen Naturpärke dominiert. Denn mehr als ein Dutzend entsprechende Projekte sind auf dem Weg. Da gerät die Schutzgebietskategorie des Nationalparks fast ein wenig ins Hintertreffen. Dabei muss man einmal daran erinnern, dass eine Kampagne der privaten Naturschutzorganisation Pro Natura "Gründen wir einen neuen Nationalpark" der Auslöser für die einige Jahre später erfolgte neue Pärkeverordnung gewesen ist.

Was tut sich also in Sachen Nationalpark in der Schweiz? Es gibt zur Zeit zwei konkrete Nationalparkprojekte, den Nationalpark Locarnese (Tessin) und den Nationalpark Adula (Kantone Graubünden und Tessin). Der geplante Nationalpark Adula soll eine Größe von 1084 Quadratkilometer haben und sich auf das Gebiet zwischen dem Lukmanierpass im Westen und dem San Bernadinopass im Osten erstrecken. Die einbezogenen Talschaften sind das Calanca-Tal, das Misox, das Rheinwald, das Valsertal, das Lugnez, die Surselva (Disentis), das Val Medel sowie das Blenio-Tal.

Zum Gebiet des Nationalparks gehören bedeutende Naturwunder wie z.B. die Greina-Hochebene, die nach einem europaweit beachteten Kampf der Naturschutzorganisationen vor wenigen Jahrzehnten von der Nutzung der Wasserkraft verschont geblieben ist. Das gesamte geplante Gebiet ist bisher frei von größeren Eingriffen wie z.B. Seilbahnen oder Skipisten. Es stellt das größte derartige naturbelassene Gebiet der Schweiz dar.

Die Kantone Graubünden und Tessin haben jetzt zugestimmt, dass die Planung für den Nationalpark Adula fortgesetzt wird sowie dass bis zum 8. Januar 2010 das Gesuch für Bundeshilfen beim Bundesamt für Umwelt eingereicht wird. Geplant ist, dass im Jahr 2014 die Stimmbürger der betroffenen Gemeinden endgültig über die Einrichtung des Nationalparks entscheiden.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Bald zweiter Nationalpark in Brandenburg?

Bisher gibt es im deutschen Bundesland Brandenburg nur einen Nationalpark, den Nationalpark Unteres Odertal an der Grenze zu Polen. Nun deutet sich an, dass durch private Initiative bald ein zweiter Nationalpark entstehen könnte.

Die "Stiftung Naturlandschaften Brandenburg" hat es sich zur Aufgabe gemacht, große Gebiete in Brandenburg zu erwerben und für den Prozessschutz mit dem Ziel Wildnis zu sichern. Teilhaber an der Stiftung sind das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V., die Gregor Louisoder Umweltstiftung, die Umweltstiftung WWF Deutschland, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.

Samstag, 19. Dezember 2009

Teilweise Skepsis gegenüber Unesco-Biosphärenreservat Garmisch-Partenkirchen

Im Zusammenhang mit der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 in München plant die Bewerbergesellschaft die Einrichtung eines Unesco-Biosphärenreservats Garmisch Partenkirchen. Das Biosphärenreservat soll hierbei nicht als Ausgleichsmaßnahme für die Eingriffe der Winterspiele in die Natur eingerichtet werden. Vielmehr geht es darum, durch ein Biosphärenreservat den Anspruch der Olympischen Winterspiele als nachhaltige und grüne Veranstaltung zu unterstreichen.

Das geplante Biosphärenreservat soll sich um Garmisch-Partenkirchen (Austragungsort der alpinen Wettbewerbe) herum erstrecken. Nach Westen hin soll möglichst das bestehende Naturschutzgebiet Ammergebirge integriert werden, nach Osten soll das Biosphärenreservat bis zum bestehenden Naturschutzgebiet Karwendelgebirge reichen.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Der "Conservatoire du littoral" in Frankreich

Der Conservatoire du littoral ist eine im Jahr 1975 geschaffene öffentliche Einrichtung in Frankreich, die dem Umweltministerium unterstellt ist. Ziel des Conservatoire du littoral ist es, Flächen an den Meeresküsten und an den Küsten der größeren Seen aufzukaufen und zu schützen. Das jährliche Budget für den Aufkauf und die Pflege der Flächen beträgt 25 Millionen Euro.

Im Juli 2009 waren bereits 125.000 Hektar Fläche im Besitz des Conservatoire. Die Fläche teilt sich auf in über 600 einzelne Schutzgebiete und eine Küstenlänge von über 1000 Kilometer, das ist wesentlich mehr als 10 Prozent der gesamten Küstenlänge Frankreichs.

Selbstverständlich hat der Conservatoire du littoral eine umfangreiche Internetpräsenz. Dort sind neben anderen Informationen auch alle Gebiete im Besitz des Conservatoire verzeichnet.

Die Internetseite ist www.conservatoire-du-littoral.fr

Freitag, 11. Dezember 2009

Öffentliche Finca (Finca Publica) Galatzo auf Mallorca


Die öffentliche Finca (finca publica) Galatzo befindet sich im Südwesten von Mallorca auf dem Gebiet der Gemeinde Caliva. Zu dieser Gemeinde gehören so bekannte Küstenorte wie Paguera, Santa Ponsa oder Magalluf. Mit der von der Gemeinde Calvia gekauten öffentlichen Finca Galatzo steht für die zahlreichen Urlauber des Südwestens von Mallorca eine großartige Gebirgslandschaft zur Erkundung bereit. 

Die Grundeigentumsstuktur auf Mallorca unterscheidet sich wesentlich von den Verhältnissen in Deutschland. Seit der Rückeroberung der Insel von der arabischen Besetzung ist das Gebiet der Insel in große Fincas (Landgüter) aufgeteilt. Die gesamte Landschaft mit den Bergen und Tälern ist in Privatbesitz. Das freie Gehen in der Landschaft, wie wir das aus Deutschland kennen, ist somit auf Mallorca keine Selbstverständlichkeit.

Die einzige Vorgehensweise, diese Verhältnisse grundlegend zu Gunsten der Öffentlichkeit zu ändern, ist der Aufkauf der Fincas durch die öffentliche Hand. Auf Mallorca und insbesondere in der Serra de Tramuntana gibt es bereits über ein Dutzend öffentliche Fincas.

Im Jahr 2006 hat die Gemeinde Calvia im Südwesten von Mallorca die größte Finca im Gemeindegebiet für den Preis von 9 Millionen Euro gekauft. Seitdem ist dieses faszinierende Gebiet zwischen den Bergen Esclop und Galatzo für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Finca publica Galatzo hat eine Größe von 13,5 km² und befindet sich nördlich der Ortsschaft Es Capdella. Es Capdella befindet sich nur wenige Kilometer von den bekannten Urlaubsorten Paguera, Santa Ponsa oder Camp de Mar an Mallorcas Südwestküste entfernt.


Donnerstag, 10. Dezember 2009

Deutsche Buchenwälder bei Unesco als Welt-Naturerbe angemeldet

Am 20. Oktober 2009 haben die deutschen Bundesländer Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen fünf deutsche Buchenwaldgebiete bei der Unesco als Kandidaten für das Welt-Naturerbe angemeldet. Die angemeldeten Gebiete sollen keine vollständig neue Unesco-Welterbestätte darstellen. Vielmehr sollen sie das bestehende Unesco-Weltnaturerbe "Buchenurwälder der Karpaten" (Ukraine, Slowakei) ergänzen, das seit dem Jahr 2007 besteht.

Die Anmeldung der fünf Buchenwälder als Unesco-Weltnaturerbe erfolgt vor dem Hintergrund, dass Deutschland der Welt-Verbreitungsschwerpunkt der Rotbuche ist. Von daher hat Deutschland eine Verpflichtung, Schutzgebiete für die Rotbuche auszuweisen. Für die Anmeldung an die Unesco wurden diejenigen fünf Gebiete Deutschlands berücksichtigt, in denen die besten und natürlichsten Rotbuchenbestände vorkommen. Die fünf Gebiete bestehen jeweils aus einer Kernzone und einer Pufferzone.

Dies sind die fünf gemeldeten Gebiete:

Dienstag, 8. Dezember 2009

Planungen für regionale Naturpärke im Kanton Bern

Im Rahmen der neuen Verordnung der Schweiz über Pärke von nationaler Bedeutung stehen die Planungen für Pärke im Kanton Bern erst am Anfang. Bisher ist nur der regionale Naturpark Doubs, den der Kanton Bern mit den Kantonen Jura und Neuenburg teilt, vom Bund positiv geprüft worden.

Nun gibt es allerdings vier weitere Planungen für regionale Naturparks von nationaler Bedeutung im Kanton Bern. Dies sind das Gantrischgebiet (zusammen mit dem Kanton Freiburg), das Diemtigtal, der Chasseral sowie Thunersee-Hohgant.

Das Gantrischgebiet gehört zu den Alpen und befindet sich westlich des Thuner Sees. Das Diemtigtal ist ebenfalls Bestandteil der Alpen und befindet sich südwestlich des Thuner Sees. Ebenfalls zu den Alpen gehört das Gebiet Thunersee-Hohgant, das sich nördlich von Thuner See und Brienzer See erstreckt. Der Chasseral gehört zum Schweizer Jura nordwestlich des Bieler Sees.

Montag, 7. Dezember 2009

Neues Unesco-Biosphärengebiet im Westallgäu geplant

Einige Gemeinden rund um die Adelegg im Westallgäu planen, ein neues Biosphärengebiet (bzw. Biosphärenreservat) einzurichten. Hierzu fand auch bereits ein Besuch beim noch sehr jungen ersten Biosphärengebiet von Baden-Württemberg auf der Schwäbischen Alb statt.

Das neue Biosphärengebiet soll als gemeinsames baden-württembergisch / bayerisches Gebiet eingerichtet werden. Es wäre das zweite Biosphärengebiet in Baden-Württemberg. Mit der Einrichtung des Gebiets wollen die Gemeinden auf den geplanten Bau eines Center Parcs bei Leutkirch in Oberschwaben im Norden der Adelegg reagieren. Die Gemeinden rund um die Adelegg wollen mit einem attraktiven touristischen Angebot einige der erwarteten Millionen jährlicher Besucher des Center Parks in ihr Gebiet locken.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Kanton Schaffhausen plant Naturpark von nationaler Bedeutung

Bereits in den Posts vom 23.08.09 sowie vom 04.09.2009 habe ich die neue Schutzgebietskategorie der Pärke in der Schweiz und deren aktuelle Entwicklung angesprochen. Nun will auch der Kanton Schaffhausen einen regionalen Naturpark auf seinem Gebiet schaffen. Die Anerkennung durch den Bund wird für das Jahr 2014 angestrebt.

Der regionale Naturpark ist eine von drei Parkkategorien gemäß dem revidierten Natur- und Heimatschutzgesetz der Schweiz. Die anderen beiden Parkkategorien sind der Nationalpark sowie der Naturerlebnispark.

Mit Stand Dezember 2009 gibt es erst zwei Pärke in der Schweiz, der Schweizierische Nationalpark in Graubünden sowie der regionale Naturpark Biosphäre Entlebuch. Am 01.01.2010 werden zwei weitere Pärke offiziell in Betrieb gehen, der regionale Naturpark Thal (Solothurn) sowie der Naturerlebnispark Zürich - Sihlwald.

Sieben weitere regionale Naturpärke sind vom Bund bereits geprüft und befürwortet worden. Darüber hinaus gibt es konkrete Pläne für einen weiteren Nationalpark sowie einige weitere regionale Naturparke, darunter auch der regionale Naturpark im Kanton Schaffhausen. Die weitere Entwicklung bleibt spannend.

Samstag, 5. Dezember 2009

Pfäffiker See in der Schweiz für Europarat-Smaragd-Netzwerk nominiert.

Die Schweiz hat Anfang November den Pfäffiker See im Kanton Zürich für das Smaragd-Netzwerk des Europarats nominiert. Der Pfäffiker See ist einer von zunächst 37 Gebieten, die die Schweiz für dieses Schutzgebiets-Netzwerk des Europarats nominiert hat.

Um ein wenig mehr über das Smaragd-Netzwerk des Europarats herauszufinden, muss man auf die Internetseite des Europarats gehen www.coe.int (coe = council of europe).

In der linken Spalte der Startseite des Europarats sind verschiedene Tätigkeiten aufgelistet. Die hier interessierenden Tätigkeiten sind "Bildung, Kultur und Kulturerbe, Jugend und Sport". Diese Tätigkeit klickt man an. Darauf erscheinen weitere zugeordnete Tätigkeiten. Hier interessiert "Kultur- und Naturerbe". Nach dem Anklicken dieser Tätigkeit geht es leider nur noch in der englischen Sprache weiter.

Freitag, 4. Dezember 2009

Naturwaldreservat "Haard" in Luxemburg

Ende Oktober dieses Jahres wurde das neue Naturwaldreservat Haard in Luxemburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Naturwaldreservat hat eine beachtliche Größe von 156 Hektar. Die Fläche befindet sich fast ausschließlich im Staatseigentum. Die im Gebiet vorherrschenden Biotope sind Kalkbuchenwälder.

Die Ausweisung dieses neuen Naturwaldreservats bietet Anlass, einmal auf die Regierungsseite von Luxemburg zu gehen, um dort nach weiteren Informationen zu den Naturwaldreservaten von Luxemburg zu suchen.

Montag, 30. November 2009

Drei neue Naturwaldreservate im Alpenpark Karwendel

Im Alpenpark Karwendel im österreichischen Bundesland Tirol wurden Ende Oktober 2009 drei neue Naturwaldreservate ausgewiesen. Sie befinden sich im Vomper Loch, einem canyonartigen Taleinschnitt im südöstlichen Teil des Karwendelgebirges.

Der Alpenpark Karwendel ist eine besondere Form eines Schutzgebiets im Bundesland Tirol. Der Alpenpark besteht aus einer Ansammlung von drei Naturschutzgebieten, zwei Ruhegebieten und sechs Landschaftsschutzgebieten. Innerhalb dieser Gebiete befinden sich verschiedene Naturwaldreservate.

Dienstag, 17. November 2009

Kantonale Schutzgebiete im Kanton Zug

Der Schweizer Kanton Zug ist zur Zeit dabei, eine Reihe von gemeindlichen Naturschutzgebieten in kantonale Schutzgebiete zu überführen. Zudem wurden im Oktober dieses Jahres zwei neue kantonale Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Dies ist die Gelegenheit, sich einmal genauer über die kantonalen Schutzgebiete im Kanton Zug zu informieren. Ein wenig Skepsis ist bei dieser Sache dabei. Denn der kleine Zentralschweizer Kanton Zug ist ja bekannt als Steuerparadies, das zahlreiche Firmen aus dem In- und Ausland anlockt. In diesem Zusammenhang gibt es einen ziemlichen Bauboom und die Siedlungsfläche breitet sich immer weiter aus.

Aber es gibt trotz alledem zahlreiche kantonale Schutzgebiete (abgesehen von den nationalen Schutzgebieten). Um Informationen zu den kantonalen Schutzgebieten zu bekommen, geht man auf die Regierungsseite des Kantons Zug www.zug.ch

Samstag, 14. November 2009

Nationalpark Val Grande in den italienischen Alpen



Wer von den Alpen vor allem den deuschen, österreichischen oder Schweizer Anteil kennt, kann sich vielleicht nur schwer vorstellen, welche Entwicklungen in den italienischen Alpen ablaufen. Dort wanderten und wandern die Menschen aus weiten Regionen des sehr steilen Bergraums in die Täler und in die Städte ab. Zurück bleiben leere Gebiete.

Nur wenige Kilometer vom weltberühmten Lago Maggiore entfernt ist in den vergangenen Jahrzehnten ein großes Berggebiet fast vollständig menschenleer geworden. Wo ursprünglich große Alpdörfer bestanden, breitet sich nun dichter Wald aus. Die größte Wildnis Italiens ist hier im Gebiet zwischen dem Lago Maggiore im Süden und dem Centovalli im Norden im Entstehen. Der italienische Staat hat diese Situation, die nicht mehr rückgängig zu machen ist, bestmöglich genutzt und im Gebiet einen Nationalpark eingerichtet, den Nationalpark Val Grande.

Mittwoch, 11. November 2009

Naturschutzgebiete in Brandenburg

Ende Oktober 2009 hat der Umweltminister von Brandenburg die Verordnung zum Naturschutzgebiet "Untere Havel Süd" unterzeichnet. Dieses Schutzgebiet hat eine Größe von fast 4.000 Hektar. Das Schutzgebiet erstreckt sich entlang des Flusses Havel zwiscen Pritzerbe und Rathenow. Der Abschnitt der Havel nördlich von Rathenow bis zur Landesgrenze mit Sachsen-Anhalt steht bereits im Naturschutzgebiet "Untere Havel Nord" unter Schutz. Ziel der Naturschutzgebiete entlang der Havel ist insbesondere der Schutz der noch verbliebenen Überflutungsflächen.

Ich habe bisher die Havel nur aus der Luft gesehen, beim Landeanflug nach Berlin-Tegel bei einem Flug Stuttgart-Berlin. Das was ich sah, war jedoch beeindruckend. Dieser Fluss besteht aus einer Folge von Aufweitungen und Seen sowie von Feuchtgebieten. Eine solche Flussnatur gibt es in Deutschland nicht ein zweites Mal.

Es wird somit Zeit, einmal im Internet nach den Naturschutzgebieten von Brandenburg zu sehen.
Man geht auf die Seite des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, www.mugv.brandenburg.de

Sonntag, 8. November 2009

Bergtour in den Ampezzaner Dolomiten



Seit dem Sommer 2009 ist es endlich soweit: die Dolomiten sind Unesco-Weltnaturerbe. Damit haben die Weltnaturerbestätten ein absolut würdiges neues Mitglied bekommen. Denn von den Dolomiten zu sprechen, heißt international schon immer, von Superlativen zu sprechen. (Das schönste Gebirge der Welt, die grandiosesten Kalkmassive der Erde, unerreicht, was die Vielfalt der Bergformen betrifft und so weiter.)

Die Dolomiten sind eine sogenannte serielle Weltnaturerbestätte. Das Weltnaturerbe Dolomiten umfasst kein zusammenhängendes Gebiet, sondern neun voneinander getrennte Teile. Die Bergregion, die in den Bildern gezeigt wird, gehört zu einem dieser neun Teile, dem Gebiet "Nördliche Dolomiten" mit einer Fläche von 53.583 Hektar. Die Gesamtfläche des Weltnaturerbes beträgt 141.902,8 Hektar.

Freitag, 6. November 2009

Planung für Nationalpark Thüringer Wald

Bestandteil der Koalitionsvereinbarung der neuen Regierung von Thüringen ist die Schaffung eines Nationalparks im Thüringer Wald. Das sind auf den ersten Blick sensationelle Nachrichten. Für mich steht außer Zweifel, dass auf lange Sicht ein großes Waldgebirge wie der Thüringer Wald auf jeden Fall ein Schutzgebiet von der Kategorie Nationalpark benötigt.

Zur Zeit gibt es im Thüringer Wald den Naturpark Thüringer Wald. Der Naturpark umschließt das Biosphärenreservat Vessertal / Thüringer Wald, das eine Fläche von ca. 17.000 Hektar aufweist. Im Biosphärenreservat gibt es gemäß der Unesco-Zonierung verschiedene Kernzonen, in denen die Nutzung durch den Menschen nicht zulässig ist. Die Kernzonen haben einen Anteil von ca. 3 Prozent an der Fläche des Biosphärengebiets.

Dienstag, 3. November 2009

Ruhegebiet Stubaier Alpen in Tirol



Das Ruhegebiet Stubaier Alpen hat eine Größe von 352,2 km². Es erstreckt sich in einer Seehöhe von 1300 - 3507 m ü NN. Das Gebiet wurde im Jahr 1983 ausgewiesen.

Ruhegebiete sind eine Tiroler Besonderheit unter den Schutzgebieten. Man könnte diese Gebiete mit den deutschen Landschaftsschutzgebieten vergleichen, wobei zusätzlich jeglicher motorisierte öffentliche Verkehr nicht gestattet ist. Insgesamt gibt es acht Ruhegebiete in Tirol.

Das Ruhegebiet Stubaier Alpen umfasst nur einen Teil der großen Gebirgsgruppe der Stubaier Alpen. Die Stubaier Alpen sind ein Teil der zentralen Ostalpen zwischen dem Ötztal im Westen und dem Brennerpass im Osten. Die Gebirgsgruppe ersteckt sich auf dem Gebiet von Österreich und von Italien. Das Ruhegebiet Stubaier Alpen umfasst den westlichen Bereich der Stubaier Alpen vom Zuckerhütl im Süden (höchster Berg der Stubaier Alpen) bis zum Sulzkogel im Norden.

Sonntag, 1. November 2009

Die Naturschutzgebiete von Hamburg im Internet

Im Oktober 2009 hat der Stadtstaat Hamburg sein 30. Naturschutzgebiet ausgewiesen, das Naturschutzgebiet Rothsteinmoor beim Flughafen in Langenhorn. Das Gebiet ist ein ca. 9 Hektar großes Restmoor. In Hamburg stehen jetzt 6.132 Hektar als Naturschutzgebiet unter Schutz, das sind mehr als 8 Prozent der Landesfläche. Und das Erfreuliche ist, dass gemäß der Erklärung des Senats der Hansestadt die Ausweisung von Naturschutzgebieten auch in der Zukunft weitergehen soll.

Der Anteil von 8 Prozent ist bundesweit beachtlich; im Stadtstaat Bremen sowie im Bundesland Berlin beträgt der entsprechende Wert gerade einmal 2 oder 3 Prozent. Und auch in den großen Flächenländern der Bundesrepublik sieht es nicht viel besser aus.

Es wird somit Zeit, einmal im Internet nach den Naturschutzgebieten Hamburgs zu sehen. Hierzu geht man auf die Seite des Stadtstaats Hamburg www.hamburg.de


Donnerstag, 29. Oktober 2009

Bergtour auf den Stuiben im Naturpark Nagelfluhkette im Allgäu


Der Naturpark Nagelfluhkette in Bayern hat eine Größe von 24.700 Hektar. Hinzu kommen weitere ca. 15.000 Hektar im angrenzenden Österreich / Vorarlberg. Der Naturpark wurde im Mai 2008 von beiden Ländern feierlich eröffnet. Dies ist der 18. Naturpark Bayerns.

Vielleicht etwas überraschend ist, dass dies der erste Naturpark Bayerns im Alpenraum ist. Die anderen 17 Naturparke des Freistaats befinden sich in den Mittelgebirgsregionen vor allem in Nordbayern. Der Hintergrund ist der in Deutschland etwas problematische Zweck der Naturparks. Naturparks stellen eine nur sehr schwache Schutzgebietskategorie dar und dienen in erster Linie zur Förderung des Tourismus. Vor diesem Hintergrund hat man in Bayern zunächst Naturparks in den nördlichen Landesteilen ausgewiesen, um dort den Tourismus gezielt zu fördern. Der Tourismus in den Alpen war dagegen ein Selbstläufer, für den es keiner Einrichtung von Naturparks bedurfte. Erst in jüngster Zeit beginnt man hier etwas umzudenken und versucht, die Naturparks gleichmäßiger über die Landesfläche zu verteilen.

Montag, 26. Oktober 2009

Vorschlag für Nationalpark Ammergebirge

Bereits im Post vom 14. August 2009 habe ich das Naturschutzgebiet Ammergebirge (Bayerische Alpen) kurz angesprochen. Dies ist mit einer Fläche von 28.850 Hektar das größte Naturschutzgebiet ganz Süddeutschlands - und größer als so mancher Nationalpark.

Und dieser Gedanke des Nationalparks blieb im Post vom 14.08.09 unausgesprochen. Ich war damals einfach nicht mutig genug, meinte mich andererseits auch daran zu erinnern, dass Vorschläge für einen Nationalpark Ammergebirge bereits einmal als nicht realisierbar abgelehnt worden sind.

Umso mehr besteht jetzt Grund zur Freude. Denn das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat vor wenigen Tagen die Studentinnen Stefanie Barnsteiner und Ariane Lubberger mit einem Sonderpreis für ihre Projektarbeit eines Nationalparks Ammergebirge ausgezeichnet.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Naturdenkmal Tauro auf Gran Canaria




Über 40 Prozent der Insel Gran Canaria sind in einem der zahlreichen Schutzgebiete geschützt. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Insel Gran Canaria zu den am dichtesten besiedelten Inseln überhaupt gehört und gleichzeitig eines der Weltzentren des Massentourismus ist.

Der Flächennaturschutz wird auf den Kanaren überaus ernst genommen. Politik und Verwaltung weisen mit großem Elan und mit unglaublicher Genauigkeit Schutzgebiete aus und verfassen hunderte Seiten lange Pflegepläne.

Der Flächennaturschutz ist auf den Kanaren möglicherweise für das Überleben noch wichtiger als anderswo. Denn ohne die kanarische Kiefer zum Beispiel, die mit ihren langen Nadeln die Feuchtigkeit aus den Passatwolken zieht und dem Grundwaser zuführt, wäre ein Überleben auf den Inseln kaum möglich. Und der Flächennaturschutz ist auch deshalb unabdingbar, weil die Kanaren einige der schönsten Landschaften und Naturdenkmäler der Welt beherbergen.

Das Naturdenkmal (Monumento natural) de Tauro befindet sich im Süden der Insel Gran Canaria im Gemeindegebiet von Mogan. Es umfasst eine Fläche von 1256,6 Hektar und wurde im Jahr 1987 ausgewiesen und im Jahr 1994 neu klassifiziert. Das Gebiet ist gleichzeitig Vogelschutzgebiet gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Dänemark`s Nationalparks im Internet

Genauer gesagt geht es hier um die Nationalparks in Dänemark ohne Grönland. Grönland besitzt seit längerer Zeit den größten Nationalpark der Welt, das ist ein Thema für sich. Dänemark gehörte, wenn man von Grönland absieht, bis vor kurzem noch zu den wenigen Ländern in Europa, die keinen Nationalpark ausgewiesen haben. Das hat sich seit kurzer Zeit jedoch geändert.

Am 28. 08. 2008 wurde als erstes der Nationalpark Thy ausgewiesen. Inzwischen sind bereits fünf Nationalparks festgesetzt worden. Gemäß der Definition des Nationalparkbegriffs in Dänemark entspricht die dänische Version des Nationalparks jedoch nicht vollumfänglich der Unesco-Kategorie II für Nationalparks. Denn in den dänischen Nationalparken befinden sich auch Siedlungen und agrarwirtschaftlich genutzte Gebiete.

Ruhegebiet Muttekopf in den Lechtaler Alpen



In Tirol gibt es die Schutzgebietskategorie des Ruhegebiets. Darunter versteht man ein großräumiges Gebiet, das frei von öffentlich befahrbaren Straßen sowie von Seilbahnen und Siedlungen ist. Eines dieser Ruhegebiete ist das Ruhegebiet Muttekopf in den östlichen Lechtaler Alpen.

Das Gebiet hat eine Größe von 38 km², es erstreckt sich in einer Höhe von 1360 - 2827 m ü NN und wurde im Jahr 1991 ausgewiesen. Der höchste Berg des Ruhegebiets Muttekopf ist die Große Schlenkerspitze, 2827 m, ein Berg, der nur auf relativ schwierigen und langwierigen Routen erstiegen werden kann. Der Muttekopf, 2774 m, kann auf einem Weg ab der Muttekopfhütte erreicht werden. Außer der Muttekopfhütte, die südlich des Lechtaler Hauptkamms gegen das Inntal zu liegt, gibt es im Gebiet noch die Hanauer Hütte, nördlich des Hauptkamms im obersten Angerletal.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Unesco-Weltnaturerbe in Europa

Europa, die "alte Welt", ist das Gebiet der Unesco-Weltkulturerbestätten. So weist zum Beispiel allein Italien 42 Weltkulturerbestätten auf. Und die Mehrzahl der Europäer denkt beim Begriff Unesco-Welterbe automatisch an die Kulturerbestätten. Naturerbestätten in Europa? Bei den Naturerbestätten fallen einem zunächst Gebiete in Nord- und Südamerika oder in Australien ein.

Es gibt jedoch auch in Europa Unesco-Weltnaturerbestätten sowie gemischte Kultur-/Naturerbestätten. Gerade die im Jahr 2009 neu anerkannten Weltnaturerbestätten - das Wattenmeer und die Dolomiten - zeigen, dass sich Europa mit seinen Naturschätzen überhaupt nicht verstecken muss. Denn weder das Wattenmeer noch die Dolomiten gibt es in dieser Form auch nur annähernd ein zweites Mal irgendwo auf der Welt. Vielleicht bietet die Anerkennung eines Gebiets als Unesco-Weltnaturerbestätte für uns Europäer die Chance, uns auf neue Weise mit der großartigen Natur dieses Kontinents zu befassen.

Maximiliansweg durch das Vogelschutzgebiet Estergebirge in Oberbayern




Das Vogelschutzgebiet Estergebirge ist ein Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Das Schutzgebiet hat eine Größe von 11.993 Hektar. Es befindet sich in Deutschland, Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreise Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen.

Das Schutzgebiet erstreckt sich nahezu über das gesamte Estergebirge und einen Teil des nördlich daran anschließenden Vorgebirges von Herzogstand und Heimgarten, das zu den Walchenseebergen gehört.

Montag, 12. Oktober 2009

Finnland`s Nationalparks im Internet

Finnland besitzt zur Zeit 35 Nationalparks, die ca. 2,5 Prozent der Fläche des Landes umfassen. Der erste Nationalpark wurde im Jahr 1938 eingerichtet, die jünsten Nationalparks im Jahr 2005. Die finnische Naturschutzgebehörde heißt Metsähallitus. Glücklicherweise hat Metsähallitus eine englischsprachige Seite über die Schutzgebiete des Landes eingerichtet.

Man geht auf die Seite www.outdoors.fi


Oben auf der Seite wählt man die Schaltfläche destinations (Ziele). Darauf wählt man die Schaltfläche National Parks. Nun erscheint eine Seite mit einer Auflistung aller Nationalparks in Finnland sowie eine interaktive Karte. Als Beispiel könnte man den Nationalpark Oulanka anklicken. Dieser Nationalpark befindet sich an der Grenze zu Russland und ist mit einem benachbarten Park auf russischem Territorium verbunden.

Samstag, 10. Oktober 2009

Oberer Grindelwaldgletscher und Glecksteinhütte in den Berner Alpen



Das Tal des Oberen Grindelwaldgletschers ist ein Teil der Berner Alpen und ein Bestandteil des Unesco-Weltnaturerbes Jungfrau - Aletsch - Bietschhorn. Die Berner Alpen sind die am meisten vergletscherte Gebirgsgruppe der Alpen, sie beinhalten zudem den längsten Gletscher der Alpen, die größte Gletscherebene der Alpen und am Nordrand bei Grindelwald und Lauterbrunnen die längste und höchste Fels- und Gletschererhebung der Alpen. All diese und weitere Merkmale zeichnen die großartige Gebirgsgruppe der Berner Alpen nicht nur innerhalb der Alpen, sondern weltweit als Besonderheit aus.

Das Unesco-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn umfasst wesentliche Teile der vergletscherten Berner Alpen. Das Talbecken des Oberen Grindelwaldgletschers ist eines von vielen Gletscherbecken und -tälern der Berner Alpen. Dieses Talbecken ist Bestandteil des Erweiterungsgebiets des Unesco- Weltnaturerbes und wurde im Jahr 2007 dem ursprünglichen Gebiet aus dem Jahr 2001 hinzugefügt.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Schweden`s Nationalparks im Internet

Schweden ist ohne Zweifel ein Vorbild in Europa, was die Nationalparks betrifft. Vor nunmehr 100 Jahren (1909) wurden in diesem Land die ersten Nationalparks Europas ausgewiesen. Mit inzwischen 29 Nationalparks (als 29. NP wurde im September 09 der Kosterhavet Nationalpark ausgewiesen) weist das Land zudem eine weit überdurchschnittliche Zahl dieser Schutzgebiete auf. Und als dritter Pluspunkt ist zu vermelden, dass es in Schweden auch für die Zukunft ehrgeizige Nationalparkpläne gibt. So sollen bis zum Jahr 2013 13 neue Nationalparks ausgewiesen und 7 bestehende Nationalparks erweitert werden. Werden alle Pläne Wirklichkeit, sind in Schweden über 4 Prozent der Landesfläche als Nationalpark geschützt. Das ist zumindest für Europa einmalig.

Samstag, 3. Oktober 2009

Schweizer Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung

Das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz der Schweiz verpflichtet den Staat, Inventare über besonders zu schützende Landschaften und Naturdenkmäler anzulegen.

Das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung war das erste dieser Inventare. Eine entsprechende Verordnung trat am 21.11.1977 in Kraft. Heute umfasst dieses Inventar 162 Objekte, die ca. 19 Prozent der Landesfläche der Schweiz abdecken.

Die Inventare sind gemäß dem Natur- und Heimatschutzgesetz offene Inventare, die bei Bedarf erweitert und geändert werden können. Auch beim Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler gab es verschiedene Etappen. So wurde das im Jahr 1977 erstellte Verzeichnis bis heute dreimal erweitert (1983, 1996, 1998).

Die im Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommenen Objekte werden an Hand von vier Kriterien ausgewählt:

Dienstag, 29. September 2009

Graubünden`s Schutzgebiete im Internet

Graubünden ist der flächengrößte Kanton der Schweiz. Er befindet sich im Südosten des Landes und hat eine Grenze zu Liechtenstein, Österreich und Italien. Neben so bekannten Gebieten wie dem Oberengadin mit St. Moritz und Pontresina oder der Davoser Landschaft umfasst Graubünden viele Dutzend Täler und Berggruppen, die nur wenig Besuch erhalten und gerade deshalb noch viel Natur aufweisen.

In diesem Post will ich die interaktive Karte des Kantons Graubünden zu den Schutzgebieten vorstellen. Enthalten sind hierin sowohl die auf Bundesebene ausgewiesenen Schutzgebiete als auch die kantonalen Schutzgebiete.

Montag, 28. September 2009

Nationalpark Siebengebirge abgelehnt

Im Post vom 24.09.2009 habe ich die bevorstehene Abstimmung der Bürger von Bad Honnef über den geplanten Nationalpark Siebengebirge erwähnt. Bei der Abstimmung am vergangenen Sonntag hat sich eine Mehrheit der Bürger gegen die Einrichtung des Nationalparks ausgesprochen. Damit wird es diesen Nationalpark zunächst nicht geben, denn das Land NRW hat angekündigt, den Nationalpark ohne die Zustimmung der Bürger von Bad Honnef nicht umsetzen zu wollen.

Der geplante Nationalpark Siebengebirge war von Anfang an umstritten - auch unter den Naturschutzverbänden. Mit seiner Größe von etwas weniger als 5.000 Hektar hätte der Nationalpark den Unesco-Vorgaben nicht entsprochen. Auch wäre es fraglich gewesen, ob in einer so dicht besiedelten Region wie dem Rheinland die erforderliche Fläche von mindestens 75 Prozent eines Nationalparks für die Entwicklung von Wildnis zur Verfügung gestanden hätte. Möglicherweise hätte dies allzu starke Einschränkungen für die Besucher bedeutet.

Freitag, 25. September 2009

Norwegen`s Nationalparks im Internet

Es macht immer wieder Freude, sich mit den Nationalparks von Norwegen zu beschäftigen. Das Land hat schon früh begonnen, Nationalparks auszuweisen. Es gibt vergleichsweise viele Nationalparks und sie bedecken eine vergleichsweise große Fläche. Im Jahr 2009 sind wieder drei neue Nationalparks hinzugekommen. In Norwegen gibt es jetzt 32 Nationalparks. Dazu kommen 7 Nationalparks in Spitzbergen. Weitere Nationalparks sind in den kommenden Jahren geplant.

Es wird jetzt also Zeit, einmal im Internet zu schauen, was die offiziellen Stellen an Informationen über die Nationalparks in Norwegen bereithalten. Man geht auf die Seite der norwegischen Naturschutzbehörde www.dirnat.no

Donnerstag, 24. September 2009

Abstimmung über Nationalpark Siebengebirge in Bad Honnef

Am kommenden Sonntag findet in der Stadt Bad Honnef gleichzeitig mit der Wahl zum Deutschen Bundestag eine Abstimmung über den geplanten Nationalpark Siebengebirge statt. Die Befragung von Bürgern einer Kommune zur Einrichtung eines Nationalparks ist ein in der Bundesrepublik Deutschland sehr seltenes Ereignis.

Im Post vom 11.09.09 habe ich die aktuellen Nationalparkprojekte in Deutschland erwähnt. Dazu gehört der geplante Nationalpark Siebengebirge. Dieser Nationalpark soll 4767 Hektar Fläche umfassen. Das Siebengebirge ist eine vulkanisch geprägte Mittelgebirgslandschaft im Süden des Bundeslands Nordrhein-Westfalen an der Grenze zum Bundesland Rheinland-Pfalz ganz in der Nähe von Bonn. Bad Honnef befindet sich an der östlichen, orographisch rechten Rheinseite am Fuße des Siebengebirges in Nordrhein-Westfalen. Das Gebiet der Stadt grenzt an das Bundesland Rheinland-Pfalz.

Mittwoch, 16. September 2009

Parks der Lombardei im Internet

Im Post vom 7. August 2009 habe ich die Internetseite www.parks.it angesprochen, die Dachseite für die Schutzgebiete Italiens. Wer sich noch näher mit der riesigen Zahl der Schutzgebiete dieses faszinierenden Landes beschäftigen will, muss jedoch auch auf die Informationsangebote der einzelnen Regionen zurückgreifen. Das will ich heute für die Lombardei zeigen, der Region im Norden Italiens zwischen Poebene und Alpen.

Das Informationsangebot ist so groß, dass ich heute nur auf die Parks der Lombardei zu sprechen kommen will. Man geht auf die Internetseite der Region Lombardei www.regione.lombardia.it

Dienstag, 15. September 2009

Biosphärenreservate in Österreich

In Österreich gibt es zur Zeit 6 Unesco - Biosphärenreservate wie folgt:

Biosphärenreservat Gossenköllesee
Ausweisung 1977, Größe 100 Hektar, Höhenlage 2413 - 2828 m ü NN, Stubaier Alpen, Tirol, keine Zonierung, Ökosystem eines Hochgebirgssees

Biosphärenreservat Gurgler Kamm
Ausweisung 1977, Größe 1500 Hektar, Höhenlage 1900 - 3400 m ü NN, Ötztaler Alpen, Tirol, keine Zonierung, Hochgebirgs-Ökosystem

Biosphärenreservat Lobau
Ausweisung 1977, Größe 1037 Hektar, Höhenlage 150 - 155 m ü NN, Donauniederung, Wien, keine Zonierung, Laubwälder und Süßwasserfeuchtgebiete

Biosphärenreservat Neusiedler See
Ausweisung 1977, Größe 25000 Hektar, Höhenlage 114 - 500 m ü NN, Burgenland, Kernzone 4.330 Hektar, Laubwälder und Süßwasserfeuchtgebiete

Biosphärenreservat Großes Walsertal
Ausweisung 2000, Größe 19200 Hektar, Höhenlage 580 - 2705 m ü NN, Lechquellengebirge, Vorarlberg, Kernzone 4010 Hektar, Hochgebirgs-Ökosystem

Biosphärenreservat Wienerwald
Ausweisung 2005, Größe 105645 Hektar, Höhenlage 160 - 893 Meter ü NN, Niederösterreich, Kernzone 5576 Hektar, Laubwälder

Sonntag, 13. September 2009

Interaktiver Kartendienst des deutschen Bundesamts für Naturschutz

Der Flächennaturschutz ist in Deutschland zum überwiegenden Teil Sache der einzelnen Bundesländer. Will man sich Informationen über Schutzgebiete beschaffen, muss man die einschlägigen Informationsquellen der einzelnen Bundesländer konsultieren. Das kann, wenn man Daten von mehreren Bundesländern erhalten will, ganz schön mühsam sein. Denn die Verwaltungszuständigkeit und das Informationsangebot im Internet ist bei den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Diese Zersplitterung beim Flächennaturschutz wurde auch von interessierten Menschen anderer Länder immer wieder beklagt.

Nun hat das Bundesamt für Naturschutz beim Informationsangebot zum Flächennaturschutz in Deutschland etwas Abhilfe geschaffen. Seit kurzer Zeit bietet das Amt einen interaktiven Kartendienst zum Flächennaturschutz für die gesamte Bundesrepublik Deutschland an.

Man geht hierzu auf die Internetseite des Bundesamts für Naturschutz www.bfn.de

Freitag, 11. September 2009

Nationalparkplanungen in Deutschland

Deutschland verfügt zur Zeit über 14 Nationalparks. Sie bedecken eine Fläche von insgesamt ca. 960.000 Hektar. Davon ist allerdings der größere Teil Wasserfläche in den drei Wattenmeernationalparks. Die terrestrische Fläche der Nationalparks in Deutschland beträgt nur ca. 194.000 Hektar, das sind gerade mal 0,54 Prozent der Fläche Deutschlands.

Unter verschiedenen Aspekten (Verteilung, Fläche, Schutzgegenstand) kann man zum Schluss kommen, dass es noch nicht genügend Nationalparkfläche in Deutschland gibt. Zum Beispiel haben die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als einzige große Flächenländer noch keinen Nationalpark. Ein in Baden-Württemberg in den Jahren 1990 bis 1992 mit vielen Vorschusslorbeeren gestartetes Nationalparkprojekt "Nordschwarzwald" wurde wegen Einsprüchen der Holzindustrie zunächst wieder zu den Akten gelegt.

Mittwoch, 9. September 2009

Spanien`s Nationalparks im Internet

Neben den spanischen Regionen, die jeweils umfangreiche Informationen zum Flächennaturschutz auf ihrem Terrritorium im Internet bereithalten, bietet auch die spanische Zentralregierung viele Informationen zu diesem Thema an. Heute soll es nur um ein Unterthema gehen, die Nationalparks in Spanien.

Zuständig ist das Ministerium für Umwelt und ländliche sowie martime Gebiete (ministerio de medio ambiente y medio rural y marino). Man geht auf die Internetseite dieses Ministeriums: www.marm.es

Montag, 7. September 2009

Der Woodland Trust in Großbritannien im Internet

In Großbritannien gibt es eine Tradition, die den Flächennaturschutz teilweise durch gemeinnützige Organisationen vorantreiben lässt. Diese sogenannten Trusts kaufen mit den Beiträgen ihrer Mitglieder und mit sonstigen Spenden Land auf und führen dieses Land dem jeweiligen Schutzzweck zu.

Einer dieser Trusts ist der Woodland Trust. Die Organisation wurde im Jahr 1972 gegründet und hat zum Ziel, möglichst viel Fläche zu kaufen, um dort ursprüngliche Wälder zu erhalten oder wiederherzustellen. Der Woodland Trust hat ein umfangreiches Informationsangebot im Internet.

Samstag, 5. September 2009

Naturpark S´Albufera de Mallorca


Die Albufera ist das größte Feuchtgebiet Mallorcas. Die Fläche wurde mit einer Größe von 2202 Hektar im Jahr 1988 zum Naturpark erklärt. Außer als Naturpark ist die Fläche noch mit einer Reihe anderer Schutzgebietskategorien geschützt: Landschaft von besonderer Bedeutung, europäisches Vogelschutzgebiet, biogenetisches Reservat des Europarats, RAMSAR-Feuchtgebiet, FFH-Gebiet.

Die Zufahrtstraße zum Gebiet zweigt von der Straße von Alcudia nach Can Picafort in Richtung Inselinneres ab. Kurz danach befinden sich Parkplätze. Zu Fuß gelangt man von dort in 10 Minuten zum Besucherzentrum. Es sind vier Wanderwege unterschiedlicher Länge ausgeschildert worden. Die kürzeren Wege kann man nur zu Fuß zurücklegen. Für die längeren Wege wäre man mit dem Fahrrad besser bedient.


Donnerstag, 3. September 2009

Aktuelles von den Pärken der Schweiz

Bereits im Post vom Samstag, den 22.08.09 habe ich unter der Rubrik "Naturschutzrecht" die Gesetzgebung zu den Pärken in der Schweiz kurz angesprochen. In diesem Post geht es mit dem Thema der Pärke in der Schweiz weiter.

Am 28.08.2009 hat das Schweizer Bundesamt für Umwelt eine Verlautbarung herausgegeben, die über den aktuellen Stand der Umsetzung bei den Pärken informiert.

Dienstag, 1. September 2009

Schutzgebiete Tirol`s im Internet

Die Gesetzgebungskompetenz für den Flächennaturschutz liegt in Österreich zum überwiegenden Teil bei den einzelnen Bundesländern. Informationen zu den einzelnen Schutzgebieten erhält man deshalb am schnellsten auf den Internetseiten der Regierungen der Bundesländer.

So verhält es sich auch beim Bundesland Tirol. Man geht zunächst auf die Seite der Regierung von Tirol www.tirol.gv.at

Auf der Startseite befindet sich links oben eine Themenliste. Das interessierende Thema ist "Umwelt". Nach dem Anklicken des Themas erscheint eine Liste von Unterthemen. Hier klickt man "Naturschutz" an. Darauf erscheinen weitere Unterthemen. Diesmal geht der Klick auf "Schutzgebiete".

Samstag, 22. August 2009

Pärke in der Schweiz

Als Nicht-Schweizer wird man bei diesem Titel vielleicht stutzig. Wie lautet die Mehrzahl von Park? Es heißt doch z.B. "der Nationalpark" (Einzahl) und "die Nationalparks" (Mehrzahl). In der Schweiz jedoch geht die deutsche Sprache manchmal anders, so auch bei der Mehrzahl des Worts Park. In der Schweiz heißt es Pärke - und das nicht nur umgangssprachlich, sondern hochoffiziell. Nehmen wir das einfach mal so zur Kenntnis.

Jetzt kommt aber gleich die nächste Besonderheit. Die Mehrzahl von Park - also Pärke - wurde bis vor wenigen Jahren in der Schweiz praktisch nicht angewendet. Denn die Schweiz besaß über viele Jahrzehnte hinweg nur einen Park, einen Nationalpark. Und dieser Park wurde der Einfachheit halber lapidar "Schweizer Nationalpark" genannt. Wozu sollte man auch einen spezifischeren Namen erfinden, wenn es in der Schweiz nur einen Park gab und gibt?

Freitag, 21. August 2009

Geotop "Flysch im Röthenbachtal" in den Ammergauer Alpen



Ein Geotop ist keine Schutzgebietskategorie, sondern nur eine Klassifizierung einer Bodenform. Um wirksam geschützt zu werden, ist zusätzlich die Ausweisung eines Schutzgebiets, z.B. eines Naturdenkmals erforderlich.

Der Geotop "Flysch im Röthenbachtal" befindet sich im Naturschutzgebiet Ammergebirge. Somit ist sein Schutz gesichert. Wie kaum irgendwo sonst zeigt der Geotop die Schichtfolge des Flysch. Der Flysch wurde in einem Tiefseebecken abgelagert. Die Geologen können die Entstehung des Flysch ziemlich genau beschreiben. Denn in den Tiefseebecken der heutigen Meere laufen dieselben Vorgänge ab.

Donnerstag, 20. August 2009

Schutzgebiete der Schweiz im Internet

Das Thema der Schutzgebiete in der Schweiz ist sehr umfangreich. Es gibt eine Reihe von nationalen Schutzgebietskategorien. Dazu gibt es kantonale Schutzgebiete. Um einen vollständigen Überblick über die Schutzgebiete zu bekommen, müsste man neben den nationalen Informationsangeboten auch noch die Seiten der einzelnen Kantone kontaktieren.

Heute will ich einmal nur einen Anfang machen. Es soll nur um die nationalen Schutzgebiete gehen und hier nur um das geographische Informationssystem des Bundesamts für Umwelt im eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Die Adresse des geographischen Informationssystems zu den Schutzgebieten ist www.ecogis.admin.ch

Mittwoch, 19. August 2009

Kernzonen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb




Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb im deutschen Bundesland Baden-Württemberg wurde am 31. Januar 2008 verordnet und im Mai 2009 von der Unesco anerkannt. Um den Anforderungen der Unesco für Biosphärenreservate zu genügen, mussten auch für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb auf mindestens drei Prozent der Fläche Kernzonen ausgewiesen werden, in denen eine wirtschaftliche Nutzung der Natur unterbleibt.

Für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat man bei der Ausweisung der Kernzonen einen sehr dezentralen Weg gewählt. An Stelle einer großen zentralen Kernzone wurden über 20 kleine, über das Gebiet verstreute Kernzonen ausgewiesen. Jede Gemeinde im Biosphärengebiet musste mindestens eine Kernzone einbringen.

Montag, 17. August 2009

Parks in Katalonien im Internet

Die Regierungsseiten der spanischen Regionen enthalten jeweils eine Fülle an Informationen zu den Schutzgebieten der jeweiligen Region. So verhält es sich auch bei Katalonien.

Ich will jetzt einmal nicht auf das gesamte Informationsangebot der Region Katalonien zu den Schutzgebieten eingehen. Für`s erste sollen die Naturparks von Katalonien ausreichen.

Man geht auf die Seite der Regierung von Katalonien http://www.gencat.cat/
(generalitat de Catalunya, Regierung von Katalonien). Die angezeigte Sprache ist katalanisch. Auf der Startseite findet man rechts oben die Optionen für castellano (spanisch) und english.

Freitag, 14. August 2009

Naturschutzgebiet Ammergebirge in den bayerischen Alpen



Das Naturschutzgebiet Ammergebirge ist das größte Naturschutzgebiet Bayerns und ganz Süddeutschlands. Mit einer Fläche von 28850 Hektar umfasst es einen großen Teil des deutschen Anteils der Ammergauer Alpen. Die Größe des Gebiets gelangt erst bei einem Vergleich richtig zur Geltung. So ist das Naturschutzgebiet Feldberg, das größte Naturschutzgebiet Baden-Württembergs, 4226 Hektar groß.

Das Naturschutzgebiet Ammergebirge wurde im Jahr 1963 eingerichtet. Bereits in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gab es für das Gebiet erste Unterschutzstellungen. Das Schutzgebiet umfasst - zusammen mit dem Nationalpark Berchtesgaden - den schönsten und ursprünglichsten Teil der Bayerischen Alpen.

Donnerstag, 13. August 2009

Naturwaldreservat Bödmeren im Kanton Schwyz

Erfreuliche Nachrichten gibt es aus dem Kanton Schwyz: das Naturwaldreservat Bödmeren soll von bestehenden 70 Hektar auf 550 Hektar erweitert werden.

Nun handelt es sich beim Naturwaldreservat Bödmeren nicht um irgendein Waldreservat. Der Bödmerenwald ist einer von nur drei noch bestehenden Urwäldern in der Schweiz (die beiden anderen sind der Fichten-Urwald von Scatle im Kanton Graubünden sowie der Tannen-Urwald von Derborence im Kanton Wallis). Mehr noch: der Bödmerenwald ist der größte noch bestehende Fichtenurwald der Alpen sowie in alpiner Lage in ganz Europa (1350 - 1680 Meter Meereshöhe).

Mittwoch, 12. August 2009

Schutzgebiete der Kanaren im Internet

In Spanien ist der Flächennaturschutz zu einem großen Teil in der Zuständigkeit der einzelnen Regionen. Um offizielle Informationen zu den Schutzgebieten zu bekommen, sind deshalb die Internetauftritte der einzelnen Regionen die erste Adresse.

So verhält es sich auch bei den Kanarischen Inseln. Die Adresse der Regierung der Kanaren ist www.gobcan.es (gobierno de canarias, Regierung der Kanaren).
Die Informationen sind nur in spanischer Sprache erhältlich. Es gibt jedoch auch umfangreiche grafische Informationen zu den einzelnen Schutzgebieten.

Dienstag, 11. August 2009

Naturdenkmal Torrent de Pareis auf Mallorca




Die zweitgrößte Erosionsschlucht des Mittelmeerraums, der Torrent de Pareis auf der Insel Mallorca, wurde im Mai 2003 als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt. Dies ist eines von zwei Naturdenkmalen in der Serra de Tramuntana, dem Hauptgebirgszug von Mallorca.

Die korrekte Bezeichnung des Schutzgebiets ist "monument natural del torrent de Pareis". Das Gebiet umfasst eine Fläche von 445,81 Hektar. Dazu gehört der eigentliche torrent de Pareis sowie die beiden Seitentäler torrent del Gorg Blau und torrent de Lluc. 

Montag, 10. August 2009

Was bedeutet "Biosphärengebiet" in Baden-Württemberg?

Mit dem neuen Naturschutzgesetz vom 13. Dezember 2005 hat die von der Unesco im Rahmen des MAB-Programms (man and biosphere) propagierte Schutzgebietskategorie des Biosphärenreservats (biosphere reserve) auch in Baden-Württemberg eine gesetzliche Grundlage erhalten.

Diese Schutzgebietskategorie wird jedoch in Baden-Württemberg nicht als Biosphärenreservat, sondern als Bioshärengebiet bezeichnet. Hierfür war maßgebend, dass der Begriff "Reservat" nicht immer positiv besetzt ist.

Die Biosphärengebiete werden im Naturschutzgesetz BW im Vierten Abschnitt (besonderer Schutz von Natur und Landschaft) und dort im § 28 behandelt.

Samstag, 8. August 2009

Unesco-Weltnaturerbe in der Schweiz

Die Schweiz verfügt inzwischen über drei von der Unesco anerkannte Weltnaturerbestätten. Am bekanntesten dürfte sein:

Schweizer Alpen Jungfrau - Aletsch

Dieses Gebiet umfasst einen großen Teil der Berner Alpen. Darin eingeschlossen sind so bekannte Berge wie Eiger, Mönch, Jungfrau, Finsteraarhorn, Blümlisalp, Aletschhorn oder Bietschhorn. Bei den Berner Alpen handelt es sich um das Gebiet der Alpen mit der größten Vergletscherung. Der längste Gletscher der Alpen, der Aletschgletscher, ist ein wichtiger Bestandteil des Gebiets. Schutzzweck ist die Erhaltung einer der großartigsten Hochgebirgslandschaften der Welt mit vielen Gletschern, Viertausendern und einer besonderen an die Bedingungen des Hochgebirges angepassten Flora und Fauna.

Hier einige Daten zum Gebiet:
  • territoriale Zugehörigkeit: Schweiz (Kantone Bern und Wallis)
  • Größe: 82400 Hektar
  • Anerkennung: 2001
  • Erweiterung: 2007
Weit weniger bekannt dürfte ein Gebiet in der Südschweiz sein, das allerdings eine wesentlich kleinere Fläche umfasst als das vorherige Gebiet:

Freitag, 7. August 2009

Bannwald Wildseemoor im Schwarzwald



Der Bannwald Wildseemoor ist mit einer Größe von 291,6 Hektar zur Zeit der größte Bannwald in Baden-Württemberg (Jahr 2009). In Baden-Württemberg wird ein Naturwaldreservat ohne forstwirtschaftliche Nutzung als Bannwald bezeichnet.

Der Bannwald Wildseemoor wurde bereits im Jahr 1928 eingerichet und in den Jahren 1970 und 2001 auf die heutige Ausdehnung vergrößert. Der Bannwald Wildseemoor befindet sich im Nordschwarzwald auf einer ausgedehnten Hochfläche aus Buntsandstein zwischen dem Murgtal im Westen und dem Enztal im Osten.

Außer Wald umfasst die Bannwaldfläche auch Gebiete, die von Natur aus waldfrei sind. Dazu gehören die verschiedenen Moorseen (Kolke) und das Hochmoor selbst. Der überwiegende Teil der Bäume im Bannwaldgebiet sind zur Zeit Fichten. In den Jahren seit 2005 hat sich der Borkenkäfer über weite Flächen des Bannwaldgebiets ausgebreitet und die Fichten großflächig zum Absterben gebracht. In den betroffenen Gebieten kann man zur Zeit apkalyptische Bilder sehen.

Deutschland`s Naturwaldreservate im Internet

Die Ausweisung von Naturwaldreservaten ist in Deutschland Sache der Bundesländer. Um Informationen zu den einzelnen Naturwaldreservaten zu bekommen, ist es deshalb im Allgemeinen erforderlich, auf die einschlägigen homepages des Bundesländer zu gehen.
Nun hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eine Seite eingerichtet, in der die Daten der einzelnen Bundesländer zu den Naturwaldreservaten gesammelt werden: www.naturwaelder.de
Diese Seite eignet sich hervorrragend dazu, einen Überblick über die in Deutschland bestehenden Naturwaldreservate zu bekommen. Auch ein Vergleich zwischen den Bundesländern ist über diese Seite einfach möglich.
Zur Zeit gibt es Informationen zu den Naturwaldreservaten der folgenden Bundesländer:

Italien`s Schutzgebiete im Internet

Italien verfügt über zahlreiche Schutzgebiete, sowohl auf gesamtstaatlicher als auch auf regionaler Ebene. Fast alle dieser Schutzgebiete werden auf einer gemeinsamen Internetseite präsentiert: www.parks.it

Dies ist bemerkenswert und bei weitem nicht für jedes europäische Land vorhanden.
Die Seite www.parks.it ist das Portal der italienischen Parks. Dazu gehören die Nationalparks, die Regionalparks, die Meeresschutzgebiete, die Reservate, die Feuchtgebiete sowie andere Schutzgebiete. Neben der Hauptsprache italienisch kann auch in die Sprachen englisch, deutsch und französisch gewechselt werden. Jedoch werden nicht alle Inhalte in diesen drei Sprachen angezeigt.

Die Seite bietet eine nahezu unerschöpfliche Fülle an Informationen zu den einzelnen Gebieten mit Weiterleitungen zu den homepages der Gebiete. Auch Veröffentlichungen und Zeitschriften sind zu finden. Alles in allem: eine großartige empfehlenswerte Seite, die Nachahmung wird anderen Ländern empfohlen.

Donnerstag, 6. August 2009

Wildnis in Europa

Wenn wir als Europäer an den Begriff Wildnis denken, können wir damit oft nicht viel anfangen. Vielleicht denken wir an Alaska oder an Kanada oder an Feuerland. Aber es gibt auch in Europa Wildnis, wenngleich oft in kleinem Maßstab und vielfach als sekundäre, also erst wieder im Entstehen begriffene Wildnis.
Hierbei sind mehrere Themen von Interesse:

  • Wo gibt es Wildnis in Europa?

  • Braucht Europa überhaupt Wildnis?

  • Falls ja, wieviel Prozent der Fläche Europas sollte auf längere Sicht dauerhaft Wildnis sein?

  • Welche Aktivitäten und Entwicklungen gibt es in Sachen Wildnis?
Diese Fragen haben mich schon seit langer Zeit beschäftigt. Und das sollen auch die Themen des vorliegenden Blogs sein. Darüber hinaus können und sollen hier alle weiteren Themen zum Flächennaturschutz in Europa angesprochen weden. Ich bin überzeugt, dass die Themen Wildnis und Flächennaturschutz eine große Zukunft vor sich haben werden. Man kann gespannt darauf sein, was sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten beim Thema Wildnis und Flächennaturschutz in Europa tun wird.